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Mehr Bildungschancen durch lange Kindergartenzeit

Beitragvon befana am Mittwoch 14. Mai 2008, 20:03

bildungslick.de hat geschrieben:Mehr Bildungschancen durch lange Kindergartenzeit
Studie: Ein einziges Kindergartenjahr genügt nicht
14.05.2008
(redaktion/pm) Kindergartenkinder schneiden bei der Schuleingangsuntersuchung besser ab und müssen seltener vom Schulbesuch zurückgestellt werden. Dabei profitieren Kinder aus sogenannten bildungsfernen Elternhäusern in ihrer Schulreife enorm, wenn sie mehrere Jahre den Kindergarten besuchen. Ein einziges (letztes) Jahr im Kindergarten genügt aber offensichtlich nicht, um Kompetenzunterschiede nach sozialer Herkunft auszugleichen. So das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin.

Gesamter Artikel: bildungsklick.de

Die Studie besagt auch:
Kein Schulabschluss der Eltern - Wahrscheinlichkeit der Zurückstellung von 50 %
Mittlerer Schulabschluss der Eltern - Wahrscheinlichkeit der Zurückstellung von 28%
Akademikereltern - Wahrscheinlichkeit der Zurückstellung von nur noch 8 %
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Re: Mehr Bildungschancen durch lange Kindergartenzeit

Beitragvon Andrea am Mittwoch 14. Mai 2008, 20:13

befana hat geschrieben:
Die Studie besagt auch:
Kein Schulabschluss der Eltern - Wahrscheinlichkeit der Zurückstellung von 50 %
Mittlerer Schulabschluss der Eltern - Wahrscheinlichkeit der Zurückstellung von 28%
Akademikereltern - Wahrscheinlichkeit der Zurückstellung von nur noch 8 %


Jeep - und dieses Bild zieht sich vor allem in den weiterführenden Schulen durch. Soziale Ungleichheit und soziale Ungerechtigkeit zeigen sich heute immer vermehrter in den Bildungszugängen/-chancen :?
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Beitragvon tobias am Mittwoch 14. Mai 2008, 20:15

ganz abgesehn davon, dass es wenn nur das letzte kindergartenjahr finanziert wird über kurz oder lang dazu führt, dass kinder nicht mehr so lange in den kindergarten gehen, weil in der schule sind sie dann ja "kostenlos verräumt". gerade in elternhäusern mit niedrigem bildungsniveau, die die mehrjährigen kindergartenaufenthalte besonders brauchen könnten, wird das dann wohl immer mehr thema...

hm sehr verworrener gedankengang, habt ihr mich verstanden? :)
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Beitragvon Muchai am Mittwoch 14. Mai 2008, 20:20

eon_tobias hat geschrieben:hm sehr verworrener gedankengang, habt ihr mich verstanden? :)

Ich denke schon.

eon_tobias hat geschrieben:ganz abgesehn davon, dass es wenn nur das letzte kindergartenjahr finanziert wird

Wir wären ja schon einen Schritt weiter, wenn zumindest das letzte Kindergartenjahr kostenfrei wäre...
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Beitragvon befana am Mittwoch 14. Mai 2008, 20:27

Muchai hat geschrieben:Wir wären ja schon einen Schritt weiter, wenn zumindest das letzte Kindergartenjahr kostenfrei wäre...

Ich denke auch, es wäre zumindest ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Ein weiterer Schritt müsste sein, Ganztagsplätze auszubauen, bzw. für alle Kinder zu bewilligen, ohne sie von der Erwerbstätigkeit der Eltern abhängig zu machen.
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Beitragvon Sophina am Mittwoch 14. Mai 2008, 20:29

Also... Ich habe gerade gestern ein Schreiben aus unserer KiTa mit nach Hause gebracht, dass das letzte KiTa-Jahr tatsächlich kostenlos ist!! Die Grundbetreuung, also vormittags, ist das wohl schon seit über einem Jahr, aber dass ich jetzt auch die Nachmittagszeit finanziert bekomme, ist seit April neu (schade, da komme ich nur noch vier Monate in den Genuss und rückwirkend gilt es nicht mehr...).

Ist das nur an unserer KiTa so? Und wenn ja, warum?? Ich hab' leider keinen Plan von den ganzen Gesetzen, etc.

Grüßle, Sophina

P.S. Abgesehen davon - die "Aufbewahrung" in der Schule, von der Tobias schreibt, kommt mich teurer als die im KiGa... Wegen Hort und so, von daher zählt das Argument wohl nur für nicht arbeitende Elternteile (und damit wieder voll für's Klischee der "Ungebildeten"??)
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Beitragvon tobias am Mittwoch 14. Mai 2008, 20:33

hi mit den ganztagesplätzen stimme ich befana zu!
ich denke aber, dass politisch auf jeden fall mehr als das eine jahr forciert werden muss, da sonst wie gesagt eine weitere verschiebung in verschiedene klassen der fall wäre. ausserdem ist es dann für politiker erst mal damit getan (so nach dem motto, jetzt haben sie ein finanziertes jahr bekommen und nun versuchen "sie" halt mal wie weit es geht.) ausserdem fängt man beim handeln normalerweise doch hoch an, damit man etwas nachgeben und guten willen zeigen kann...

edit:
@sophina
soweit ich weiss, wird in bayern das letzte jaht nicht voll finanziert!
das mit der schulischen betreuung hab ich von den zeiten her jetzt nicht so differenziert gesehn, arbeite in einem halbtagskiga...
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Beitragvon Muchai am Mittwoch 14. Mai 2008, 20:39

Man darf bei der Debatte um die Kindergartenplätze die stattfindende politische Augenwischerei nicht aus den Augen verlieren.
Die Impulse, die in den letzten Jahren von einer Frau von der Leyen kamen, haben in meinen Augen vor allem eines im Sinn: die Berufstätigkeite aller Elternteile zu erleichtern (was sicherlich zu begrüßen ist). Von einer Bildungsgerechtigkeit würde ich hier noch nicht sprechen...

eon_tobias hat geschrieben:ausserdem fängt man beim handeln normalerweise doch hoch an, damit man etwas nachgeben und guten willen zeigen kann...

Wer ist denn der Verhandlungspartner, der am Tisch gegenüber von den Politikern sitzt?
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Beitragvon befana am Mittwoch 14. Mai 2008, 20:43

Tobias hat geschrieben:ausserdem fängt man beim handeln normalerweise doch hoch an, damit man etwas nachgeben und guten willen zeigen kann...

Wenn man wenigstens mit uns handeln würde... :?

Die Forderung, Betreuungsplätze generell kostenfrei anzubieten, sie zum Bildungssystem zu zählen, habe ich natürlich auch.
Wie schon erwähnt, das letzte Jahr wäre wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.
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Beitragvon tobias am Donnerstag 15. Mai 2008, 12:47

eon_tobias hat geschrieben:ausserdem fängt man beim handeln normalerweise doch hoch an, damit man etwas nachgeben und guten willen zeigen kann...


Muchai hat geschrieben:Wer ist denn der Verhandlungspartner, der am Tisch gegenüber von den Politikern sitzt?

:arrow: meiner ansicht nach opposition (bayernspd setzt sich da z.b. sehr stark ein, allerdings für meine verhältnisse immernoch zu wenig!)
:arrow: ausserdem fachkundigengremien, in denen vor allem die gewerkschaften vertreten sind, z.b. GEW

befana hat geschrieben:Wenn man wenigstens mit uns handeln würde... :?

Die Forderung, Betreuungsplätze generell kostenfrei anzubieten, sie zum Bildungssystem zu zählen, habe ich natürlich auch.
Wie schon erwähnt, das letzte Jahr wäre wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.

:?: Wer ist "uns"? :twisted: Das die Erzieher und anhängige Berufsgruppen als solche so wenig oragnisiert sind, liegt an jedem einzelnen. Wenn eine Berufsgruppe sich nicht einigen kann welche von 5 möglichen Gewerkschaften die richtige ist... Ausserdem kenne ich auch kaum Sozialberufler, die politisch wirklich mitwirken... (ich muss zugeben, das alles trifft auf mich bisher fast genauso zu... aber dann darf ich genau genommen auch nicht mehr jammern...)
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