Fachbücher nehmen wir hier selbst kritisch unter die Lupe.
(Für alle User offen.)

Lob der Disziplin

Beitragvon Claudia am Freitag 2. November 2007, 10:35

Hallo!

Eigentlich ein Muss, dieses Buch (und natürlich auch das "Gegenbuch")!

"Lob der Disziplin - Eine Streitschrift" (Autor: Bernhard Bueb)
Liebe Grüße!
Claudia
:hack:

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Beitragvon Kerstin am Dienstag 13. November 2007, 02:48

Dieses Buch habe ich für meine Ausarbeitung "Diskussion der Disziplin" gelesen. Fachwissen kann man daraus meiner Meinung nach nicht ziehen, aber durchlesen kann man es ja ruhig mal. :wink: Ist ja schließlich ein Bestseller. :P

Auszüge aus meinem Resümee:

(...) "Die Kernaussagen sind Binsenweisheiten und nicht anzufechten, das steht außer Debatte, nicht aber die Begründungen. Sicher, es ist nicht immer jedem im Bewusstsein, aber wozu auch!? Das es beispielsweise ohne Ziele keine Zukunftsperspektiven gibt, ist doch nicht zu dementieren. (vgl. Bueb 2006, S. 13)" (...)

(...) "Von einem Pädagogen, der als Untertitel seines Buches „Eine Streitschrift“ hat, erwarte ich fachliche Kompetenz und nicht nur Anekdoten. Er schreibt in seinem Buch über eigene Kindheitserlebnisse und beschreibt die einwandfreien erzieherischen Verhaltensweisen der eigenen Mutter. „Sie war streng und trotzdem eine liebende Mutter“ [Bueb 2006, S. 80]." (...)

(...) "Wozu soll das Buch dienen? Es ist keine Hilfestellung für die Erziehung, sondern eher eine Idealvorstellung unserer Gesellschaft. Die Gesellschaft ist wachgerüttelt worden und weiß nun, dass es an Disziplin fehlt, aber einer Verbesserung dieser Situation kann durch das Lesen des Buches nicht erreicht werden. Das finde ich schade, denn das hätte ich von diesem Buch erwartet. Schließlich wurde es von Bernhard Bueb, einem erfahrenen Pädagogen verfasst. Er selbst erläutert die Wortbedeutung des „Pädagogen“, welche übersetzt aus dem Griechischen ins Deutsche „Knabenführer“ heißt. Also, wieso gibt er nicht eine Führung, der die unwissenden Laien folgen können?" (...)

(...) Durch das Einbeziehen seiner Erfahrungen schafft er ein weites Feld, denn viele Situationen haben Eltern, Lehrer und Erzieher sicher ähnlich erlebt. Der Masse gegenüber macht er sich schwer angreifbar, auch weil man seine Kernaussagen nicht negieren kann. Er gewinnt so seine Befürworter." (...)

(...) "Meiner Meinung nach wählt Bueb einen guten Ansatz, indem er das Gleichgewicht in der Erziehung zwischen Liebe und Disziplin wiederherstellen möchte. Seine Aussage wird da-durch bestätigt, dass sich die reformpädagogischen Erziehungsstile wie beispielsweise die antiautoritäre sowie antipädagogische Erziehung über die Jahre nicht durchsetzen konnten. Allerdings scheiterten diese nicht nur weil den Kindern die Leitbilder fehlten, sondern auch wegen der mangelnden Umsetzbarkeit in die bestehende Gesellschaft." (...)

usw. :wink:
Kerstin :-D
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Beitragvon Claudia am Dienstag 13. November 2007, 02:56

Wow. Toll, danke!

Ich kann deine Zeilen (außer bei der Gleichstellung Pädagoge und Lehrer :wink: ) ebenfalls bestätigen!
Liebe Grüße!
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Beitragvon Kerstin am Dienstag 13. November 2007, 03:02

...na gut, ok, was habe ich da nur gleichgesetzt. :wink: Ich möchte noch ergänzen, dass er ja sogar Schulleiter war. :P
(Diese Ausarbeitung habe ich im ersten Semester geschrieben, vielleicht ist das eine Entschuldigung dafür!) :wink:
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Beitragvon kati am Dienstag 13. November 2007, 08:56

@Claudia,

hast du sowohl das Buch von Bueb als auch von Brumlik komplett gelesen? Ich habe mir nach der Diskussion, die die beiden im ZDF geführt haben auch überlegt ob ich sie mir kaufen soll.

@Kerstin

du hast ja anscheinend viel davon gelesen, würdest du sagen, dass es nachvollziehbar für einen Zweitsemester ist (du hast es ja im ersten Semester gelesen, kamst du damit gut zurecht?)?

Liebe Grüße,

Kati
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Beitragvon Claudia am Dienstag 13. November 2007, 10:37

kati hat geschrieben:@Claudia,

hast du sowohl das Buch von Bueb als auch von Brumlik komplett gelesen? Ich habe mir nach der Diskussion, die die beiden im ZDF geführt haben auch überlegt ob ich sie mir kaufen soll.

Nein, das Buch vom Brumlik bisher nur überflogen..

Aber gerade der Schreibstil von Bueb ist wirklich nicht sonderlich fachlich, da geb ich Kerstin 100% Recht...
(Ich muss an der Stelle nicht darüber diskutieren. :lol: Aber dann ist der gute Herr Bueb eben "erfahrener Lehrer und Schulleiter" (-offzieller Pädagoge wird er so in dem Leben auch nicht mehr.)
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Beitragvon kati am Dienstag 13. November 2007, 10:44

Okay, danke schön!! :D
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Beitragvon Kerstin am Dienstag 13. November 2007, 11:09

kati hat geschrieben:@Kerstin

du hast ja anscheinend viel davon gelesen, würdest du sagen, dass es nachvollziehbar für einen Zweitsemester ist (du hast es ja im ersten Semester gelesen, kamst du damit gut zurecht?)?

Liebe Grüße,

Kati


Also, mit "Lob der Disziplin" kam ich sehr gut zurecht, außer meiner innerlichen Aufregung, was er für Beispiele anführt, aber ich würde es als "leichte" Lektüre bezeichnen. Man kann es gut und zügig lesen, finde ich. (Ich habe mir das Buch damals gekauft, aber es ist auch in einigen Büchereien ausleihbar, falls du es nicht kaufen möchtest. :wink:)

"Vom Missbrauch der Disziplin" hingegen, habe ich auch nur einige Kapitel gelesen und muss gestehen, dass ich mir dafür mehr Zeit nehmen musste. :oops: Bisher bin ich leider auch nicht dazu gekommen, es komplett durchzulesen, aber es ist sicher lesenswert.
Ich kann es Dir aber empfehlen. :wink:
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Beitragvon kati am Dienstag 13. November 2007, 16:37

Auch dir vielen lieben Dank, Kerstin!!!
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Beitragvon Kerstin am Dienstag 13. November 2007, 16:49

kati hat geschrieben:Auch dir vielen lieben Dank, Kerstin!!!

...immer gerne wieder :D
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