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Kipfl.: Ausbildung vor dem AUS?

Beitragvon Claudia am Donnerstag 8. Februar 2007, 19:47

Eure Erfahrungen? Meinungen?

Ein paar Fakten:

In Bayern ist es noch (?) normal: Gruppenleitung ist ein(e) ErzieherIn, die zweite pädagogische Kraft ist ein(e) KinderpflegerIn.

In Hessen leiten (meistens) zwei ErzieherInnen eine Gruppe gemeinsam.

In anderen Bundesländern gibt es die Ausbildung gar nicht (mehr).

Zum Teil hat die Ausbildung SozialassistentIn die Ausbildung KinderpflegerIn abgelöst.

Die Ausbildung der ErzieherInnen soll zukünftig auf (Fach-) Hochschulniveau.


Wie wirkt sich dies alles auf euren Beruf aus?
Wie seht ihr KinderpflegerInnen in der Zukunft, 5/10/20 Jahren..?


:?:
Liebe Grüße!
Claudia
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Beitragvon Claudia am Donnerstag 7. Juni 2007, 17:09

Was für eine Meinung habt ihr?
Wie seht ihr die Zukunft?
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Beitragvon Killing Joke am Dienstag 17. Juli 2007, 09:13

Hallo,
trotz des Alters dieser Frage will ich mal antworten.

Ich bin ein auszubildender/werdender Sozialassistent aus Norddeutschland, Niedersachsen. Hier oben ist am letzten Mittwoch die letzte Klasse der Kinderpflegerausbildung verabschiedeet worden, das meint, das diese Ausbildung hier nicht mehr geboten wird.

Wer sich im letzten Jahr zu der Ausbildung anmelden wollte, konnte dies noch tun. Mit der Schließung der Ausbildung sitzen die Erstjährler jetzt natürlich nicht auf der Straße, sie werden nun nach den Sommerferien in die bestehenden Zweiten Klasse der beiden noch-Unterstufen "umgeschult".

Additional wird dann eine dritte Unterstufe der Sozialassistenten eröffnet.

Ich für meinen Teil finde diese Situation für uns Auszubildende günstig, da wir aufgrund der partiell verschiedenen Ausbildungsinhalte die Möglichkeit haben uns über diese auszutauschen. Wie die Situation für die ehemaligen KinderpflegerInnen aussieht, vermag ich jedoch nicht zu sagen, kann mir aber vorstellen, das es nicht leicht wird, da auf der Sozialassistentenschule bereits mit einer Art Fachschulniveau belehrt wird. Wohlgemerkt "mit einer Art", da die Qualität der Ausbildung hier oben bei uns nicht unbedingt die wünschenswerte ist.

---------Ontopic:

Ich kann mir vorstellen, das der Beruf später im Zuge einer mehr oder minder einheitlichen Anhebung der Ausbildungsstandarts und -qualitäten gänzlich verschwindet, da es ja nunmal eine (sich verstärkende) Tendenz zu hochqualifiziertem Personal in allen Bereichen der päd. Berufszweige gibt. So wie Du geschrieben hast, das in Hessen zwei ErzieherInnen arbeiten kann ich mir das Szenario auch hier in Nrdeutschland vorstellen. Teilweise ist das auch schon Praxis. Kinderpfleger trifft man hier nur noch sehr vereinzelt an. Und wenn, dann sind das Menschen, die bereits seit einigen Jahrzehnten in dem Beruf arbeiten und eine Menge an Erfahrung haben, welche die einer neu ausgebildeten Fachkraft ja zwangsläufig toppt.
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Beitragvon Claudia am Dienstag 17. Juli 2007, 09:45

Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum! :D

Natürlich dürfen auch gerne mal "alte Beiträge" wieder hochgeholt werden, schließlich sind sie ja (oft) immer noch/mehr sehr aktuell. :wink:

Danke für deine Zeilen, dies bestätigt auch meine Erfahrungen. :)
Liebe Grüße!
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Beitragvon Killing Joke am Dienstag 17. Juli 2007, 10:53

Un wie ist Deine Meinung dazu? Findest Du, das es der richtige Weg ist um eine Erhöhung der Qualifikationen der Fachkräfte anzusteuern? Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kompilierung der Ausbildungsinhalte? Ein paar pflegerische Inhalte mehr würden sicher nicht schaden, Ghandi hat ja damals nicht umsonst solch scheinbar simple Sachen wie Funktion und Benutzungsweise der Seife verbreitet.
Killing Joke
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Beitragvon befana am Dienstag 17. Juli 2007, 11:31

Hallo Killing Joke
Auch von mir herzlich Willkommen.
Du machst mich wirklich neugierig, wer Killing Joke ist.
Kannst du dich vielleicht noch unter "Allgemeines /Vorstellungen" vorstellen. :D
Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kompilierung der Ausbildungsinhalte? Ein paar pflegerische Inhalte mehr würden sicher nicht schaden, Ghandi hat ja damals nicht umsonst solch scheinbar simple Sachen wie Funktion und Benutzungsweise der Seife verbreitet.

Ich denke, die Benutzung von Seife sollte eine Selbstverständlichkeit sein, die man schon über die Erziehung mitbekommt. :P
Viel wichtiger fände ich die Vermittlung der kindlichen Entwicklung, Elternarbeit, Gesprächsführung, erarbeiten von Hintergrundwissen etc.
All dies sind Punkte, die auch in der Erzieherausbildung zu kurz kommen.
Abgesehen davon denke ich, dass dieser Ausbildungsgang ein Widerspruch zu unserer täglichen Arbeit ist.
Wir versuchen den Kindern zu vermitteln, dass jeder in der Gruppe den gleichen Stellenwert hat.
Aber wenn es um das Betreuungspersonal geht, darf ein(e) SozialassitentIn/KinderpflegerIn einiges nicht?
Unter dem Strich ist es doch letzendlich meistens so, dass beide die gleiche Arbeit verrichten, aber unterschiedlich bezahlt werden und wenn es darauf ankommt, wie z.B. bei Elterngesprächen, nur Randpositionen einnehmen.
Lieben Gruss
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Beitragvon Killing Joke am Dienstag 17. Juli 2007, 14:08

Hallo befana.

Äh... ja, mein Profil werde ich noch erstellen. Auch in die Vorstellungsrunde trage ich mich noch ein.

Zitat von befana:
"Viel wichtiger fände ich die Vermittlung der kindlichen Entwicklung, Elternarbeit, [...]"

Nun, die Lehrbuchtabellen bekamen wir in der Ausbildung schon vorgesetzt, Gott sei dank auch das Wissen um dessen praktische Unhaltbarkeit (zwischen 1 und 1 1/2 Jahre Schwankung), ganz zu schweigen von den Einflüssen der Umwelt/Sozialen/physiologischischen/psychischologischen/biologischen Einflüsse, über die wir Erstjahrsozialassistenten bisher nur gelernt haben, das es sie gibt und mit welchen Wahrnehmungsmechanismen der Mensch sie aufnimmt und im Ansatz auch, wie diese die Entwicklungsreize beeinflussen KÖNNEN. Das ist wenig. Man hätte uns auch in dieser kurzen Zeit wohl noch ein, zwei Quentchen mehr Tiefenwissen zur Verfügung stellen können. Und in unseren Stoffbüchern steht nicht wirklich mehr drin, als wir im Unterricht besprechen und bearbeiten.

Zum Lehrstoff kommt aber auch noch die praktische Erfahrung, die wir in der Praxisarbeit sammeln und anwenden und durch die (Erfahrung) wir unser Basiswissen ergänzen. Trotzdem hätte auch ich schon jetzt gerne die eine oder ander Sache mehr zu Ethnischen und Religiösen Einflüssen (äh... gehörig zu sozialem Umfeld ?!) auf dem Lehrplan gehabt, da das Themen sind, die mir sehr aktuell und der Besprechung und des Lehrens auch im Anfangsstadium der Ausbildung dringend erforderlich scheinen. Hehehe... :twisted:

Später, wenn die Annerkennung durch unseren Staat erfolgt ist, gibt es noch die Möglichkeit diverse Fortbildungen wahrzunehmen. Ja, die sind Saumäßig teuer und für Auszubildende meist nicht gedacht, doch wenn wir fertig sind, dann sollte man tunlichst an jeder möglichen teilnehmen die einen mit den bestehenden Sachen weiterbringt.

Zitat von befana:
"All dies sind Punkte, die auch in der Erzieherausbildung zu kurz kommen."

*Schluck* na da brauche ich die ja nur zu machen um besser bezahlt zu werden. Nein, mal im Ernst: Es kommt vieles zu kurz. Aber es hilft mir, wenn ich es so sehe: Unsere Ausbildung ist mit dem Ausbildungsabschluss noch lange nicht zu Ende. Die Bedürfnisse und Rahmen unserer Ausbildung, sowie die Art der pädagogischen Arbeit wandeln sich ständig. Diesen Wandlungen müssen wir uns anschließen; Durch lernen, lernen, lernen, Fortbilden, Fortbilden u.s.w.u.s.f. :?
Trotzdem sollten die Kultusministerien die Ausbildungsinhalte Auffüllen, auf den neuesten Stand bringen und dichter machen, da gebe ich Dir völlig recht! :)

Zitat von befana:
"Wir versuchen den Kindern zu vermitteln, dass jeder in der Gruppe den gleichen Stellenwert hat."

Das finde ich in der Alltagsbetreuung wie in der Kleingruppenarbeit ziemlich schwierig. Ich erwische mich eigentlich laufend dabei, wie ich unbewusst werte, sei es durch Mimik, Gestik oder verbal. Bewusste Wertungen rutschen mir auch manchmal raus. Auch Kollegen sind davor nicht gefeit oder machen das ganz offen. Werten ist nunmal leider ein so dermaßen integraler Bestandteil der Gesellschaftsstruktur, das viele ihn selbst ziemlich verinnerlicht haben. Zwar wurden wir ausgebildet dich dagegen zu wehren, doch wider besserem Wissen wird meiner Erfahrung nach nicht so sehr darauf geachtet. :cry:

Zitt von befana:
[...]und wenn es darauf ankommt, wie z.B. bei Elterngesprächen, nur Randpositionen einnehmen.

Ächt? Grmpf! wenn ich mal groß bin, die deutsche Rechtschreibung beherrsche und meinen Berufsabschluss als Sozialassistent habe, dann will ich auch da meinen Beitrag zusteuern dürfen! Nichtsdestotrotz ist Elternarbeit (soweit ich das mit meiner noch geringen Erfahrung sagen kann) überkomplex und eine Gute Ausbildung braucht man da schon. Damit will ich nicht sagen, das eine Zweitkraft (egal ob Sozi. oder Erz. oder Heilpäd. oder Kipfleg.) da nix zu sagen sollte, doch soweit ich das verstanden habe, wird mich als Sozialassistent die Elternarbeit nicht gelehrt. Berichtigt mich bitte wenn ich falsch liege, aber ich darf meine Beobachtungen doch sozusagen nur der Erstkraft als Information zur Verfügung stellen oder?

Das mit der Seife ist tatsächlich nicht allerorts bekannt. Selbst hier im Westen nicht :wink:
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Beitragvon befana am Dienstag 17. Juli 2007, 14:55

Titel: Profil und Re(h) in brauner Soße

Das arme Tier.

Äh... ja, mein Profil werde ich noch erstellen. Auch in die Vorstellungsrunde trage ich mich noch ein.

da bin ich wirklich sehr neugierig drauf. :P
Nun, die Lehrbuchtabellen bekamen wir in der Ausbildung schon vorgesetzt, Gott sei dank auch das Wissen um dessen praktische Unhaltbarkeit (zwischen 1 und 1 1/2 Jahre Schwankung), ganz zu schweigen von den Einflüssen der Umwelt/Sozialen/physiologischischen/psychischologischen/biologischen Einflüsse, über die wir Erstjahrsozialassistenten bisher nur gelernt haben, das es sie gibt und mit welchen[...]

Das ist schon sehr viel, aber bei weitem nicht genug.
Was nutzt mir die Entwicklungstabelle, wenn ich nicht weiss, welche Konsequenzen ich daraus ziehe, wie ich sie auswerte, abgesehen vom ganzen Fachwissen, welches man nicht in einer abfragbaren Tabelle unterbringen kann.
Trotzdem hätte auch ich schon jetzt gerne die eine oder ander Sache mehr zu Ethnischen und Religiösen Einflüssen

Was genau fehlt dir bei diesem Thema?
Infos? Ideen? Umgang?
Später, wenn die Annerkennung durch unseren Staat erfolgt ist, gibt es noch die Möglichkeit diverse Fortbildungen wahrzunehmen.

Sich weiter zu bilden sollte nicht nur als Möglichkeit, sonder ein absolutes muss sein, wenn man mit Menschen arbeitet, egal, ob als Sozialassistent, als Erzieherin, Altenpfleger, oder....
Dafür bedarf es nicht nur der teuren Fortbildungen, sondern auch Fachliteratur, Austausch etc.
Wie sieht es mit dem Aneignen von Wissen in deiner Ausbildung aus?
So wie ich dich bisher hier gelesen habe, traue ich dir sehr wohl zu, Informationen über bestimmte Themen zu erarbeiten, aber wird dieses Thema auch in der Ausbildung vermittelt, oder bekommt ihr es fertig präsentiert?
Unsere Ausbildung ist mit dem Ausbildungsabschluss noch lange nicht zu Ende.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sie für dich nicht beendet ist, aber für viele andere durch verschiedene Umstände schon.
Das finde ich in der Alltagsbetreuung wie in der Kleingruppenarbeit ziemlich schwierig.

Beziehst du das auf die Kinder, oder auf die KollegInnen?
Berichtigt mich bitte wenn ich falsch liege, aber ich darf meine Beobachtungen doch sozusagen nur der Erstkraft als Information zur Verfügung stellen oder?

Soweit ich informiert bin, ja.
Aber wie soll das gehen, wenn die Eltern mit dir als Sozialassistent besser reden können, als mit der Erzieherin, weil die Chemie nicht stimmt?
Oder die Erzieherin durch Urlaub oder ähnliches nicht da war?
Magst du dann sagen:"Warten sie bitte bis morgen, ich muss meine Meinung erst der Erzieherin mitteilen!"?
Wir haben keine Zweitkraft und arbeiten offen.
Vielleicht kann ich mir auch deshalb so schlecht vorstellen, wie es in der Praxis gehandhabt wird.

Leider bin ich nicht ausreichend informiert.
Ist die Sozialassistenausbildung Grundvoraussetzung, um die Erzieherausbildung zu machen?

Übrigens, Zitate kannst du mittels Quote über deinem Schreibfeld setzen.
Quote anklicken, das kopierte einfügen und nochmals Quote anklicken.
Das mit der Seife ist tatsächlich nicht allerorts bekannt. Selbst hier im Westen nicht :wink:

Erzähl mal... :P :P
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Beitragvon Killing Joke am Dienstag 17. Juli 2007, 22:46

Gut, lassen wir das Re(h) wieder laufen... :(

Ich finde die Tabelle nutzt als roter Faden. Sehe ich bisher zumindest so und anders wurde es mir nicht beigebracht. Ich selbst handhabe es folgendermaßen: Ich schaue mir nicht die vorgegebenen Lebensabschnitte an und vergleiche diese mit dem tatsächlichen Entwicklungsstand, sondern beobachte das Kind und die Umwelt in der es lebt und suche herauszufinden wie diese auf das Kind einwirkt und wie es darauf reagiert. Ein Austausch mit meiner Anleiterin gestaltet sich in der Praxis nicht so einfach, da die Vorbereitungszeiten in meine Unterrichtszeit fallen und es somit oft nur zu "Tür und Angel" Gesprächen während der Arbeitszeit kommt. Diese sind aber schon hilfreich, da ich glücklicherweise eine gute Anleitung erfahre, will heissen der Inhalt der Gespräche ist Gut und hilfreich.

Als Konsequenz ziehe ich in den meisten Fällen erstmal weitere Beobachtungen des Kindes, und, wo es mir angeraten scheint, kleinere Einzelangebote oder Kleingrupenangebote. Ab und zu stimme ich diese Angebote auch mit diversen Förderungen ab, die manche Kinder bekommen. Viel mache ich aber auch durch die Art wie ich mit den Kindern umgehe. Darauf folgt dann weiterer Austausch mit meiner Anleitung und weitere Beobachtung.

Was genau fehlt dir bei diesem Thema?
Infos? Ideen? Umgang?

Was mir zum Thema Religion in der Kita und Co fehlt? Vieles. Im Umgang habe ich Gott sei dank keine Probleme. Das ist jedoch ein Thema, welches uns für das kommende zweite Jahr versprochen wurde. Welche Literatur empfielst Du? Und ist die erschwinglich? Als angehender Sozialassistent bekomme ich, wie bekannt, insgesamt nur knapp 780 Euro. dadurch wird es sogar zum Problem Schuhe zu kaufen. Das ist ein Thema über das sich kaum was finden lässt, weder in der Einrichtung, noch in der Bibliothek.
Hmpf...

Sich weiter zu bilden sollte nicht nur als Möglichkeit, sonder ein absolutes muss sein


Wohl war, wohl war! Zum aneignen von Wissen werden wir angeregt uns mit den Anleitern auseinander zu setzen, die in den Kitas vorhandene Fachliteratur zu durchstöbern (auch eine Quelle) und uns untereinander auszutauschen. Im Theorieunterricht erarbeiten wird oft in Gruppenarbeiten das benötigte Wissen und stellen das Ergebnis in Form von Plakaten und Referaten vor. Und über diese Lehrmethoden kann man ziemlich gut streiten, habe ich mal festgestellt.

aber für viele andere durch verschiedene Umstände schon.


Wie genau meinst Du das?

Beziehst du das auf die Kinder, oder auf die KollegInnen?


Wahrscheinlich habe ich mich zu unklar ausgedrückt. Ich muss doch jedem der Kinder den gleichen "Stellenwert" (DA! EINE WERTUNG!) geben, oder? Und DAS in der Alltagsbetreuung über lange Zeit durchhalten ist meiner Meinung und bisherigen Erfahrung nach nicht leicht. Damit meine ich nicht, das wir automatisch in Stereotypen denken (und dieses Denken gleich wieder über Bord werfen, wie es sich gehört), sondern das die Gefahr eines abdriftens ins negativ werten/positiv werten besteht.

Aber wie soll das gehen, wenn die Eltern mit dir als Sozialassistent besser reden können, als mit der Erzieherin, weil die Chemie nicht stimmt?


Das ist rechtlich irrelevant. Die Chemie wird da im Recht übergangen. Sollten die Eltern sich mit der Erzieherin oder andersrum absolut nicht verstehen können, kann ich mir für die Praxis bei einem Guten Team aber durchaus vorstellen, das Erst und Zweitkraft sich absprechen und die Zweitkraft das Gespräch führt. Dazu würde natürlich viel Erfahrung nötig sein. Elternarbeit wird uns wahrscheinlich im Zweiten Jahr in Teilen gelehrt. Ich weis von einer befreundeten Sozialassistentin und der Zweitkraft aus meiner Kitagruppe, das das bestandteile sein werden. Wenn die Erskraft erkrankt oder anderweitig verhindert ist, wird das Elterngespräch verschoben. Üblicherweise werden solche Termine allerdings von langer Hand geplant, so das es da zu keinen Überschneidungen mit Feiertagen oder Ferien kommt. Manchmal werden auch Elterntage geplant. Dann werden alle Eltern der Gruppenkinder zwischen bestimmten Uhrzeiten innerhalb weniger Tage einzeln eingeladen.

Ich durfte aber auf einem Elternabend auch schon eine Führung durchs Haus machen und ein paar Teile der informationen an die Eltern vermitteln. Mensch, war ich da stolz :)

Ist die Sozialassistenausbildung Grundvoraussetzung, um die Erzieherausbildung zu machen?


Ja, hier in Norddeutschland ist das absolute Vorraussetzung. man kann auch sagen, das die Ausbildung zur/zum ErzieherIn hier oben volle vier Jahre dauert. Weitere Vorraussetzungen für die Erzieherschule: Notendurchschnitt von drei komma Null, Deutsch Zwei. Unsere Zugangsvorraussetzungen zur Sozialassistenz: Mittlere Reife, mindestalter 16.

Einen Eignungstest gibt es bei keiner der Schulen, was auch ein Grund dafür ist, das die Klassen zum Ende des ersten Jahres recht überschaubare Schülerzahlen aufweisen.

So. Ich bin platt! ich geh jetzt noch was lesen und schlafe dann den Schlaf der gerechten. Gute Nacht alle miteinander.
In mir, da wohnt ein Stier.
Das ist ja gar nicht wahr, in mir sind Tiere rar,
in mir da wohnt ein Zuckerstreuer - und wenn
der mal erwacht, dann Gute Nacht!

Frei nach Robert Gernhardt

Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn!

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Beitragvon Claudia am Mittwoch 18. Juli 2007, 08:55

Kurze Anmerkung von mir :lol: :
Ja, hier in Norddeutschland ist das absolute Vorraussetzung. man kann auch sagen, das die Ausbildung zur/zum ErzieherIn hier oben volle vier Jahre dauert.

In Bayern insgesamt fünf Jahre!
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