Studientagebuch
Ich, Claudia (geb. 83), gelernte Kinderpflegerin und Erzieherin, studiere seit dem WS 06/07 an der Frankfurter Universität Diplom-Pädagogik.
In diesem Blog werde ich von meinen ganz persönlichen, subjektiven Studienerfahrungen und beruflichen Zukunftsvorstellungen berichten.

Ich freu mich natürlich über Kommentare von euch in meinen Blog. :)

So, und nun viel Spaß beim stöbern und lesen.
Claudia
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Systemische Beraterin (DGSF)

permanenter Linkvon Claudia am Donnerstag 21. August 2008, 18:38

Hallo!

So, also morgen bin ich auf einem kostenlosen Einführungsworkshop in Hanau von 14 - (ca) 18 Uhr.

praxis-institut.de hat geschrieben:Wer uns und unsere Arbeit vor der Anmeldung für eine Weiterbildung kennen lernen möchte, kann an einem eintägigen Einführungsworkshop teilnehmen. Er dauert ca. 4 Stunden und ist kostenfrei. Neben Informationen zu Konzept und Inhalten der Weiterbildung wird an einem Fall gearbeitet, um unsere Arbeitsweise praktisch erfahrbar zu machen. Für Ihre Teilnahme benötigen wir eine Anmeldung.


Es geht um die Weiterbildung zur "Systemischen Beraterin", anerkannt von der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF).

praxis-institut.de hat geschrieben:Grundlage der Weiterbildung ist ein systemischer Denk- und Handlungsansatz, wie er im Bereich der Familientherapie entwickelt wurde und seither in verschiedenen sozialen Arbeitsfeldern angewandt wird. In diesem Ansatz wird der Mensch, seine Umgebung und seine Beziehungen als Ganzheit gesehen. Das führt dazu, dass der Ursprung einer Störung nicht mehr vorrangig im Individuum lokalisiert wird, sondern das soziale Beziehungsnetz der Klienten wird in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt.

Familien, Gruppen, Institutionen und Teams sind somit lebendige Systeme, die sich sowohl in ihrer Arbeitsfähigkeit, als auch in ihren Blockierungen und Störungen nach systemischen Regeln entwickeln. Probleme und Störungen werden als Kompromisse bzw. Lösungsversuche in Konfliktbereichen verstanden, die innerhalb des Systems bisher nicht produktiver zu lösen waren. Unser Ansatz des systemischen Arbeitens zielt darauf ab, Störungen auch in ihrem Sinn zu verstehen ("reframing"), die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und zu stärken (Hilfe zur Selbsthilfe), um neue, produktivere Lösungen zu entwickeln (Lösungsorientierung).

Die Weiterbildung soll die einzelnen Teilnehmer befähigen
  • Zusammenhänge in Beziehungsnetzen zu erkennen (Systembeobachtung)
  • diese zu verstehen (ganzheitliche Systemanalyse)
  • auf produktive Veränderungen hin zu wirken (effektive Systemintervention)
  • die eigenen Kräfte ökonomisch einzusetzen und mit Grenzen besser umzugehen (Effizienz und Psychohygiene).

Wir bieten mit dieser Weiterbildung keine Familientherapieausbildung im engeren Sinn an, sondern vermitteln systemische Denk- und Handlungsansätze, die spezifisch auf die soziale und pädagogische Arbeit mit Gruppen, Familien, Teams und Einzelnen zugeschnitten sind.

Seit 15 Jahren führen wir dieses Konzept mit sehr guten Rückmeldungen durch, in 40 Weiterbildungsgängen haben über 800 TeilnehmerInnen den Abschluss erhalten. Über 8 mal wurde das Programm als In-House-Qualifizierung für Jugendhilfeeinrichtungen und andere Organisationen durchgeführt.

Wir nutzen Methoden aus der Familientherapie und aus anderen systemischen und lösungsorientierten Beratungsansätzen und übertragen diese in sinnvoller Weise auf die verschiedenen Arbeitsfelder. Wir suchen bewusst die Vielfalt, um interdisziplinäres Lernen zu ermöglichen und den Blick über den Tellerrand der eigenen Spezialisierung zu richten.

Neben der Vermittlung und Einübung verschiedener Methoden wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Reflektion des institutionellen Kontextes, seiner Möglichkeiten und Grenzen, gelegt. Ebenso werden Gruppenprozesse und deren Auswirkungen auf die einzelnen Mitglieder reflektiert. Durch familienorientierte Selbsterfahrung erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich mit der eigenen Herkunftsfamilie zu befassen, um damit die eigene Person im systemischen Kontext als wichtigstes "Werkzeug" nutzen zu können.

Neben der Vermittlung und Einübung verschiedener Methoden wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Reflektion des institutionellen Kontextes, seiner Möglichkeiten und Grenzen, gelegt. Ebenso werden Gruppenprozesse und deren Auswirkungen auf die einzelnen Mitglieder reflektiert. Durch familienorientierte Selbsterfahrung erhalten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich mit der eigenen Herkunftsfamilie zu befassen, um damit die eigene Person im systemischen Kontext als wichtigstes "Werkzeug" nutzen zu können.

Die Weiterbildung ist aufgegliedert in 7 Blockseminare (jeweils 4 - 5 Tage) mit insgesamt 30 Tagen und erstreckt sich auf einen Zeitraum von etwa zwei Jahren. Begleitend finden 19 Tage Supervisionssitzungen statt.

In der Supervision (19 Tage) werden anhand von konkreten Fallbesprechungen die Themen der Seminare vertieft. Die TeilnehmerInnen werden dabei unterstützt, die in den Seminaren angeeigneten Inhalte in ihren Arbeitsfeldern anzuwenden.

Die weitere Vertiefung der einzelnen Lerninhalte sowie begleitendes Literaturstudium wird von den TeilnehmerInnen selbständig in Kleingruppen (3 bis 5 Personen) geleistet. Die Gruppen treffen sich regelmäßig für insgesamt 80 Stunden und sind fester Bestandteil der Weiterbildung.

Die Weiterbildung schließt mit einer praxisorientierten Abschlussarbeit und einem Projekttag ab. 70 Stunden eigene Beratungspraxis müssen für das Zertifikat nachgewiesen werden. Das Abschluss-Zertifikat bescheinigt die Befähigung zur eigenständigen systemischen Beratung. Mit dem Zertifikat können die Absolventen die Anerkennung als systemische BeraterIn durch die DGSF e.V. erhalten.

Zugelassen sind SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, Diplom-PsychologInnen und -PädagogInnen, Ärzte/innen, LehrerInnen, und Fachkräfte mit vergleichbarer Ausbildung oder Berufstätigkeit. Zunehmend kommen auch MitarbeiterInnen aus Wirtschaftsunternehmen zu uns, um ihre sozialen und methodischen Kompetenzen für Beratungsaufgaben auszubauen, vorrangig aus den Bereichen Personalentwicklung und betriebliche Bildung.

Die Teilnehmerzahl pro Ausbildungsgang ist auf 22 TeilnehmerInnen begrenzt. Die Supervisionen finden in zwei Gruppen nach regionalen Schwerpunkten statt. Die SupervisorInnen wechseln nach einem Jahr, so dass die TeilnehmerInnen verschiedene systemische Arbeitsstile für ihren Lernprozess nutzen können.

Bei den Seminaren sorgen die Teilnehmer selbst für ihre Unterkunft. Das Seminar 4 findet in einer externen Bildungsstätte mit Übernachtung statt. Die Supervisionsgruppen werden regional zusammengestellt und treffen sich - wo möglich - in den Einrichtungen der TeilnehmerInnen. Insgesamt finden 30 Seminartage (zusammen 250 Unterrichtsstunden) und 19 Supervisionstage (ebenfalls jeweils 8 Unterrichtsstunden, zusammen 152 Stunden) statt.


Ich höre es mir morgen einfach mal an und überleg dann weiter ob es etwas für mich ist. :cool:


Gefundene Alternativen, welche mir sehr gefallen würden:
Weiterbildung zur pädagogisch-therapeutischen Beraterin (Beratung/Counseling) und
Entwicklungspsychologische Beraterin von jungen Eltern.



Generell gilt damit, auch nach dem Studium - in (hoffentlich) drei Jahren - am Ziel bin ich wohl noch lange nicht.

Tags: Entwicklungspsychologische BeratungCounselingBeratungStudiumPädagogikPädagogisch-Therapeutische BeratungSystemische BeraterinDgsfWeiterbildungEinführungsworkshop
Liebe Grüße!
Claudia
:hack:

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