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Wieviel Unterrichtsstunden werden bei euch als "Grundqualifizierung" gefordert?

bisher wird noch kein Kurs gefordert
1
6%
unter 30 USt
0
Keine Stimmen
30 USt (Einführungsphase das DJI-Curriculums)
2
13%
31-60 USt
5
33%
60-120 USt
3
20%
120-156 USt
0
Keine Stimmen
160 USt
0
Keine Stimmen
160 USt mit Abschlußprüfung
4
26%
 
Abstimmungen insgesamt : 15

Unterrichtsumfang "Grundqualifizierung"

Beitragvon Andrea am Samstag 20. Januar 2007, 15:29

Hallo,

für die Pflegeerlaubnis benötigt man in der Regel einen Kurs zur Kindertagespflege. Da die einzelnen Bundesländer/Städte in den Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind möchte ich gerne hier einen Austausch zur "Grundqualifizierung" starten

Wieviel Unterrichtsstunden werden bei euch als "Grundqualifizierung" gefordert?

Wäre toll wenn ihr nach der Abstimmung uns hier noch die Stadt/Bundesland mitteilt :D
Zuletzt geändert von Andrea am Montag 23. Juli 2007, 17:23, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
Andrea :elefant:
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Beitragvon Andrea am Samstag 20. Januar 2007, 15:36

Hallo,

bei uns in XY/NRW reichen derzeit 30 USt zum beantragen der Pflegeerlaubnis.

Ich hoffe das irgendwann hier eine Regelung kommt, die Tagespflegepersonen dazu verpflichtet, sich im Jahr mit X USt weiterzubilden. :wink:
Zuletzt geändert von Andrea am Donnerstag 29. Juli 2010, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
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Beitragvon Claudia am Samstag 20. Januar 2007, 15:38

Als Dozentin und Erzieherin hast du sicher einen guten Vergleich...


Findest du die 30 Std. ausreichend?
Liebe Grüße!
Claudia
:hack:

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Beitragvon Andrea am Samstag 20. Januar 2007, 18:50

Claudia hat geschrieben:
Findest du die 30 Std. ausreichend?


Auf Dauer gesehen: NEIN!

Ich möchte dazu Frau Peters zitieren, die den Artikel zur Kindertagespflege hier im Ort geschrieben hat. Leider ist der Kommentar nur gedruckt worden und ist nicht online abrufbar:
"Ein Ausbau der Kinderbetreuung bis 2010 - flexibel und bedarfsgerecht - das wird ohne Tagesmütter kaum möglich sein. Schon allein deshalb muss auf Qualifizierung noch mehr Wert gelegt werden. In Deutschland gibt es Zertifizierungen, Siegel, TÜV-Plaketten - alles wird geprüft und getestet. Nur bei der privaten Kinderbetreuung bewegt sich noch viel im Graubereich. In ... wird immerhin ein Qualifizierungskursus von 30 Stunden verlangt, bevor Tagesmütter eine Pflegeerlaubnis bekommen. Aber reicht das aus? In der Familienbildungsstätte gibt es deshalb auch nicht nur den Grundkursus, sondern auch einen Fortbildungskursus für Tagesmütter.


Dem kann ich so nur aus tiefstem Herzen zustimmen!
Ich finde für den Anfang reichen 30 UST um sich der Verantwortung bewusst zu werden die man mit der Tagespflege übernimmt. Die Einführungsphase (Grundlage ist bei uns das DJI-Curriculum) ist ein Prozess der Entscheidungsfindung. Neben pädagogischen, rechtlichen & finanziellen Rahmenbedingungen geht es auch um ein Bewusst machen der eigenen, persönlichen Grenzen und Möglichkeiten. In der Einführungsphase erfährt man alles notwendige um mit der Tagespflege zu beginnen.

Die Vertiefungsphase des Curriculums beschäftigt sich mit den Oberthemen:
Förderung von Kindern
Kooperation und Kommunikation mit den Eltern
Arbeitsbedingungen der Tagespflegeperson

Als Erzieherin und aufgrund des gesetzlichen Förderauftrages finde ich gerade den ersten Punkt –Förderung von Kindern- mehr als wichtig. Dazu biete ich ja auch den Fortbidlungskurs an.

Allgemeine Gedanken mal zur Ausbildung:

    Natürlich wäre es toll wenn Kindertagespflege ein anerkannter Beruf werden würde, evt. dann mit Ausbildung- ABER: dann fallen all die tollen, engagierten TPFP’s (Tagespflegepersonen) weg die diese Aufgabe nur während der Betreuung ihrer Kinder wahr nehmen. Viele machen dies nur für ein paar Jahre bis die eigenen Kinder groß sind um dann wieder in den Beruf einzusteigen.

    Es wäre toll, wenn hier, das komplette Curriculum gefordert werden würde – ABER: Wer soll das bezahlen? Das komplette Curriculum mit anschließender Zertifizierung vom Tagesmütter-Bundesverband kostet ca. zwischen 450-800,- €.

    Natürlich bin ich FÜR einen Ausbau der Qualifizierung – aber dann nur mit staatlicher Ausbildungsfinanzierung und mit einer Anhebung der Betreuungskosten. Denn mal ganz ehrlich würdet ihr für 3-6,- € die Stunde BRUTTO arbeiten gehen. Und euch dann noch mit den ganzen Rechtlichen Sachen auseinandersetzten müsst!

    Jetzt könnt man argumentieren: ja, 3-6 € pro Kind und die TPFP darf doch bis zu 5 Kinder aufnehmen. Clever, ABER: viele nehmen nur ein Kind weil sie nicht mehr Platz haben und auch nicht mehr betreuen möchten (eigene Grenzen und Möglichkeiten). Wenn man dies ändert haben wir nur noch „kleine Einrichtungen“. Das familiäre, was die Tagespflege ausmacht, fällt dann weg.

UND TPFP’s haben in der Regel einen entscheiden Vorteil zur gerade fertigen Erzieherin: Lebenserfahrung und die Erfahrung der Erziehung eigener Kinder. Finde ich ein wichtiges erwähnenswertes Kriterium!

Ich denke das in den nächsten Jahren noch viel Bewegung in den Tagespflegemarkt kommt. Mit der neuen Gesetzgebung ist ein entscheidener Schritt in die richtige Richtung geschehen.
Tagespflege wird qualitativer - auch mit kleinen Schritten kommt man irgendwann ans Ziel :wink: .
Von daher bin ich auch mit 30 UST erst einmal zufrieden denn das ist immer noch besser als die Ausgangssituation vor KICK (keinerlei Verpflichtung zu einem Kurs, jeder der wollte konnte bis zu drei Kindern betreuen – wurde nicht durch das Jugendamt geprüft!, ...)
Zuletzt geändert von Andrea am Donnerstag 29. Juli 2010, 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
Andrea :elefant:
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Beitragvon susi1280 am Samstag 10. Februar 2007, 14:34

Wir hier - in Niederbayern - haben momentan einen 60stündigen Qualikurs zu absolvieren; und die Auflage uns an mind. 15 Std. im Jahr weiterzubilden!
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Beitragvon Andrea am Mittwoch 14. Februar 2007, 19:01

Hallo Susi,

vielen Dank für deine Rückmeldung! Welche Themen habt ihr in den 60 Stunden besprochen?
Liebe Grüße
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Beitragvon susi1280 am Donnerstag 15. Februar 2007, 13:08

Puhhh...dann Liste ich mal kurz auf!
Stecke noch mitten im Kurs und habe daher noch nicht alles durch...

Einführungsphase

- Einführung in die Kindertagespflege
- Berufsbild, Anforderungen der Tagespflegeperson (TPP)
- Warum will ich TPP werden?

- Aufgaben, Rechte, Pflichten, Finanzielle Grundlagen
- Betreuungsvertrag, Steuerrecht, Aufsichtspflicht, Schweigepflicht etc.

- Tagespflege aus Sicht des Kindes, Eltern, TPP
- Das Kind in 2 Familien
- Eingewöhungsphase
- Welches Kind passt zu mir / Welche Erwartungen habe ich?
- Erziehungspartnerschaft - Rollenverstärkung
- Warum geben Eltern ihr Kind in TP?

Aufbauphase

- Entwichlung des Kindes, Verständnis, förderliche Entwicklung...
- Erziehung, Stile, schw. Situationen
- Bildungsauftrag TP, Bildungsprozesse, Förderung im Alltag
- Zusammenarbeit mit den Eltern, Kooperation & Kommunikation
- Kreativer u. konstruktiver Umgang mit Konflikten

- Reflexion u. Ausblick
- Individuelle Reflexion
- Berufliche Perspektiven

Das düfte so in etwa alles gewesen sein!
susi1280
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Beitragvon Andrea am Dienstag 20. Februar 2007, 23:06

Hallo Susi,

danke für deine Rückmeldung! Sehr interessant.

Bist du zufrieden mit deinem Kurs? Mit deiner Gruppe?
Betreust du schon ein Tageskind?
Liebe Grüße
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Beitragvon befana am Mittwoch 21. Februar 2007, 09:04

Hallo susi,
wieviele Stunden hattet ihr, um all diese Themen zu besprechen?

Welches Kind passt zu mir / Welche Erwartungen habe ich?

Über diesen Satz bin ich schon des öfteren gestolpert wenn es um Tagespflege ging.
In den öffentlichen Einrichtungen wird nicht danach gesehen, welches Kind passt, sondern, welche Plätze sind frei.
Oder geht es eher um organisatorische Bedingungen die passen müssen?
Lieben Gruss
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Beitragvon susi1280 am Mittwoch 21. Februar 2007, 09:41

Ich betreue bereits zwei Tageskinder. (Junge (4Jahre) & Mädchen (17 Wochen)

Wie lange wir für die einzelnen Themen benötigten kann ich so gar nicht sagen.
Wir haben Fr. u. Sa. jeweils 6 bzw. 8 Stunden am Stück und dann werden halt mehrere Themen besprochen.

Wirklich mitnehmen konnte ich bisher noch nichts, außer dem Erfahrungsaustausch mit anderen Tamüs!

Die Gruppe ist sehr gemischt und daher sind die Ansatzpunkte u. Einstellungen der anderen Teilnehmer schon interessant!

Den Punkt: "Welches Kind passt zu mir?" musst du differenzierter betrachten. Es geht hier doch eher ums organisatorische...
Wenn du als Tagesmutter bereits Kinder hast und sollst womöglich noch zu unmöglichen Zeiten weitere Kinder abholen, in den Kiga bringen und nebenbei 4 Kinder unterschiedlichen Alters bekochen, zum Mittagsschlaf bewegen usw., stößt so manch einer an seine Grenzen.
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