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Berufsausbildung - Qualität und Quantität!?

Beitragvon Claudia am Montag 15. Januar 2007, 16:37

Hallo :)

Die Ausbildung zur/zum "staatl. anerk. Erzieher(in)" variiert immer noch von Bundesland zu Bundesland. Mittlerweile gibt es sogar schon Studiengänge für (angehende) Erzieher(innen) - also grundständige und Aufbaustudiengänge.

Wie empfandet/empfindet ihr die Ausbildung?
Seid ihr zufrieden?
Fühlt ihr euch "ausreichend" ausbildet?
Habt ihr euren Berufsweg bisher mal bereut? Warum (nicht)?
Ist die Ausbildung bezüglich Qualität und Quantität angemessen?
Wie steht ihr zur Aufteilung von Theorie und Praxis während der Ausbildung?


Da bin ich doch mal sehr gespannt. :wink:
Liebe Grüße!
Claudia
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Beitragvon andyhandy am Montag 15. Januar 2007, 18:21

Hallo

Also ich finde die Ausbildung in Bayern eigentlich ganz ok, nur dass sie halt ziemlich lang dauert und leider kaum anerkannt ist. Was mich jetzt momentan ziemlich stört ist das jetzt im Studienjahr an der FAKS bis jetzt nur alles wiederholt worden ist, was wir im Erzieherprakikum für die Kinderpflegerin prüfung schon lernen mussten. Ich habe mich so auf neue Sachen gefreut!!!! Na ja aber vielleicht ändert sich noch. Bereut habe ich meine Berufswahl noch keine Sekunde (wobei die 2 Jahre Schule schon sehr sehr trocken sind!!) Was noch blöd ist, dass wir nach dem BP jetzt auch ncoh ne schriftliche Prüfung ablegen müssen( Also ingesamt drei Prüfungen bis zur Erzieherin) und des find ich ziemlich viel. Aber na ja auch ich werde des überleben :D In den nächsten Jahren soll es ja in Bayern zum Studiumsberuf werden, also nur noch mit Abi, da habe ich ja nocht Glück gehabt.
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Beitragvon Beebo am Montag 15. Januar 2007, 21:14

Ich habe ja hier in NRW meine Ausbildung gemacht.Die Ausbildung an sich fand ich sehr gut zu schaffen.Allerdings haben mir wichtige Fächer gefehlt,wie Psychologie zum Beispiel.In vielen Praktika hätte ich einiges über Entwicklungspsychologie gebraucht,doch solche Sachen haben wir nicht im Unterricht durchgenommen.Das hat mich SEHR geärgert! :evil: Dann fand ich unsere Religionsunterricht zu allgemein,mich hätte zum Beispiel interessiert,wie man Kindern andere Religionen nahe bringt,wie erkläre ich christliche Feiertag kindgerecht...Wir haben nur Entspannungsmethoden gemacht,was ich auch sehr schön fand,aber den Schwerpunkt fand ich für das Fach doch falsch gesetzt!

Ansonsten war ich sehr zufrieden,ich hatte super tolle Lehrer,ich denke gerade speziell an 2,die leider letztes Jahr in Rente gegangen sind!Sie waren so das letzte Urgestein der Fachschule.Wirklich kompetente Lehrerinnen,die wußten,was es bedeutet,als Erzieherin zu ARBEITEN,denn sie waren es vor dem Lehrerberuf selbst.Sie haben verstanden,dass halt mal nicht alles so klappt,wie man es geplant hat,sondern dass man halt situationsorientiert mit den Kindern arbeiten muß. Inzwischen sind nur noch Theoretiker in der Schule,die meinen,wie sie das im Unterricht lehren,so muß das auch zu 100 % in der Praxis umgesetzt werden...Situationsorientiert interessiert da nicht...Mich betrifft es ja nun nicht mehr,ich finde es aber schade,dass den kommenden Generationen an Erzieherinnen solche wirklich guten Lehrer fehlen.
Es grüßt euch--
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Beitragvon befana am Freitag 19. Januar 2007, 22:55

hallo,
hier in Berlin hat sich die Form der Ausbildung in den letzten Jahren ständig verändert.
Es ist mir immer sehr peinlich, wenn Praktikantinnen Fragen zur Ausbildung haben, wo ich nur antworten kann: "Ähem, letztes Jahr war es noch.....!"

Meine Ausbildung vor zig Jahren war noch ein Zeit absitzen.
Als ich die Prüfungen hinter mir hatte, war ich genauso schlau wie vorher.

Wenn ich dagegen sehe, welche Anforderungen heute gestellt werden, frage ich mich, ob ich es unter den Voraussetzungen damals geschafft hätte.

lg befana
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Beitragvon Claudia am Samstag 20. Januar 2007, 13:11

befana hat geschrieben:Meine Ausbildung vor zig Jahren war noch ein Zeit absitzen.
Als ich die Prüfungen hinter mir hatte, war ich genauso schlau wie vorher.

Wenn ich dagegen sehe, welche Anforderungen heute gestellt werden, frage ich mich, ob ich es unter den Voraussetzungen damals geschafft hätte.


Komisch. Ansonsten hört man ja immer genau das Gegenteil!

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Beitragvon befana am Samstag 20. Januar 2007, 14:17

hey Claudia,
ich muss gestehen, ich war jung und brauchte das Geld.

Dass ich nach der Ausbildung genauso viel wusste, wie vorher, lag wahrscheinlich daran, dass ich die ersten zwei Jahre fast nur geschwänzt habe (war müde vom Arbieten...).

Im dritten Jahr war ich nur regelmässig anwesend, weil es hiess, man wird sonst nicht zur Prüfung zugelassen.
Aber ich habe es trotzdem geschafft, also kann das Wissen, was dort vermittelt wurde nicht so gross gewesen sein. :lol:

Dass ich heute sicher, und hoffentlich gut, meiner Arbeit nachgehe, liegt an meiner damaligen Leiterin, einem tollen Team, den vielen Fortbildungen und dem Spass, den ich im Beruf habe.

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Beitragvon Claudia am Samstag 20. Januar 2007, 14:28

Man könnte es auch anders forumlieren.

Du wart so schlau, dass du trotz Fehlzeiten die Ausbildung gut geschafft hast. :lol:


Hm, aber eigentlich macht mich deine Aussage schon traurig.

Ich frage mich.. ist das heute nicht zum Teil auch noch der Fall!?

Nachdenkliche Grüße,

Claudia.
:?
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Beitragvon befana am Samstag 20. Januar 2007, 15:00

Danke für das Kompliment, aber es war wirklich harte Arbeit in der Praxis zu bestehen.
Also am Schlau sein kann es nicht gelegen haben.

Wenn ich an unsere Praktikanten denke, wird heute schon mehr verlangt, aber auch das ist oft am Kind vorbei.

Ich glaube, häufig sind Schule und Praxis zwei nicht kommunizierende Bereiche, die sich auch noch widersprechen,
Realität ist doch, dass der Personalschlüssel nicht angemessen ist, wodurch PraktikantInnen oft voll in den Alltag integriert werden (ohne Rücksicht auf die Theorie...)
Und in der Schule bekommen sie das theoretische Wissen vermittelt, aber nicht, wie sie es in der bestehenden Praxis umsetzen können.

War das jetzt etwas verworren?

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Beitragvon andyhandy am Samstag 20. Januar 2007, 17:51

also ich denke heute würde des nimmer gehen, wenn man so oft fehlt. Vor allem wird man bei uns nach dem zweiten unentschuldigten Fehltag von der Schule geschmissen!!!! Also kann man sich echt gar nix leisten. Als ich jetz erst ne woche krank war, hatte ich voll viel zu tun um wieder aufzuholen obwohl ich eigentlich eine noch sehr gute Schülerin bin. Also fehlen is bei uns wirklich blöde und man sollte es sich wirklich sehr gut überlegen, ob man daheim bleibt oder nicht.
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Beitragvon sabbi83 am Sonntag 28. Januar 2007, 22:05

Also ich muss sagen ich fühlte mich damals überhaupt nicht ausreichend ausgebildet. In der Praxis kammen Sachen auf mich zu, bei denen ich mich irgendwie selber durchwursteln musste, weil ich vorher nie etwas darüber gehört habe. Sprich, auch wenn man ausgelernt hat, weiß man noch lange nicht alles. Man muss sich also ständig weiterbilden.
Manche Fächer gingen einfach nur an der Praxis vorbei :(

Wie es heute ist kann ich nicht sagen. Die Ausbildung ist nun ja neu strukturiert worden.

Ich hätte schon einige Verbesserungsvorschläge gehabt, aber leider hat mich keiner danach gefragt *g*
sabbi83
 

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