Vom 15. Nov. 2007
Hallo zusammen,
im Februar hatte ich mein Töchterlein, mit dem ich damals ansonsten ziemlich viel Stress hatte, über den grünen Klee gelobt, dass sie einfach so, ohne viel Tamtam die leere Klopapierrolle gegen eine volle ausgetauscht hat und damals glaube ich noch gemutmaßt, ob die Möglichkeit dieses Automatismus' eventuell daran liegen könnte, dass sie weiblichen Geschlechts ist.
Was soll ich sagen - NEIN, Klorollen wechseln hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, das konnte ich heute ganz definitiv feststellen.
Zuerst saß ich an der Arbeit auf selbigem stillen Örtchen für Damen und musste mit runtergelassener Hose feststellen, dass das Papier leer ist, worauf ich mit selbiger runtergelassener Hose im Eiltempo durch die Toilette gehüpft bin - immer mit einem leicht panischen Blick zur Tür, ob denn eine Kollegin reinkommt, die auch gerade mal muss - und neues Papier aus dem Vorratsschrank geholt habe.
Zum wiederholten Male habe ich heute endgültig gelernt, dass ich zumindest an der Arbeit VOR dem pieseln schauen muss, ob es Papier gibt...
Heute Abend hatte ich dann ein deja-vu mit Louisa, sie saß auf der Toilette und hat das Papier leer gemacht, ich war zufällig mit im Raum zum Zwecke der Schönheitspflege und wurde Zeuge einer weiblichen Untat. Kind holt die leere Rolle aus dem Halter und kommentiert "die muss ich morgen mit in den Kindergarten (mit K und G übrigens) nehmen, die Dani - momentane Lieblingserzieherin - will Weihnachtsbäume mit uns basteln."
Dann sehe ich rückwärts durch den Spiegel, wie sie den Deckel vom Halter wieder runter klappt, in diesem Moment aber einen zivilisatorischen Geistesblitz hat und Ihr einfällt, dass sie eigentlich auch neues Papier einlegen müsste, dann aber von einem akuten Faulheitsanfall heimgesucht wird. Im völligen Zwiespalt zwischen Erziehung und Faulheit beschließt sie nun also, nachdem sie einen kritischen Blick auf meinen Rücken geworfen hat, immer noch in der festen Überzeugung, dass ich sie ja nicht sehen kann, was ich aber doch konnte, weil ich ja durch den Spiegel gelunst habe, die neue Toilettenpapierrolle oben auf den Spülkasten zu stellen - das macht mindestens 10 Sekunden weniger Arbeit als das korrekte einspannen derselben.
Das war meine Chance, ihr wieder mal zu beweisen, dass Mütter ALLES sehen, auch das, was sie eigentlich nicht sehen können und ich bat sie, weiterhin nach vorne schauend, das Toilettenpapier doch bitte dahin zu tun, wo es hin gehört... Hihi, dieser völlig erstaunte Blick und das "Mama - wie hast Du das denn jetzt wieder gemerkt" waren wirklich ein ganz spezielles Highlight.
Wenn sie jetzt noch aufhört, in scheinbar unbeobachteten Momenten in der Nase zu bohren, werde ich mir langsam selber unheimlich *g*.
Grüßle, Sophina