Vom 16.Mai 2007
Wie in einem anderen Forenbeitrag schon angedeutet, bekommt Louisa nun im Juni Paukenröhrchen.
Was soll ich sagen, sie hat seit November oder so durchgehend Husten und auch oft genug Schnupfen. Zwischendurch hatte sie auch zwei Mittelohrentzündungen im Angebot, eine Bronchitis, verschiedene Variationen von gelbem und grünen Schleim und natürlich jede Menge Viren und Bakterien, die sie großzügig an ihre Mutter weiterverteilt hat.
Und ehrlich gesagt, mittlerweile bin ich es soooo leid. Fast jeden Abend - heute auch wieder - hustet sie sich stundenlang in den Schlaf, und ich kann's ihr nicht leichter machen. Bonbons, heiße Honigmilch, kuschel-streicheln, das alles wird gerne genommen, aber kaum ist die Sonderbehandlung beendet, Mutter hat sich aus dem Kinderzimmer entfernt und hofft auf Schlaf beim Kind und Entspannunge bei sich selbst, kommt ein aufmüpfiges hust-hust aus dem Kinderzimmer. Erst leise, aber spätestens nach dem fünten mal HUST-HUST... Seufz...
Also sind wir mittlerweile Dauergast bei der Kinderärztin, so im zwei, drei Wochentakt und sie probiert alle Mittelchen, die ihr so einfallen, an Louisa aus. Nutzt aber auch nix.
Der Kinder-HNO-Arzt hat jetzt halt mal Nägel mit Köpfen gemacht und mich von Paukenröhrchen überzeugt, was soll ich sagen, zum einen hört sie dann natürlich besser und lernt dann vielleicht auch endlich noch "g" und "k" und zum anderen ist es die Hoffnung aller, dass die dann vielleicht auch endlich die Dauererkältung loswird.
Soweit die Vernunft...
Allerdings habe ich mich so hilflos gefühlt, jetzt schon, als der HNO-Arzt, ihr nur bissel im Ohr rumgepopelt hat und hinterher meinte, dass sie halt die Paukenröhrchen braucht.
Es ist erstaunlich, wie man für sich selber alles mögliche wegstecken kann, seelische und körperliche Schmerzen aushält, in der Gewissheit, dass man eben nicht drumherum kommt.
Und dann geht es um einen anderen Menschen - um den Menschen, den man am meisten auf dieser Erde liebt - und es geht eigentlich um gar nicht sooo viel, nicht viel mehr als ein aufgeschlagenes Knie, und schon fließen die Tränen des Mitleids und der Hilflosigkeit...
Ich kann ihr nicht helfen. Ein aufgeschlagenes Knie kann ich küssen und verpflastern, gegen Husten kann ich ihr Medizin geben, bei Kummer kann ich sie trösten. Aber durch diese OP muss sie ganz alleine durch. Da liegen und eingeschläfert werden, aufgeschlitzt und hinterher das furchtbare aufwachen, mit dem ja alle Kinder ziemlich zu kämpfen haben, selber durchstehen. Meine arme Süße...
Ich kann eben nur schauen, dass ich im Vorfeld alles abkläre und so gut wie möglich organisiere, aber das ist schon alles...
Sophina - ziemlich traurig und erschreckt darüber, wie sehr einen Gefühle doch überfallen können...