Ich ging ja wirklich davon aus, nach dem bestandenen Vordiplom kein Soziologie mehr zu haben. Aber nix ist.
Danach geht es zu dem Seminar "Grenzen der Ökonomisierung von Bildung". Also tatsächlich eine Kombination aus
Soziologie und Pädagogik. Sinnigerweise mache ich dann natürlich einen Pädagogikschein (H-EWI)
KVV Frankfurt hat geschrieben:Im Zuge allgemeiner gesellschaftlicher Ökonomisierungstendenzen gewinnen ökonomische Kategorien und Modelle auch in der bildungspolitischen Debatte an Gewicht. Systematisch gesehen stehen dabei insbesondere zwei Aspekte im Vordergrund. Erstens die Kategorisierung von Bildung als ökonomischer Ressource: Bildung wird verstärkt als Investition in das individuelle Humankapital begriffen und Bildung wird eine entscheidende Rolle bei der Sicherung zukünftigen ökonomischen Wohlstandes zugewiesen. Zweitens erhofft man sich von der Übernahme ökonomischer Modellelemente segensreiche Wirkungen auf das Bildungssystem, etwa von Studiengebühren, Bildungsgutscheinen sowie Leistungsanreizen für Schulen und Lehrer. Nun ist nicht von der Hand zu weisen, dass Bildung von Ausbildung nicht zu trennen ist und Bildung immer auch ökonomische Aspekte eigen sind. Außerdem mag der Einbau einiger ökonomischer Modellelemente in das Bildungssystem durchaus sinnvoll sein. Doch wie viel und welche Formen der Ökonomisierung verträgt Bildung? Wann wird Bildung pervertiert und Ökonomisierung ungerecht? Das sind zwei der schwierigen Grenzbestimmungen, um die sich das Seminar bemüht.