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Berliner Eingewöhnungsmodell

Beitragvon rodkulla am Dienstag 23. Oktober 2007, 18:25

Hallo,
morgen werde ich das erste Mal das Berliner Eingewöhnungsmodell in meinem Spielkreis praktizieren.Das Kind hat es zweimal nicht geschafft alleine zu bleiben und hat viel geweint, sodass es wieder abgeholt wurde.
Hatte heute ein sehr nettes und offenes Telefongespräch mit der Mutter und habe ihr diesen Vorschlag gemacht, den sie unterstützen möchte. Dankbar hat sie auch weitere Vorschläge angenommen und möchte sie anwenden, z. B. dass sie das Kind auch weinen lässt und ihr das zugesteht, was vorher nicht der Fall war.
Das Kind kommt einmal die Woche und ich bin sehr gespannt, wie die Eingewöhnung verläuft. Wir sind etwas in Zeitdruck, da die Mutter im Dezember Zwillinge bekommt, aber ihr ist es sehr wichtig, das ihre Tochter Spaß hat und ich finde es sehr bestärkend, dass die Mutter mitarbeitet.
Das erst mal zu den wichtigsten Umständen.
Hat jemand Erfahrungen mit diesem Modell im Spielkreis und wie habt ihr sie erlebt?

Freue mich sehr über verschiedene Anregungen und Meinungen.

Einen schönen Abend wünscht
rodkulla :D
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Beitragvon befana am Dienstag 23. Oktober 2007, 18:35

Da steht ihr wirklich unter Zeitdruck.
Und es ist gut, dass ihr es jetzt schon praktiziert und nicht erst, wenn die Zwillinge da sind.
Allerdings kann ich mir nicht richtig vorstellen, wie das Berliner Modell funktioniert, wenn sie nur einmal die Woche kommt.
Oder habe ich das falsch verstanden?
Zum Berliner Modell gehört nämlich auch, dass montags der gleiche Schritt gemacht wird, wie am Freitag zuvor, da das Kind zwei Tage nicht da war.

Wie alt ist das Kind?
Lieben Gruss
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Beitragvon Linda40 am Dienstag 23. Oktober 2007, 18:53

Liebe Rodkulla, :D

mensch ist ja keine einfache Eingewöhnung. :roll:

Ich habe auch verstanden, das das Kind nur einmal die Woche kommen soll. Da gestaltet sich die Eingewöhnung schon wirklich sehr schwierig. :roll:

Kann es in der Eingewöhnungszeit nicht öfter kommen? :wink:

Wünsche Dir gutes Gelingen. :wink:

Liebe Grüße
Linda :D
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Beitragvon engelein10 am Dienstag 23. Oktober 2007, 19:19

Hallo!

Ich kenne zwar dieses Model nicht, aber ich finde die Eingewöhnung bei nur einem Tag die Woche sehr schwierig. Grad in der Anfangszeit sollte das Kind öfters kommen um sich zu festigen.

Ich wünsche dir trotzdem ein gutes gelingen.
Du kannst ja mal berichten, wie es geklappt hat.
Gruß Vanny

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Beitragvon Andrea am Dienstag 23. Oktober 2007, 21:23

Hallo rodkulla,

wünsch euch viel Erfolg! Würde mich freuen, wenn du berichtest wie es klappt :D
Leider kann ich dir da mit Erfahrungen gar nicht weiter helfen, bei nur einem Tag natürlich auch recht schwierig.
Aber ich finde es toll, dass du und die Mutter dies so angehen wollt!
Liebe Grüße
Andrea :elefant:
----------
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Beitragvon rodkulla am Mittwoch 24. Oktober 2007, 12:28

So, heute war der erste "Berliner-Einwöhnungstag".
Danke vorerst für Euer Interesse.
Ja, ich finde es auch schwierig, dass das Kind einmal in der Woche kommt. Es ist auch so, dass die Kinder nur einmal in der Woche kommen. Ich habe zwar an zwei Vormittagen den Spielkreis, aber da die Nachfrage so groß ist, gibt es zwei Gruppen. An den anderen Tagen bin ich Tagesmutter.

Das Mädchen ist im Sommer zwei Jahre alt geworden. Ihr größerer Bruder war auch bei mir und sie ist auch für ihr Alter gut entwickelt, spricht gut und kennt auch den Ablauf der Gruppe. Zuhause spricht sie auch das Tischgebet - ist ihr wichtig - , aber sobald sie das Wort "Spielkreis" hört, möchte sie davon nichts wissen.

Heute lief es so:
Die Mutter hielt sich wirklich an die Vorschläge und saß auf einem Platz. Ihre Tochter fing nach einiger Zeit an, sich Spielsachen zu holen und spielte in der Nähe der Mutter. Ab und an sagte ich etwas zu ihr und es sie gab keine Antwort. Nach ca. einer Stunde ging die Mutter auf Toilette und das Kind weinte. Sie kam nach ca. zwei Minuten wieder zurück.
Nach dem Frühstück, wieder eine Stunde später ging die Mutter nochmals raus, nun weinte sie auch, aber ich durfte sie jetzt ansprechen, bzw. in den Arm nehmen. Natürlich habe ich zwischendurch immer mal Kontakt mit ihr aufgenommen und bekam immer öfter positive Rückmeldung von ihr. Kleine Fortschritte!!
Die Mutter und ich sind so verblieben, dass wir es das nächste Mal so ähnlich machen und schauen, wie es dem Mädchen dabei geht.

Noch eine Info: Das erste Mal im Spielkreis blieb die Mutter dabei, eine Woche später ging alles ohne Weinen und gut, 3.Mal weinte sie ohne sich zu beruhigen, ich rief den Vateer an(Mutter verhindert), in der Zwischenzeit hat sie aufgehört zu weinen und blieb (der Vater ging, ohne seine Tochter gesehen zu haben). Die nächsten Male (ich glaube 2mal )ging nichts mehr und sie musste abgeholt werden.

So, das reicht; ich bin guter Dinge, da die Mutter mitmacht und ich immer positiv denke. :D

Bis bald,
rodkulla
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Beitragvon rodkulla am Mittwoch 31. Oktober 2007, 13:30

Hallo,
so, der zweite Eingewöhnungstag ist vorbei.
Wir haben es so praktiziert wie das erste Mal. Mutter ging auf Toilette, Kind weinte, suchte Trost bei der anderen anwesenden Mutter. Ist auch vollkommen in Ordnung.
Zweiter Versuch: die Mutter ging zum Geschirrspülen mit der anderen Mutter, Kind weinte, hörte auf, weinte nochmal kurz und hörte dann ganz auf und hat begeistert den Abschluss-Stuhlkreis mitgemacht !! :D :D :D
Natürlich kam die Mutter wieder rein. Also, wir sind guter Hoffnung; nächstes Mal basteln wir mit den Müttern zusammen Laternen und dann geht es in zwei Wochen weiter.
Die Mutter erzählte auch, dass die Tochter im Moment sehr, sehr selbstständig ist, und sich auch schon alleine anzieht und alles alleine machen möchte. Dass könnte auch ein Grund sein für ihr Ablöseproblem, da sie den Rückhalt braucht: Kind löst sich, braucht aber noch den sicheren Hafen.

Ich bin sehr entspannt und sehe gute Möglichkeiten, dies alles zu bewältigen.

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Beitragvon Linda40 am Mittwoch 31. Oktober 2007, 13:36

Hallo Rodkulla, :D

na das liest sich doch sehr gut. :wink:

So wie Du es beschrieben hast, ist es doch schon toll. :lol:

Ihr seid sicherlich auf einem guten Weg. :wink:
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Beitragvon rodkulla am Mittwoch 31. Oktober 2007, 13:49

Danke, Linda,
für Deine schnelle Antwort. :)
Ja, ich glaube auch, dass wir es bald geschafft haben und ich gebe auch nicht so schnell auf, die Mutter auch nicht. Es lohnt sich immer, eine gute Vertrauensbasis zu haben und miteinander zu arbeiten.

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Beitragvon Linda40 am Mittwoch 31. Oktober 2007, 13:55

Ja, eine gute Vertrauensbasis ist wirklich sehr wichtig. :wink:

Freue mich für Dich, das die Mutter da so gut mitarbeitet. :lol:
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