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Beurteilungen der TM

Beitragvon rodkulla am Freitag 10. August 2007, 17:51

Habt Ihr schon mal eine schriftliche Beurteilung (sprich:Zeugnis) von den Eltern Euerer Tageskinder bekommen? Wenn ja, gab es da einen Vordruck? Und ist es nicht so, dass man eigentlich immer nur Gutes reinschreibt?(Ich weiß, wir sind ja sowieso immer gut... :lol: :D :oops:
In manchen Anzeigen werden nämlich Referenzen verlangt.
Also, ich kam noch nicht auf diese Idee, mich schriftlich beurteilen zu lassen. Bis jetzt lebte ich auch immer von der Mundprobaganda !

Was haltet Ihr davon?

rodkulla
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Beitragvon Andrea am Freitag 10. August 2007, 17:54

Hallo rodkulla,

ich finde Beurteilungen von Eltern sehr sinnvoll.
Allerdings würde ich es nicht "Zeugnis" nennen - denn dafür müssen bestimmte Kriterien eingehalten werden :?
Liebe Grüße
Andrea :elefant:
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Beitragvon rodkulla am Freitag 10. August 2007, 19:31

Andrea, vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Ja,"Zeugnis" klingt ein bisschen "hart". Aber meine Bedenken sind auch, dass die Eltern so formulieren, dass andere sie "falsch" interpretieren. So ähnlich, wie man sich ja auch genau bei "offiziellen" Zeugnissen ausdrücken sollte. Deswegen sehe ich auch Bedenken bei den Beurteilungen.
Und was ist, wenn ich nicht damit einverstanden bin und ich muss mit den Eltern diskutieren, dass ich eine andere Formulierung haben möchte? Davon abgesehen, dass ich auch nicht so genau die "richtige" eindeutige Zeugnissprache kenne.

Schönen Abend
rodkulla
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Beitragvon junger_hüpfer am Samstag 11. August 2007, 10:55

Hallo!

Ich finde es auch sinnvoll.

Eine Freundin von mir hat sich so etwas auch mal ausstellen lassen.

Schau doch mal im Internet, da findest du sich eine Menge über Arbeitszeugnisse.

Zum Beispiel hier:
Arbeitszeugnis
Arbeitszeugnis
Arbeitszeugnis

Oder Bücher:
Arbeitszeugnisse erstellen und verstehen
Beurteilungen und Zeugnisse
junger_hüpfer
 

Beitragvon Linda40 am Samstag 11. August 2007, 11:28

Hallo Rodkulla, :D

die Eltern meiner Tageskinder fertigen mir immer ein Empfehlungsschreiben an, was sie selbst formulieren. :wink:

Liebe Grüße
Linda :D
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Beitragvon rodkulla am Samstag 11. August 2007, 11:45

Hallo,
liebe junger_hüpfer, tausend Dank für Deine Tipps, habe mir eben die Seiten ausgedruckt. Sind genau das Richtige, was mich interessiert.

Liebe Linda40,
zeigst Du Deine Empfehlungsschreiben "freiwillig" den Eltern oder verlangen sie welche? Warst Du immer zufrieden oder warst Du mal nicht einverstanden mit der Formulierung, was steht in dem Schreiben ?

Schönes Wochenende wünscht
rodkulla
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Beitragvon Linda40 am Samstag 11. August 2007, 12:46

Liebe Rodkulla, :D

die Empfehlungsschreiben sind "freiwillig". Wer mir keines anfertigen möchte, muss das auch nicht. :wink: Meist fragen die Eltern auch von selbst, ob ich ein Empfehlungsschreiben haben möchte. :wink:

Auch Eltern, die sich neu vorstellen zeige ich meine Empfehlungsschreiben "freiwillig", verlangt werden sie eigentlich selten. Ich zeige dazu auch immer meine Fortbildungsmappe. :wink:

Bisher war ich mit den Empfehlungsschreiben immer einverstanden.

Die Eltern schreiben folgende Inhalte:

Regelmäßige Treffen mit anderen Tagesmüttern und deren Kindern, sowie der Musikunterricht haben sich positiv auf die soziale, motorische und musikalische Entwicklung unseres Kindes ausgewirkt.

Die schriftlich zur Verfügung gestellten und persönlich besprochenen Entwicklungsschritte unseres Kindes durch Frau ............. haben uns viel Einsicht in die Entwicklung unseres Kindes gegeben.

Unser Kind hat bei Frau................... eine absolut gelungene Mischung aus familiärer Geborgenheit und pädagogischer Erziehung erhalten.

Das folgende Schreiben wurde von einer Mutter während der noch laufenden Betreuungszeit bei mir angefertigt:


Wir möchten einfach mal auf diesem Wege danke sagen für die liebevolle Fürsorge und Betreuung unserer Tochter.

Wie sehen jeden Tag, wie wohl sich fühlt und wie groß schon die Vorfreude ist, wenn sie morgens gebracht wird. Wir schätzen besonders, die vertrauensvolle und liebevolle Atmosphäre. Vor allem die Sympathie und Wärme die allen Kindern entgegengebracht wird.

Das Engagement für diesen verantwortungsvollen Beruf für jedes der Kinder ist wirklich toll. Besonders beeindruckt hat uns als Eltern, das Frau ........für ihre Tageskinder und die Tageskinder ihrer Kolleginnen die musikalische Früherziehung durch eine ausgebildete Musikpädagogin organisiert hat.

Für uns als Eltern ist es außerordentlich beruhigend zu wissen, das unser Kind bei Frau.............. in den besten Händen ist.

Wir möchten mit diesem Brief auch anderen Eltern, die eine qualifizierte Tagesmutter für ihr Kind suchen, etwas Orientierungshilfe geben.

Liebe Grüße
Linda :D
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Beitragvon Andrea am Samstag 11. August 2007, 20:04

Boooooooooooohhhhhhhhhh Linda :D :D :D
Das hört sich toll an!! Du kannst richtig stolz auf dich sein.

Linda hat auch den richtigen Begriff reingenommen - dieser fehlte mir heute morgen :lol: - meinte nicht Beurteilungen sondern Empfehlungsschreiben.
Ein Zeugnis ist ein Zeugnis und unterliegt einer bestimmten Sprache. Es erfordert sehr viel Können dies wirklich richtig zu formulieren.
Da Eltern in der Regel keinerlei Erfahrung in dem Bereich haben, würde ich dringend davon abraten es als Zeugnis zu deklarieren :wink:

Empfehlungsschreiben ist viel netter und unumstrittener 8) und ich denke auch, dass dies den Eltern reichen wird :!:
Liebe Grüße
Andrea :elefant:
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Beitragvon Linda40 am Sonntag 12. August 2007, 09:19

Liebe Andrea, :D

ja ich bin auch stolz auf die Eltern, das sie mir so nette Empfehlungsschreiben anfertigen, meist auch von selbst, ohne das ich sie darum bitte. :wink:

Das zeigt ja auch, das sie zufrieden waren und meine Arbeit anerkennen. :wink:

Leider habe ich in den ersten Jahren nicht daran gedacht, mir Empfehlungsschreiben von den Eltern anfertigen zu lassen. Aber in den ersten Jahren meiner Tätigkeit als Tagesmutter war sowieso noch alles anders. :roll:

Der Begriff "Empfehlungsschreiben" gefällt mir persönlich auch besser. Ich finde doch, das dieser Begriff noch etwas persönlicher Art ist. Da die Tagespflege doch mehr eine familiäre Betreuung ist, finde ich diesen Begriff schon persönlicher, als ein Zeugnis. Wie Du auch schon schreibst wissen viele Eltern ja sicherlilch auch nicht, wie man ein Zeugnis formuliert. :roll:

Liebe Grüße
Linda :D
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Beitragvon rodkulla am Sonntag 12. August 2007, 17:31

Liebe Linda,
herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ja, ich finde das Wort "Empfehlungsschreiben" in diesem Sinn wirklich sehr passend. Toll!

Ich habe auch den Eindruck, dass Ihr in Berlin wirklich schon einige Schritte weiter seid, denn bis nach Rheinland-Pfalz hat sich das noch nicht herumgesprochen. (Jedenfalls habe ich das noch nicht mitgekriegt.) :oops: Ich werde das aber in meinem Kurs mal nachfragen, wie das hier gehandhabt wird.

Melde mich wieder, bis bald

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