So, nun sind also schon zwei Wochen rum! Wahnsinn, das ging wirklich schnell.
Also die Mehrfachbelastung (Vollzeitpraktikum, Hausarbeit schreiben, Kulturamt, Nachhilfe, …) schlaucht mich ungemein, meine Kräfte schwinden. Nächstes WE hab ich dann auch noch durchgehend PEKiP-Fortbildung. Oh weia, wie ich das alles durchstehen soll, weiß ich noch nicht. Aber irgendwie werde ich auch sicher dies meistern. Muss ja.
Halbzeit im Praktikum bedeutet auch Halbzeit als Dozentin im PC-Grundkurs.
Hier zu dozieren macht sogar noch mehr Spaß als bei Mathe. Hätte ich auch nicht gedacht. Unheimlich bereichernd und bietet unendlich viel Erfahrungsspielraum, wie auch die Möglichkeit für eigenständiges Handeln. Ich fahr mit den Leuten alleine zu dem Ort, teile die Zeit frei ein, in Bezug auf Pausen, Vermittlung von neuem Wissen, Wiederholungen und diversen Übungen, bin für den Ablauf und die TeilnehmerInnen des Kurses verantwortlich und muss ggf. mich um Lösungen von Problemen kümmern. Ich lerne und lerne. Es ist einfach toll. Ab Montag beginne ich mit den Leuten auch zukunftsorientiert zu arbeiten, alle TeilnehmerInnen dürfen einen individuellen Lebenslauf erstellen. Evtl. kommen wir dann in den letzten U-Stunden noch zu einem Standardanschreiben, mal sehen.
Auch der Mathekurs hat wieder begonnen. Ich habe nun eine sehr schwache Gruppe, aber das macht nichts, es sind einfach neue Herausforderungen und Ansprüche. An der Stelle geht es dann noch mehr um Empathie und Didaktik, weniger um Mathe. Elementare Grundrechenarten und berufsbezogene Aufgaben werde ich den Leuten vermitteln. Aber nach den richtig tollen Rückmeldungen der letzten zwei Wochen bin ich absolut gestärkt für noch mehr und neue Herausforderungen.
Die Einzelförderung erweist sich als entspannt, weil ich dort ebenfalls freie Hand habe. Ich darf es mit dem Herrn P. absprechen und habe dann mit ihm einen persönlichen Lernplan erstellt. Wir orientieren uns vorrangig um seinen Wunsch zukünftig in einer Schreinerei arbeiten zu dürfen. Also werden wir beispielsweise besonders einige Dinge zu Maße, Gewichte, Flächen und Volumen erarbeiten.
Ansonsten hab ich im CAP-Markt (-werden von Edeka beliefert-) auch mal ein bisserl Regale eingeräumt, die Mitarbeiter (=unsere Klienten) also etwas unterstützt. Ich war über die Sauberkeit und Sorgfalt im Laden echt überrascht. Da sollten sich die meisten Ketten ruhig mal ein Beispiel nehmen….
Mittlerweile kenne ich auch alle Arbeitsbereiche in der Reha-Werkstatt und deren Mitarbeiter. Außerdem war ich mal beim Sozialen Dienst und hab mich über deren (vorrangige) Schreittischarbeit aufklären lassen.
Für das Holzprojekt waren wir gleich mal Sicherheitsschuhe für mich kaufen. Nächste Woche ist meine Anleiterin leider nicht da, also fahr ich allein mit den Leuten da hin.
Hach, ich genieße schon auch wirklich das Vertrauen in mich und meine Kompetenzen.
Am Freitag hab ich dann der Ordnung halber noch an einer allgemeinen Sicherheitsschulung teilgenommen, die fand aber nicht nur ich unnötig langatmig. Aber okay, was sein muss, muss ein.
Über Arbeitsdiagnostik & Co schreibe ich demnächst lieber direkt ins Forum etwas, weil die Zeilen hier wohl nicht viele Leute lesen..
So, nun genieße ich mein Restwochenende (mehr oder weniger).