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Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Beitragvon befana am Donnerstag 12. Juni 2008, 15:11

bildungsklick hat geschrieben:Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern
Einschaltung des Familiengerichts und Streichung des Kindergelds
11.06.2008

(redaktion) Ein Landesprogramm zur Durchsetzung der Schulpflicht hat jetzt der SPD-Kreisverband Neukölln in Berlin gefordert. In ihrer Groß-Pinnower Erklärung vom 07. Juni 2008 schlagen die Sozialdemokraten unter anderem vor, den Eltern von Schulschwänzern das Kindergeld zu streichen.


Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Vor einigen Monaten war die Rede davon, in den Spielwarenabteilungen die Spielekonsolen abzuschalten, damit die Schulschwänzer zur Schule gehen.
Irgendwo hatten wir auch darüber schon ausgetauscht.
Leider finde ich den Beitrag nicht mehr.
Was denkt ihr, sind das die richtigen Wege?
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Beitragvon Linda40 am Freitag 13. Juni 2008, 05:55

Huhu, :D

na ob das sinnvoll ist Eltern dafür zu bestrafen wage ich zu bezweifeln. :roll:

Eher sollten Eltern dann Unterstützung erfahren, denn oft sind sie selbst hilflos, wenn ihre Kinder die Schule schwänzen. :roll:

Es müssen auch die Ursachen dafür gesucht werden. Es genügt nicht, Eltern dann einfach zu bestrafen. Damit ist das Problem ja nicht aus der Welt geschaffen. :roll:
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Re: Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Beitragvon engelein10 am Samstag 19. Juli 2008, 14:31

HAllo!

Ich muss Linda da recht geben.
Nur die Eltern zu bestrafen ist keine Lösung.
Meist wissen die Eltern auch gar nicht das ihre Kinder schwänzen.
Oder hat jemand einen Sohn oder eine Tochter, die nach dem Schwänzen schon mal gesagt hat:
"Mama, ich war heut nicht in der Schule, ich hatte keine Lust! Oder Mama, ich habe geschwänzt! Oder Mama, ich brauch eine Entschuldigung, ich hatte keinen Bock auf Schule und bin einfach nciht hingegangen".
Also ich habe meinen Eltern nicht davon erzählt. Das haben die erst auf dem Zeugnis gesehen. Aber viele Fälschen ja heute auch die Unterschriften, da fällt es dann noch weniger auf.

Also, ich finde auch, dass man die Eltern da eher Unterstützen als bestrafen sollte.
Gruß Vanny

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Re: Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Beitragvon Claudia am Samstag 19. Juli 2008, 14:35

befana hat geschrieben:Irgendwo hatten wir auch darüber schon ausgetauscht.
Leider finde ich den Beitrag nicht mehr.
Was denkt ihr, sind das die richtigen Wege?

Foreninterne Diskussion zu Schulschwänzern.
Liebe Grüße!
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Re: Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Beitragvon Claudia am Sonntag 20. Juli 2008, 20:57

Eine andere Herangehnsweise:

focus.de hat geschrieben:EU-Projekt
Mit System gegen Schulverweigerer
Tausende Jugendliche schwänzen die Schule, die Lehrer sind oft damit überfordert. Ein 5-Punkte-Plan der EU soll dies künftig verhindern.

(...)
„Schulverweigerung kommt nicht plötzlich. Es ist ein schleichender Prozess“, sagt Gabriele Dlugosch vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz Landau. Nur meist werden die Signale nicht rechtzeitig gedeutet. Folge: Rund 80 000 junge Menschen brechen in Deutschland ihre Schullaufbahn vorzeitig ab, geschätzte zehn Prozent der zwölf Millionen Schülerinnen und Schüler fehlen regelmäßig.
(...)
5-Punkte-Plan

Sind alle Fakten zusammengetragen, soll ein E-Learning-Kurs mit fünf Modulen entstehen. Das erste umfasst die Identifikation von Risikofaktoren: Wie kann ein Lehrer gefährdete Schüler erkennen, was sind erste Anzeichen für Schulmüdigkeit? Ist es etwa sinnvoll, zuerst einen Vertrauenslehrer einzuschalten oder direkt mit den Eltern zu sprechen? Der zweite Block trägt das Motto „Kommunikation“. Er gibt Tipps für die Planung und Durchführung von schwierigen Gesprächen mit schwänzenden Schülern und ihren Eltern.

Im dritten Modul werden Lernmethoden erörtert, die einen individuelleren Umgang mit den Lernvoraussetzungen fördern. Hier bietet beispielsweise der Einsatz von Multimedia viele Möglichkeiten. Im vierten Bereich geht es um das Erfassen von Kompetenzen. Was kann der Schulschwänzer gut, welche Bereiche müsste man fördern? „Jugendliche, die handwerklich begabt sind, sollten die Möglichkeit bekommen, positive Erfahrungen damit zu sammeln“, sagt Dlugosch. Modul fünf zeigt Unterstützungsmöglichkeiten auf, indem es Kooperationen mit externen Institutionen wie berufsbildenden Schulen, Erziehungsberatungsstellen oder Unternehmen thematisiert. (...)

Quelle und der ganze Artikel: Focus.de


Findet ihr es sinnvoll? Hört es sich für euch erfolgsversprechend an?
Liebe Grüße!
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Re: Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Beitragvon saschkia am Montag 21. Juli 2008, 17:07

Ich finde das hört sich so theoretisch schon ganz sinnvoll an! Allerdings ist die Frage wie das praktisch umgesetzt werden kann bzw. soll! zunächst setzt es ja auch die Bereitschaft der Lehrer voraus, daran teilzunehmen...und meine Erfahrungen an meiner Schule waren diesbezüglich nicht so dolle! Da waren die Lehrer einmal auf ihre Arbeitsweise und natürlich ihrem Verhalten eingerichtet und haben auch nix verändert...Und grade bei dem oft herrschenden Lehrermangel an den Schulen sind auch einfach nicht die Kapazitäten da um sowas anzuwenden...
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Re: Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Beitragvon Muchai am Montag 21. Juli 2008, 21:27

Der Focus hat geschrieben:Das erste umfasst die Identifikation von Risikofaktoren: Wie kann ein Lehrer gefährdete Schüler erkennen, was sind erste Anzeichen für Schulmüdigkeit? Ist es etwa sinnvoll, zuerst einen Vertrauenslehrer einzuschalten oder direkt mit den Eltern zu sprechen? Der zweite Block trägt das Motto „Kommunikation“. Er gibt Tipps für die Planung und Durchführung von schwierigen Gesprächen mit schwänzenden Schülern und ihren Eltern.

Da setzt der bereits der erste Haken an.
Wie soll ein Lehrer, der 30 mehr oder weniger motivierte Schüler bändigt versucht zu unterrichten, auch noch individuelle Schulmüdigkeit erkennen?
Das ist gut gemeint, aber wenig realistisch. Man möge sich Burn-Out-Statistiken von Lehrern, etc. angucken. Manche werden froh sein um jeden Schüler, der nicht kommt.

Es ist die primäre Aufgabe der Eltern, dafür zu sorgen, daß ihre Brut die Schule besucht. Die Eltern, die sich wirklich Sorgen um ihre KInder in der Schule machen, werden sich in der Scule melden. Die Jugendlichen, die den Vormittag lieber der Unterhaltungselektronik widmen werden wohl häufig Eltern haben, die sich selber die x-te Wiederholung von Barbara Salesch et al. angucken...

Das Streichen des Kindergelds ist auch nicht der richtige Weg, aber sicher immer noch billiger, als diesen Eltern bei notorischem Versagen das Sorgerecht zu entziehen...

Die Frage lautet: Wie bringen wir diese Eltern dazu, ihrer Pflicht nachzukommen?
Mit pädagogischem Gruß
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Re: Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Beitragvon befana am Montag 21. Juli 2008, 22:53

Muchai hat geschrieben:Da setzt der bereits der erste Haken an.
Wie soll ein Lehrer, der 30 mehr oder weniger motivierte Schüler bändigt versucht zu unterrichten, auch noch individuelle Schulmüdigkeit erkennen?
Das ist gut gemeint, aber wenig realistisch. Man möge sich Burn-Out-Statistiken von Lehrern, etc. angucken. Manche werden froh sein um jeden Schüler, der nicht kommt.

Das war auch mein erster Gedanke.
Ich glaube schon, dass Lehrer es erkennen, aber wie du auch schreibst, froh sind um jeden Schüler, der nicht kommt.
Außerdem fühlen sie sich nicht in der Verantwortung, denn dann müssten sie auch bei sich selbst schauen, was verändert werden könnte.
Und das wird gerade den älteren Lehrern sehr schwer fallen.
Muchai hat geschrieben:Es ist die primäre Aufgabe der Eltern, dafür zu sorgen, daß ihre Brut die Schule besucht. Die Eltern, die sich wirklich Sorgen um ihre KInder in der Schule machen, werden sich in der Schule melden. Die Jugendlichen, die den Vormittag lieber der Unterhaltungselektronik widmen werden wohl häufig Eltern haben, die sich selber die x-te Wiederholung von Barbara Salesch et al. angucken...

Da denke ich anders, bzw. sehe einen Unterschied zwischen Jugendlichen und Kindern.
Geht es um Kinder, haben die Eltern noch genug Einfluss, oder sollten ihn haben.
Bei Jugendlichen sieht es schon wieder anders aus.
Die Eltern bekommen oft nicht mit, wenn ihre Kinder im Kaufhaus rumlungern, statt zur Schule zu gehen, weil sie selbst arbeiten gehen, oder ihre Kinder zu geregelten Zeiten das Haus verlassen. Man hat es bei Jugendlichen nicht mehr unbedingt in der Hand, ob sie zur Schule gehen oder nicht.
Um eine 100% Garantie zu haben, müsstest du sie persönlich abliefern.
Und selbst dann gibt es keine Garantie, dass sie dort bleiben.
Muchai hat geschrieben:Die Frage lautet: Wie bringen wir diese Eltern dazu, ihrer Pflicht nachzukommen?

Ich würde eher fragen: "Was kann getan werden, dass Schule für die Kinder/Jugendlichen einen anderen Stellenwert bekommt?"
Überlegungen dazu kamen schon beim Thema: "Stress und Überforderung durch Schule?"
Lieben Gruss
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Re: Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Beitragvon Muchai am Montag 21. Juli 2008, 23:10

befana hat geschrieben:Die Eltern bekommen oft nicht mit, wenn ihre Kinder im Kaufhaus rumlungern, statt zur Schule zu gehen, weil sie selbst arbeiten gehen, oder ihre Kinder zu geregelten Zeiten das Haus verlassen. Man hat es bei Jugendlichen nicht mehr unbedingt in der Hand, ob sie zur Schule gehen oder nicht.
Um eine 100% Garantie zu haben, müsstest du sie persönlich abliefern.
Und selbst dann gibt es keine Garantie, dass sie dort bleiben.

Eine hundertproezentige Garantie gibt es nicht, da stimme ich Dir zu. Aber ich glaube (naiv?) an elterliche Intuition, die zumindest spürt, daß etwas nicht stimmt. Damit wird sie vielleicht nicht unbedingt das Schwänzen oder anderweitig begründete Fernbleiben bemerken, aber daß etwas anders ist, werden viele bemerken.
Und zur elterlichen Verantwortung gehört eben auch, vielleicht doch den zweimal jährlich stattfindenden Elternsprechtag aufzusuchen.

Ausreißer und Schwänzer hat es vor 20 oder 50 Jahren auch gegeben - ebenso wie vom Schulsystem Unberücksichtigte. Aber daß dieses Thema so aktuell ist, liegt nicht alleine am Schulsystem und den Lehrern, die dafür stehen.
Mit pädagogischem Gruß
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Re: Berlin: SPD fordert Strafen für Eltern von Schulschwänzern

Beitragvon befana am Montag 21. Juli 2008, 23:37

Eine hundertproezentige Garantie gibt es nicht, da stimme ich Dir zu. Aber ich glaube (naiv?) an elterliche Intuition, die zumindest spürt, daß etwas nicht stimmt. Damit wird sie vielleicht nicht unbedingt das Schwänzen oder anderweitig begründete Fernbleiben bemerken, aber daß etwas anders ist, werden viele bemerken.
Und zur elterlichen Verantwortung gehört eben auch, vielleicht doch den zweimal jährlich stattfindenden Elternsprechtag aufzusuchen.

Ich glaube, du kennst die Jugendlichen von heute nicht. ;)
Der Einfluss der Peer-Group ist größer als die elterliche Macht.
Und das nicht erst seit heute.
Muchai hat geschrieben:Ausreißer und Schwänzer hat es vor 20 oder 50 Jahren auch gegeben - ebenso wie vom Schulsystem Unberücksichtigte. Aber daß dieses Thema so aktuell ist, liegt nicht alleine am Schulsystem und den Lehrern, die dafür stehen.

Der Sohn einer Freundin hat in der 9. Klasse das Handtuch geschmissen.
Die Mutter ist selbst Lehrerin, hat nicht nur jeden Elternsprechtag besucht, sondern war am Ende mit dem Lehrer im täglichen telefonischen Kontakt.
Letztendlich wohnte er mit der Bettelbüchse an der Gedächtniskirche und nichts konnte ihn bewegen, wieder nach Hause zu kommen oder zur Schule zu gehen.
Und ich bin mir sicher, es lag weder am Elternhaus, noch an der Schule alleine, sondern eher an beiden Faktoren.
Vor 20 oder 30 Jahren konnte man noch von Einzelfällen sprechen.
Heute sind es schon immens mehr Jugendliche, die denken, keine Perspektive zu haben und ihr Leben leben wollen.
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