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Helden des Alltags

Beitragvon Claudia am Freitag 18. Juli 2008, 13:06

Hallo!

Im Beitrag "Mehr Männer in den Kindergarten?!" diskutieren wir über die Veränderungen und Möglichkeiten mehr Männer für den Kindergarten zu gewinnen.

Unter der Überschrift "Lehrer und Erzieher - Helden des Alltags" hat in Schleswig-Holstein nun die Bildungs- und Frauenministerin Ute Erdsiek-Rave eine Initiative gestartet für mehr Männer in Erziehungsberufen.


www.schleswig-holstein.de hat geschrieben:... Kinder brauchen - in allen Altersstufen - Frauen und Männer. Gute Erzieher und Lehrer sind ebenso wichtig wie gute Erzieherinnen und gute Lehrerinnen. Die Anzahl der Männer in Erzieherberufen und in Grund- und Hauptschulen sinkt jedoch kontinuierlich: Zurzeit saind in den Kindertageseinrichtungen nur 5,2 Prozent der Beschäftigten männlich und in den Grundschulen sind es nur 11,4 Prozent.

Deshalb fehlen sowohl den Jungen als auch den Mädchen männliche Bezugspersonen und Vorbilder. Erzieherinnen und Lehrerinnen leisten sehr gute Arbeit, aber sie können die Männer nicht ersetzen. Insobesondere die Jungen brauchen für ihre ganzheitliche Entwicklung eben auch Männer, die ihnen emotionale Intelligenz, respektvollen Umgang mit dem anderen Geschlecht und bewussten, verantwortungsvollen Umgang mit Aggressionen vorleben, mit ihnen raufen und toben, sich für Handwerkliches und Technik begeistern, klettern und körperliche Grenzen austesten, aber auch vorlesen und mit ihnen über Gefühle sprechen. ...


Quelle und weitere Informationen: www. schleswig-holstein.de
Liebe Grüße!
Claudia
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Re: Helden des Alltags

Beitragvon Franka am Freitag 18. Juli 2008, 19:12

Schon komisch, meine Tochter hatte - bis auf die erste Klasse - immer Klassenlehrer. Und im Hort gab es auch einen Hortner. Manchmal schon habe ich darüber nachgedacht, wie ungewöhnlich das eigentlich ist ;)


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Re: Helden des Alltags

Beitragvon Claudia am Freitag 18. Juli 2008, 19:16

@Franka
Ja, ist es tatsächlich (leider) immer noch.
Wobei der Grundschulbereich (inkl. Hort) ja noch wesentlich besser besetzt ist als die Krippen und Kindergärten.

Ich finde den Rahmen der Initiative interessant.
Liebe Grüße!
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Re: Helden des Alltags

Beitragvon Andrea am Freitag 18. Juli 2008, 19:29

Hallo,

mich stört ehrlich gesagt der Titel "Helden" - was macht sie zu Helden?
Liebe Grüße
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Re: Helden des Alltags

Beitragvon Claudia am Freitag 18. Juli 2008, 19:31

Meine Interpretation war:

Sie wehren sich gegen die ganzen Klischees ("Frauenberuf" & Co) und das schlechte Ansehen, und werden trotzdem Erzieher.
Liebe Grüße!
Claudia
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Re: Helden des Alltags

Beitragvon Muchai am Freitag 18. Juli 2008, 19:35

Ich sehe mich nicht als Held, insofern gebe ich Andrea schon recht.

Die Initiative indes finde ich nicht schlecht (auch unter dem Aspekt der viel weiteren Mädchenförderung).
Mit pädagogischem Gruß
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Re: Helden des Alltags

Beitragvon Claudia am Freitag 18. Juli 2008, 19:37

Muchai hat geschrieben:Ich sehe mich nicht als Held, insofern gebe ich Andrea schon recht.

Du arbeitest aber auch nicht mehr in einem Kindergarten.


:nixwieweg:




Na ja, meine Idee war "Held" auch nicht. Aber ich denke es sollte einfach Wertschätzung ausdrücken.
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Re: Helden des Alltags

Beitragvon Muchai am Freitag 18. Juli 2008, 19:40

Claudia hat geschrieben:Du arbeitest aber auch nicht mehr in einem Kindergarten.

Im Behindertenbereich schaut nur unwesentlich anders aus. WEnn die vielen Zivis nicht wären, würde Männerquote ebenso im unteren einstelligen Prozentbereich dümpeln.
Nur so als Beispiel: Ich bin eine von fünf sechs männlichen Fachkräften im Berich Tagesstätte - Internat - Heim. Wir haben 29 Gruppen im Haus...
Mit pädagogischem Gruß
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Re: Helden des Alltags

Beitragvon Andrea am Freitag 18. Juli 2008, 19:42

Claudia hat geschrieben:Meine Interpretation war:

Sie wehren sich gegen die ganzen Klischees ("Frauenberuf" & Co) und das schlechte Ansehen, und werden trotzdem Erzieher.

hm, und dies macht sie zu Helden? Passt nach meiner Definition so gar nicht zusammen und unter Genderperspektive finde ich es ziemlich daneben. Die Frau die eine hohe Position in einer Männerwelt hat, wird abwertend zum ,Karriereweib' und der Mann im "Frauenberuf" ist dann ein Held? :?
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Re: Helden des Alltags

Beitragvon Claudia am Freitag 18. Juli 2008, 19:47

@Muchai
Nun ja, ein bisserl besser ist das Verhältnis wohl schon.
In den meisten Kitas fehlen Männer komplett.
Aber du hast schon Recht, eigentlich ist es der gesamte soziale Bereich (solang es nicht um höhere (Leitungs-) Stellen geht).


@Andrea
Ich hab diese Definitionen nicht gemacht.
Aber ja, ich bewundere Männer durchaus, welche diesen Weg ganz überzeugt wählen, auch wenn sie das für mich nicht zu sog. Helden macht. Oder sind sie eigentlich dumm? Sie werden noch immer als Haupternäher betrachtet (siehe Anzahl welche das erste Jahr mit Kindern zu Hause bleiben) und laufen immer Gefahr von Eltern als potenzielle Täter in der Einrichtung betrachtet zu werden..

Männer haben es - in meinen Augen - überhaupt nicht leichter, die Situation ist einfach nur eine andere (=andere Probleme, andere Vorteile, anderes Ansehen).
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