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Sitzen bleiben? Wird abgeschafft!

Beitragvon befana am Freitag 9. Mai 2008, 07:49

Welt-online hat geschrieben:Jedes Jahr rücken deutschlandweit 60 000 Gymnasiasten nicht in die nächste Jahrgangsstufe vor. 2000 waren es bundesweit noch 3,2 Prozent aller Gymnasiasten, die eine Klasse wiederholt haben, im vergangenen Schuljahr nur noch 2,4.[...]
[...]hat nicht den Zweck, letztlich Schülern zu helfen. Es hat den Zweck zu verhindern, dass man eigene Wiederholungsklassen einrichten muss für die G9-Schüler, weil die ins G8 nicht reinpassen, wenn sie durchfallen."
[...]
Das klingt kompliziert, erklärt sich aber durch die Verkürzung der Schulzeit an den Gymnasien. Vor allem im letzten Jahrgang des neunjährigen Gymnasiums (G9) dürfen Schüler nicht sitzen bleiben. Denn Wiederholer müssten ins G8 wechseln und wegen der neuen Lehrpläne eigentlich gleich zwei Jahre zurückgestuft werden. Dann müssten sie aber mit jüngeren Schülern lernen.
In Berlin und Hamburg hofft man längst auf weniger Wiederholer. In der Hansestadt einigte sich die künftige schwarz-grüne Regierung darauf, Schüler, die erst einmal auf dem Gymnasium sind, bis zur zehnten Klasse nicht herunterzustufen. Auch die Ehrenrunde soll künftig tabu sein.
[...]
Ende Januar verschickte das Münchner Kultusministerium an alle Schulleiter eine E-Mail. Darin werden sie aufgefordert, "die Lehrkräfte weiterhin dafür zu sensibilisieren, dass ein gutes Gymnasium die Schüler entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit fördert und unterstützt". Konkreter wird die E-Mail am Ende. Da heißt es, dass die Ministerialbeauftragten gebeten wurden, "auf Schulen, die auffallend hohe Quoten von Schulabgängern und Wiederholern aufweisen, zuzugehen, um sie gezielt zu beraten".


Welt-online

Aus pädagogischer Sicht ist ein "Sitzenbleiben" inzwischen mehr als überholt. Die GEW versucht noch zusätzlich die Mehrkosten für Wiederholer zu beziffern und kommt dabei auf einen Betrag von 4.000 Euro.

In der Praxis kommt Sitzenbleiben jedoch noch häufig vor: Schaut man in die Zahlen des Bundesamtes für Statistik haben im letzten Jahr gut 234.000 Schülerinnen und Schüler eine "Ehrenrunde" gedreht.

Wie so oft bleibt die banale Erkenntnis, dass es wenig bringt ganz am Ende des Problems zu "doktorn". Es gilt Sitzenbleiben zu verhindern, doch dann sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich, die fördern, motivieren und die entsprechende Klientel auffängt. Doch das wird mit Sicherheit auch Geld erfordern, das aber schlicht besser investiert ist.

reticon.de

Sitzen bleiben ist für den, der davon betroffen war, oft ein lebenslanger Makel.
Aber nützt es etwas, nur das Sitzenbleiben zu verhindern, ohne an den Umständen etwas zu verändern?
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Beitragvon Sophina am Freitag 9. Mai 2008, 07:59

Also, ich stehe dem Ganzen etwas kritisch gegenüber, sicher kann sitzenbleiben eine enorme psychische Belastung für den Einzelnen sein, ABER mal ganz realistisch und nicht motivationspädagogisch gesprochen, wer strengt sich denn noch an, wenn faulenzen keine Konsequenzen mehr hat? Und vor allem: Wie weit soll das Unterrichtsniveau denn dann noch sinken, wenn man Schüler "mitnehmen" muss, die schon das Schuljahr davor eigentlich nicht mehr geschafft haben?

Gibt es Länder, in denen schon länger nicht mehr sitzengeblieben wird? Und gibt es Studien aus diesen Ländern zu Noten, Leistungen, etc.?

P.S. Dass G8 bzw G9 dafür verantwortlich ist, war eigentlich klar... Aber das wiederum betrifft doch nur einen einzigen Jahrgang, oder?
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Beitragvon befana am Freitag 9. Mai 2008, 08:27

Sophina hat geschrieben:Gibt es Länder, in denen schon länger nicht mehr sitzengeblieben wird? Und gibt es Studien aus diesen Ländern zu Noten, Leistungen, etc.?

Ja, Finnland z.B.
Ich finde darüber zwar keine Studie, aber es gibt genug andere Indizien, die dafür sprechen.
Allerdings hat das Umsetzen hier in Deutschland mit Sicherheit nicht die erwünschten Auswirkungen, da nur das Sitzenbleiben reduziert wird, sich aber sonst am Schulsystem nicht viel ändert.

P.S. Dass G8 bzw G9 dafür verantwortlich ist, war eigentlich klar... Aber das wiederum betrifft doch nur einen einzigen Jahrgang, oder?

Darüber gesprochen wurde mehr oder weniger auch schon vor G8, da Sitzenbleiber schon immer ein Kostenfaktor waren.
Im Zusammenhang mit G8 ist das Thema nur wieder neu hervorgeholt worden.
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Beitragvon Sophina am Freitag 9. Mai 2008, 08:37

Danke Bianca, super interessanter Artikel - morgen wandern wir nach Finnland aus...

Und wenn ich es mal so überdenke, meine Skepsis dem Nicht-mehr-Sitzenbleiben gegenüber bleibt bestehen, allerdings schränke ich es auf Deutschland (und alle Länder mit vergleichbarem Bildungssystem) ein.
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Beitragvon befana am Freitag 9. Mai 2008, 08:46

Sophina hat geschrieben:morgen wandern wir nach Finnland aus...

Nicht ohne mich. :P

Sophina hat geschrieben:Und wenn ich es mal so überdenke, meine Skepsis dem Nicht-mehr-Sitzenbleiben gegenüber bleibt bestehen, allerdings schränke ich es auf Deutschland (und alle Länder mit vergleichbarem Bildungssystem) ein.

Da bin ich wirklich sehr gespalten.
Einerseits finde ich es eine wichtige Grenzsetzung für die, die wirklich faul sind, andererseits frage ich mich, was Schüler davon haben, wenn sie in zwei Fächern schlecht stehen, weil sie es wirklich nicht verstehen, aber alle Fächer wiederholen müssen, die im zu wiederholenden Jahrgang angeboten werden?
Diese Schüler erleben zum Frust, nichts verstanden zu haben und evt. Reibereien zu Hause auch noch den Verlust ihrer sozialen Gruppe. Aber daran ändern, dass sie es nicht verstanden haben, wird sich auch in dem einen Jahr nichts.
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Beitragvon Sophina am Freitag 9. Mai 2008, 09:00

befana hat geschrieben:Nicht ohne mich.

Gut, Du hast einen halben Tag zum packen :-).

Ansonsten wäre es auch mal wieder interessant zu sehen, ob überwiegend Schüler sitzenbleiben, die wirklich nur in einem oder zwei Fächern schlecht sind (ich glaube, man kann doch eine schlechte mit einer guten Note in jeweils einem Haupt- und Nebenfach ausgleichen, oder?) oder ob es die sind, die überwiegend Dreien und Vieren haben, so dass ihnen eine Fünf dann abschließend das Genick bricht.
Denen könnte ein wiederholtes Schuljahr vielleicht schon helfen. (Und wenn es böse gesagt nur das bringt, dass sie aus ihrer Schwätz- und Kicherecke in der Klasse rauskommen...)

Und abgesehen davon, was ist denn in unserem Schulsystem die Alternative? Schulwechsel (der einem dann unter Umständen Steine in den zukünftigen beruflichen Werdegang legt), oder Förderunterricht... Und über das zweischneidige Schwert der Nachhilfe haben wir ja im anderen Thread schon ziemlich ausführlich gesprochen...
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Re: Sitzen bleiben? Wird abgeschafft!

Beitragvon Muchai am Freitag 9. Mai 2008, 09:16

Guten Morgen,

befana hat geschrieben:Sitzen bleiben ist für den, der davon betroffen war, oft ein lebenslanger Makel.

Ich denke, der Makel ist für die Eltern häufig größer als für Sitzengebliebene selber. Das ist zumindest die Erfahrung, die ich gemacht habe. Ich kenne den einen oder anderen, der dreimal sitzengeblieben ist. Auch aus denen ist etwas geworden (und im späteren Berufsleben ist dieses Detail des Lebenslaufs äußerst uninteressant).

Aber das deutsche Schulsystem ist hier in dem Fall bis zur letzten Konsequenz durchdacht: es sieht das Aussieben vor. In meinen Augen kann diese teilweise sehr strikte Dreigliedirgigkeit auch nur das Sitzenbleiben vorsehen. Gerade am Gymnasium gibt es eben auch genügend, die es nicht packen. Ein Signal, das vor allem Eltern häufig nicht wahrnehmen wollen.

Man muss sich das gesamte System anschauen - das Sitzenbleiben ist nur ein Aspekt davon.

Zum gelobten Land Finnland:
Dort gibt es im Durchschnitt einen Ausländeranteil von 2 Prozent - in München liegt er z.B. bei rund 25 Prozent. Das wird ganz gerne übersehen.
Mit pädagogischem Gruß
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Re: Sitzen bleiben? Wird abgeschafft!

Beitragvon Rosenrot82 am Freitag 9. Mai 2008, 20:41

Servus!
Muchai hat geschrieben:Zum gelobten Land Finnland:
Dort gibt es im Durchschnitt einen Ausländeranteil von 2 Prozent - in München liegt er z.B. bei rund 25 Prozent. Das wird ganz gerne übersehen.

:P Keine Sorge, die dort immer mehr werdenden deutschen Auswanderer sorgen schon dafür dass diese Quote sich erhöht... *grins*

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Re: Sitzen bleiben? Wird abgeschafft!

Beitragvon befana am Mittwoch 14. Mai 2008, 07:45

Muchai hat geschrieben:Ich denke, der Makel ist für die Eltern häufig größer als für Sitzengebliebene selber. [...]
[...] sehr strikte Dreigliedrgigkeit auch nur das Sitzenbleiben vorsehen.
Man muss sich das gesamte System anschauen - das Sitzenbleiben ist nur ein Aspekt davon.

Da gibt es nichts hinzuzufügen.
Muchai hat geschrieben:Zum gelobten Land Finnland:
Dort gibt es im Durchschnitt einen Ausländeranteil von 2 Prozent - in München liegt er z.B. bei rund 25 Prozent. Das wird ganz gerne übersehen.

Meinst du, mit höherem Ausländeranteil hätten sie auch mehr Probleme?
Das ist ein Argument, welches immer gerne genutzt wird, um die eigenen Probleme zu erklären.
Spiegel-online hat geschrieben:Mit 2,3 Prozent ist die Ausländerquote in der Tat eine der geringsten in Europa. Trotzdem ist Finnland ein Einwanderungsland und jeder zehnte Schüler in Helsinki inzwischen ein Migrant; die Zahl der ausländischen Schüler hat sich im ganzen Land in 15 Jahren verdreifacht. Das gerechte Bildungssystem und die Tatsache, dass Finnland nie eine Klassengesellschaft war, bieten einen stabilen Boden für eine gelungene Einwanderungspolitik.
Als junges Einwanderungsland kann Finnland aus den Fehlern anderer Nationen zu lernen. "Wir setzen auf die Vorteile der multikulturellen Gesellschaft, indem wir zum Beispiel die Bedeutung der Muttersprache verstanden haben", sagt Johanna Suurpää, Minderheitenbeauftragte im Innenministerium. Muttersprachenunterricht gibt es laut Bildungsministerium in 50 verschiedenen Sprachen in 70 verschiedenen Gemeinden. In den Schulen läuft zweieinhalb Stunden Muttersprachenunterricht pro Woche, die Kinder bekommen auch ein ausführliches Zeugnis dafür. Ziele des Unterrichts: das Interesse des Kindes an der Muttersprache wecken, sein Denken fördern, Identität und Selbstbewusstsein stärken. Die Muttersprache ist das A und O für das Erlernen der Zweitsprache.

Nur mal zum Vergleich, wie dort mit anderen Kulturen umgegangen wird, während hier in Deutschland vielerorts die Diskussionen heiß laufen, ob man den Kindern im Kindergarten verbieten sollte türkisch zu reden.
Und teilweise wird nicht mal diskutiert, es wird verboten.
Ich denke, der Unterschied liegt nicht so sehr im Äusländeranteil, sondern eher in der Frage, wie viel ist Bildung in Deutschland wert? Wann (welches Alter) fängt Bildung in Deutschland an?
Spiegel-Online hat geschrieben:In Finnland werden 7,8 des Bruttoninlandprodukts für Bildung aufgewandt, in Deutschland sind es 4,8 Prozent.


Was Deutschland von den Finnen lernen kann
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Beitragvon Muchai am Mittwoch 14. Mai 2008, 19:29

Ich kenne die Siedlungsstruktur in Finnland nicht, insofern lässt sich die Frage wohl allgemein nicht beantworten.
Ich denke, es ist in Deutschland nicht nur das Problem mangelnder Integration, sondern auch das Problem einer Ghettoisierung (die auch von beiden Seiten zumindest nicht offen abgelehnt oder kritisiert wird), die sich wie ein roter Faden zumindest durch die Nachkriegsgeschichte zieht.

Und wie soll muttersprachliche Bildung in Deutschland funktionieren, wenn z.B. kaum türkische, italienische oder andere fremdsprchige Erzieherinnen oder Lehrerinnen in den Einrichtungen arbeiten? Diese Menschen stehen ja nicht nur für die Sprache, sondern auch für die Kultur.
Wie sieht das in Finnland aus?

Hinzu kommt, daß Finnland im Vergleich zu Deutschland ein sehr kleines Land ist. Da lässt sich auf dem kurzen Weg einiges bewekstelligen, für das man in Deutschland wohl x Behörden benötigt. Das liesse sich wohl beheben, wenn man ernsthaft daran interessiert wäre.
Mit pädagogischem Gruß
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