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H.pfl.: Berufsausbildung - Qualität und Quantität!?

Beitragvon Claudia am Samstag 27. Januar 2007, 12:26

Hallo :)

Varriert die Ausbildung zur/zum "HeilerziehungspflegerIn" auch von Bundesland zu Bundesland?
Welche Voraussetzungen werden benötigt? Finde ihr diese ausreichend?

Wie empfandet/empfindet ihr die Ausbildung?
Seid ihr zufrieden?
Fühlt ihr euch "ausreichend" ausbildet?
Habt ihr euren Berufsweg bisher mal bereut? Warum (nicht)?
Ist die Ausbildung bezüglich Qualität und Quantität angemessen?
Wie steht ihr zur Aufteilung von Theorie und Praxis während der Ausbildung?
Wie steht es um die "Berufsabgrenzung" zu Heilpädagogen/ErzieherInnen/... ?


Da bin ich doch mal sehr gespannt.

:D
Zuletzt geändert von Claudia am Montag 14. Mai 2007, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße!
Claudia
:hack:

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Beitragvon Hep 78 am Sonntag 28. Januar 2007, 18:23

So ein paar Antworten:

1.
Wie empfandet/empfindet ihr die Ausbildung?


- Sehr interessante Ausbildungsthemen und Fächer

- Sehr häufige Klausuren, insbesondere im Unterkurs (manchmal hatte ich sogar 6 Klausuren) in einer Woche

- hoher Praxisbezug durch das Fach "Fachpraxis" und der Tatsache das die Ausbildung berufsbegleitend erfolgt.

- Zeitweise sehr anstrengend durch die Doppelbelastung Arbeit/Schule

2.
Seid ihr zufrieden?


kommt darauf an mit was. :roll:
- mit den Ausbildungsinhalten :ja

3.
Fühlt ihr euch "ausreichend" ausbildet?


- Ich schon
das hängt aber natürlich hauptsächlich vom Arbeitsfeld ab. Da man als HEP in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen arbeitet (geistig/körperlich behinderte, leicht/schwer behinderte, psychisch kranke, Kinder, schwererziehbare Jugentliche usw.) halte ich aber Fortbildungen zu dem jeweiligen Klientel, in einigen Fällen für notwendig.

In jedem Fall stellt die Ausbildung einen "soliden Grundstock" für die genannten dar. :D

4.
Habt ihr euren Berufsweg bisher mal bereut? Warum (nicht)?

Nein:
- Bin mit meinem Arbeitsfeld und meinen Kolegen zufrieden
- Könnte mich in verschiedene Richtungen weiterbilden
- Hatte Glück einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu den alten Konditionen (BAT5c) zu bekommen.

5.
Ist die Ausbildung bezüglich Qualität und Quantität angemessen?

- Qualität: ja
- Quantität: jein
Durch die vielen Facher auch viele Klausuren nötig (siehe 1.). Man wird also zu Beginn sehr unter Stress gesetzt.
Der Vorteil:
Ähnliche Stresssituationen findet man auf der Arbeit, als Fachkraft immer wieder. Da man oft mehrere,verschiedene Tätigkeiten gleichzeitig bewältigen muss. (med. Versorgung, Therapeut. Gespr., individuelle Förderungen, Schriftverkehr mit Behörden und Betreuern usw.)

6.
Wie steht ihr zur Aufteilung von Theorie und Praxis während der Ausbildung?


- Durch das Prüfingsfach "Fachpraxis" kann sehr gut ermittelt werden, in wie weit der Schüler in der Lage ist, theoretische Inhalte praktisch umzusetzen und in den Tagesablauf zu integrieren.

7.
Wie steht es um die "Berufsabgrenzung" zu Heilpädagogen/ErzieherInnen/... ?


- Heilpädagoge:
Hat einen größeren Pädagogischen Hintergrund aber keine Pflegerischen Inhalte während seiner Ausbildung. Wir hatten z.B. mehrere Lehrer die Heilpädagogen waren (PML, Sprachentwicklung, Fachpraxis, Spiel und Bewegung usw.)

- Erzieher (ohne Gewähr)
Haben während der Ausbildung keine pflegerischen Inhalte, sind auf Kinder spezialisiert. Die Ausbildung der Hep´s geht mehr in die Breite weil ein größerer Bereich abgedeckt werden soll. (Siehe 3.)
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Re: Berufsausbildung - Qualität und Quantität!?

Beitragvon Muchai am Dienstag 27. Februar 2007, 01:27

Hallo,

Claudia hat geschrieben:Wie steht es um die "Berufsabgrenzung" zu Heilpädagogen/ErzieherInnen/... ?

Wer frühzeitig weiß, daß er im heilpädagogischen Bereich arbeiten will, sollte nach meinen Erfahrungen die HEP-Ausbildung machen. Mein Eindruck ist, daß die Erzieherausbildung den (weiten) Bereich nur anschneidet.

Ich kann es allerdings nicht nachvollziehen, warum in Kindergärten keine Heilerziehungspfleger/innen vorgesehen sind. Es gibt in meinen Augen genügend Schnittpunkt.

Es grüßt Muchai
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