Sophinas Ego-Blog
Sooo, der Blog ist da, dann werde ich die von Claudia großzügig gespendete Egoplattform nutzen um "über alles" zu schreiben, also

Monsterkinder
Mitgiftmischer
Ex-Männer
nervtötende Eltern
beste Freundinnen
zarte Lieben

... to be continued...

Also hier keine - oder wenn dann nur äußerst laienhafte und unzureichende - Pädagogik. Alles, was ich hier über Kindererziehung schreibe, ist mein rein persönliches Verfahren, nach garantiert nicht anerkannten Methoden...

Reicht das als Warnhinweis?? Wie sehen die rechtlichen Konsequenzen aus?
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Sophina
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Einschulung, die Zweite

permanenter Linkvon Sophina am Donnerstag 7. August 2008, 21:49

Also, hier noch der versprochene Bericht (ich lass' dafür extra den Riesenberg an Bügelwäsche liegen, ich hoffe, Ihr wisst das zu schätzen :-D):

Eigentlich ging es schon am Vorabend der Einschulung los, ein organisatorischer Elternabend. Ich war da :-D, mein Exmann war ebenfalls da, zum Glück hat er sich freiwillig ungefähr sieben Plätze von mir entfernt gesetzt (und sich der Lehrerin gegenüber mit den Worten "Ich bin der Papa von der Louisa" vorgestellt) und viele andere Eltern waren ebenfalls da.

Es wurde ein sehr kurzer Elternabend - vielleicht auch deshalb, weil kindgerechte Stühle ja immer unbequem sind, kindgerechte DREHstühle hingegen sogar fast lebensgefährlich anmuten und man sich wirklich nicht zu rühren traut. Es gab' eine kurze Vorstellungsrunde, Name, Name des Kindes, evtl. Geschwister, Ende. Die Lehrerin hat sich ebenfalls vorgestellt, ist eine ganz junge, vier Jahre Studium, zwei Jahre Referendariat und jetzt schon auf unsere Kinder losgelassen.
Sehr motiviert und voller Ideen natürlich, aber irgendwie bezweifle ich, dass sie genügend Durchsetzungsvermögen hat. Naja, wir werden sehen, Louisa mag sie jedenfalls sehr gerne.

Eine Geschichte (die sie mittlerweile auch den Kindern vorgelesen hat) sollte als "Einstieg" dienen: Der Ernst des Lebens, ist wohl so eine Art Klassiker.

Dann noch ein paar Dinge zum allgemeinen Ablauf, Aufschreiben von Notfalltelefonnummern, ausreißen und sortieren der Fibelblätter, Wasserdienst, etc.

Am Morgen der eigentlichen Einschulung war meine Nervosität unendlich, aber Dank der Tatsache, dass alles geplant und vorbereitet war, gab es keine größeren Probleme (wenn man mal davon absieht, dass ich dreimal mit Louisas Frisur neu anfangen musste, weil ich sie immer wieder verzittert habe).

Louisa war auch total aufgeregt, und das dann erst Recht, als ich ihr auch noch "so alles" vom Elternabend erzählt habe.

Meine Eltern haben uns abgeholt, wir sind eine viertel Stunde bis zur Schule gelaufen und waren natürlich viel zu früh. Andere Eltern zum Glück auch, so dass wir alle beschäftigt waren.

Die Einschulungsfeier an sich bestand aus zwei Reden, die Elternbeiratsvorsitzende eröffnete den Tag und die Rektorin erklärte den Kindern, was dieser Tag für sie bedeutet. Naja, dann noch etliche Vorführungen der höheren Klassen, Tänze, Lieder, Gedichte, etc.

Und dann der große Moment, als alle Kinder aufgerufen wurden und mit ihren Lehrerinnen (wie gerne würde ich schreiben mit ihren Lehrern und Lehrerinnen - ist aber halt nicht) in die Klassen gingen. Ich hatte mich bis zu diesem Zeitpunkt emotional sehr gut im Griff, wahrscheinlich auch deshalb, weil ich nie die Gelegenheit hatte, meine Sentimentalität rauszulassen, sondern mich immer wieder über die Stimmung und die Sticheleien von Familie und Exfamilie ärgern musste, aber da war es dann trotzdem zu spät und ich brauchte ein (von vier mitgenommenen) Rührungstaschentuch.

In der Zwischenzeit gab es Kuchenbuffet für die wartenden Eltern und jede Menge Tratsch und Klatsch. Nach einer dreiviertel Stunde war die Schule auch schon wieder aus und wir sind mit Louisa nach Hause gelaufen, wo sie noch von den Exschwiegereltern und ihrem Vater ihre Geschenke bekommen hat, woraufhin sie wieder abgezwitschert sind.

In der Wohnung angekommen, hat Louisa dann ausgepackt und schon mussten wir wieder los zum Mittagessen und hinterher dann zum Fotografen. Louisa hatte zwei große Wünsche für diesen Tag, zum einen ein rosa Prinzessinnenkleid, das ich ihr genäht habe und zum anderen "richtige" Fotos vom Fotografen. Naja, außerdem hat sie noch eine ganze Menge mehr bekommen.

Abends dann die ersten Hausaufgaben: Malen, was in ihrer Schultüte drin war.

Ausblick: Mittlerweile war Louisa zwei Tage in der Schule und hat riesigen Spaß, sie kommt gut mit im Unterricht, weiß, was die Lehrerin von ihr will. Wie ich es schon erwartet habe, macht sie zwar ihre Hausaufgaben, aber sie wird nie eine "Fleißkandidatin" werden. So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Das, was sie tut, ist erkennbar und leserlich, aber nie wirklich schön. Ihr ist wichtig, alles verstanden zu haben, aber sobald das gegeben ist, hat auch wieder anderes in ihrem Kopf Platz. Wie gesagt, so habe ich sie schon vorher eingeschätzt und muss sagen, dass ich damit eigentlich ganz gut leben kann, so lange sie nicht noch schlonziger wird.

Wir haben den Deal, dass sie in der Schülerbetreuung ihre Aufgaben macht, dann gibt es auch das schon in der KiGa-Zeit übliche Nachmittagsprogramm, wenn sie sie dort nicht macht, fällt das Programm aus und sie muss zu Hause Aufgaben machen (ohne Gebrülle und Tamtam, sondern einfach nur mit Konsequenz). Das hat sie kapiert und sich zumindest die ersten beiden Tage toll dran gehalten.

Eins noch: Am ersten "richtigen" Schultag habe ich sie in die Klasse begleitet, zwecks Mineralwasserlieferung für die Kinder. Toll war es, zu sehen, dass sie sofort orientiert war und wusste, wo sie hin muss, weniger toll ist es, dass ich mir wegen des endlosen Transportes mal wieder sooo am Rücken weh getan habe. Seufz, jetzt kann ich es wieder tagelang ausbaden.

So, ich hoffe, das war ausführlich genug? Bei Fragen, bitte fragen :-P.

:schaf: Grüßle, Sophina

"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität.
Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
~ Sokrates, Philosoph, 470-399 v.Chr ~
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