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Erfahrungsberichte Sprachlerntagebuch

Beitragvon befana am Dienstag 13. November 2007, 23:30

Seit einem Jahr gibt es für die Kinder in Berliner Einrichtungen ein Sprachlerntagebuch.
Da wir auch Entwicklungsordner führen, die sehr reichhaltig sind, war ich anfangs nicht so angetan von dieser Anordnung.
Nun ist ein Jahr vergangen und ich konnte die ersten Erfahrungen damit machen.

Im letzten Jahr lief es noch sehr durcheinander, da es ab dem 3.Lebensjahr geführt werden soll, manche Kinder aber schon 5 Jahre alt waren.
Diese Kinder durften zwar zum Thema, aber quer durch's Buch arbeiten, unabhängig von ihrem Alter.
Mittlerweile haben wir auch mit den jüngeren Kindern angefangen und arbeiten uns chronologisch durch.
Kinder die keine Lust haben, werden nicht überredet, auch auf die Gefahr hin, dass das Buch leer bleibt.
Aber so, wie es aussieht, werden dies wohl Sonderfälle sein, denn bisher besteht eine rege Nachfrage nach diesen Büchern.
Die Kinder sind dabei sehr ideenreich und erzählen viel mehr als vorher. Oder liegt es daran, dass wir nun gezielter zuhören und es schriftlich festhalten?
Ich bin jedenfalls positiv überrascht.

Wenn man z.B. die Bilder und die Aussagen zum Thema Familie vergleicht, wie die Kinder letztes Jahr gemalt und erzählt haben, ist es schon faszinierend, wie sie sich entwickelt haben.
Die Entwicklung haben wir auch vorher schon gesehen und schriftlich festgehalten, aber nicht im direkten Vergleich.
Auch für die Eltern ist es spannend, diese Bücher zu betrachten.

Eigentlich sollten diese Bücher, sofern die Eltern es wünschen, an die Schulen weitergereicht und dort fortgesetzt werden.
Ich frage mich nur, welche Lehrer sich die Mühe machen, wirklich reinzusehen und das Kind dadurch besser kennen zu lernen.
Lieben Gruss
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Beitragvon Linda40 am Mittwoch 14. November 2007, 06:28

Liebe Befana, :D

danke Dir für Deinen interessanten Bericht. :wink:

Wir Tagesmütter arbeiten ja erst seit dem Sommer mit dem Sprachlerntagebuch. :roll: Eltern, wie auch einige Kolleginnen tun sich damit noch schwer. :roll: Es hat viele Eltern gegeben, die darin eher eine "Kontrolle" ihres Kindes gesehen haben. :roll:

Die Eltern meiner Tageskinder haben es gut angenommen, leider müssen sie aber immer erinnert werden, das Sprachlerntagebuch wieder mitzubringen. Es ist manchmal einige Wochen bei ihnen.

Es gibt auch Eltern, die arbeiten nicht wirklich gerne daran, so sind manche Seiten überhaupt nicht ausgefüllt.

Ich denke, da ist hier noch einiges an Aufklärungsarbeit nötig. :roll:

Uns wurde auch gesagt, wenn Eltern da nicht wirklich aktiv daran mitarbeiten möchten, dann sollen wir es für unseren Teil, wie gut es eben möglich ist führen.

Wie ist das bei Euch? Habt Ihr Eltern, die da nicht gerade mit Begeisterung dabei sind? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Es dann in die Schule zu übergeben würde ich auch sehr gut finden. Aber wie Du schon geschrieben hast, bezweifle auch ich das sich Lehrer das ansehen bzw. dafür auch wenig Zeit bleibt. :roll:
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Beitragvon engelein10 am Mittwoch 14. November 2007, 21:54

Hallo!

Ich finde das Sprachlerntagebuch sehr gut.
Ich habe es mir damals zur Ansicht aus gedruckt.
Leider arbeiten wir in Düsseldorf nicht damit.
Wir schreiben auch nur für uns unsere Beobachtungen auf.
Finde ich manchmal ein bisschen dürftig.
Gruß Vanny

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Beitragvon Christiane am Donnerstag 15. November 2007, 07:53

Hallo Ihr lieben
Ich finde das Sprachlerntagebuch auch toll, aber irgendwie muss meine Fortbildung hier andere Aussagen gegeben haben :roll:
Also uns wurde gesagt das das "Buch" nicht aus der Hand gegeben werden soll, erst wenn die Betreuung beendet ist.
Auch die Persönlichen Seiten füllen wir in Einzelgesprächen gemeinsam aus, wo auch nicht alles ausgefüllt werden muss, wenn die Eltern das nicht wollen.

Hat bei mir bis jetzt super geklappt, die Infos die dadurch bei mir ankamen, sind doch umfangreicher als bis her, gerade bei "neuen" Kids.

Daumen hoch für das Sprachlerntagebuch.
Liebe Grüße aus Berlin von Christiane
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Beitragvon Linda40 am Donnerstag 15. November 2007, 08:06

Liebe Christiane, :D

uns wurde gesagt, das Kinder und Eltern jederzeit Zugang zu den Büchern haben sollten. Sie dürfen die Bücher auch mit nach Hause nehmen und zu Hause daran arbeiten. Das wurde sogar gewünscht. :wink: Ist übrigens hier auch in den Kindergärten so. Da bekommen die Eltern auch die Bücher für eine Zeit mit nach Hause.

Was sie nicht ausfüllen möchten, das müssen sie auch nicht und wenn sie das Buch nicht führen möchten, dann müssen sie das auch nicht. Das ist ja freiwillig. Ebenso die Übergabe in den Kindergarten.
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Beitragvon befana am Donnerstag 15. November 2007, 17:57

Linda hat geschrieben:Es gibt auch Eltern, die arbeiten nicht wirklich gerne daran, so sind manche Seiten überhaupt nicht ausgefüllt.
Ich denke, da ist hier noch einiges an Aufklärungsarbeit nötig. :roll:

Darüber haben wir uns nie Gedanken gemacht.
Es ist für uns selbstverständlich, dass die Eltern darin mit ihren Kindern arbeiten dürfen, aber nicht müssen.
Auch die ersten Seiten (Angaben zur Familie) müssen die Eltern nicht ausfüllen, zumal sie bei uns im Erstgespräch fast die gleichen Fragen gestellt bekommen.
Es ist bestimmt für die Eltern ein Unterschied, ob sie diese Seiten zu Hause ausfüllen, oder mir im Gespräch meine neugierigen Fragen beantworten.
Auch ich würde mich mit solch einem Fragebogen alleingelassen und ausgehorcht fühlen.
Aus Datenschutzgründen sollten diese Seiten auch gesondert aufbewahrt werden.
Sie sind bei uns leer, da wir unseren selbstentworfenen Fragebogen im Entwicklungsordner aufbewahren.

Linda hat geschrieben:Wie ist das bei Euch? Habt Ihr Eltern, die da nicht gerade mit Begeisterung dabei sind? Wenn ja, wie geht ihr damit um?

Unsere Eltern sehen es positiv. Sie machen sich eher Gedanken um die Arbeit die wir damit haben, da wir für jedes Kind auch einen sehr ausführlichen Entwicklungsordner anlegen.

Linda hat geschrieben:Das ist ja freiwillig. Ebenso die Übergabe in den Kindergarten.

Das finde ich als Erzieherin sehr schade, da ich schon neugierig bin, wie bisher die Entwicklungsschritte der Kinder waren.
Es wäre auch sehr hilfreich für uns, die Kinder aus dem Blickwinkel der Tagesmütter kennenzulernen, solange er positiv ist. :wink:
Lieben Gruss
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Beitragvon Claudia am Donnerstag 15. November 2007, 18:22

befana hat geschrieben:
Linda hat geschrieben:Das ist ja freiwillig. Ebenso die Übergabe in den Kindergarten.

Das finde ich als Erzieherin sehr schade, da ich schon neugierig bin, wie bisher die Entwicklungsschritte der Kinder waren.
Es wäre auch sehr hilfreich für uns, die Kinder aus dem Blickwinkel der Tagesmütter kennenzulernen, solange er positiv ist. :wink:

Genau solange er positiv ist. :wink:
Ich bin gegen eine unreflektierte/grundsätzliche Weitergabe von Unterlagen. (Übrigens auch von Kiga zu Schule!)
Hier besteht einfach leider auch die Gefahr des Labels, von welchem das Kind dann auch in der Schule nicht wegkommt...
(Aber das ist ja eigentlich ein anderes Thema. :wink: )
Liebe Grüße!
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Beitragvon befana am Donnerstag 15. November 2007, 18:35

Claudia hat geschrieben:Genau solange er positiv ist. :wink:
Ich bin gegen eine unreflektierte/grundsätzliche Weitergabe von Unterlagen. (Übrigens auch von Kiga zu Schule!)
Hier besteht einfach leider auch die Gefahr des Labels, von welchem das Kind dann auch in der Schule nicht wegkommt...
(Aber das ist ja eigentlich ein anderes Thema. :wink: )

Da gehe ich einfach mal von mir aus. :P
Mir ist es wichtig, dass die Berichte positiv sind.
Die Gefahr, dass das Tagebuch negativ ausfällt, ist bei richtiger Handhabung auch sehr gering, da immer danach gefragt wird, was das Kind kann und nicht, was es nicht kann. :wink:
Andererseits kann man in allem auch negatives lesen.
Es ist für mich völlig ok, dass die Eltern selbst entscheiden können, wem und wann sie das Buch zeigen, egal, wie neugierig ich bin.
Aber danach fragen werde ich schon. :oops: :wink:
Lieben Gruss
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Beitragvon engelein10 am Mittwoch 14. Mai 2008, 11:22

Hallo!

Arbeitet eigentlich schon jemand mit dem Sprachlerntagebuch?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
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Beitragvon befana am Mittwoch 14. Mai 2008, 11:47

Eigentlich müsste die Frage eher lauten: "Wer arbeitet in Berlin nicht damit?"
Denn das Sprachlerntagebuch ist für alle Institutionen in Berlin verpflichtend.

Hast du genauere Fragen zu den Erfahrungen?
Denn einiges hatte ich schon geschrieben. :D
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