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BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon Muchai am Donnerstag 31. Juli 2008, 01:16

Schulerfolg darf nicht von Noten abhängen

(...)Wenzel (Präsident des Bayerischen Lehrerinnen - und Lehrerverbands) stellte das Verfahren der Notenvergabe grundsätzlich in Frage: "Gemessene Leistungen, z.B. in den Fächern Deutsch und Mathematik, sagen nicht viel darüber aus, ob ein Schüler praktisch oder theoretisch begabt ist. Sie geben auch keinen Aufschluss darüber, welche Schulart passend ist." Trotzdem entscheiden noch immer ausschließlich Noten über Schulkarrieren und Lebenschancen.(...)

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Re: BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon smallworld am Freitag 1. August 2008, 10:50

bildungsklick.de hat geschrieben:allen Kindern eine deutlich längere gemeinsame Schulzeit ermöglichen.


Für mich ist damit der Knackpunkt beschrieben. Solange früh selektioniert werden muss, wird auch der Notendruck nicht sinken, da helfen alle individualisierenden Methoden und Leistungserhebungen nichts...

Ich weiss gerade nicht wie es in Deutschland ist, aber in der Schweiz werden die Schülerinnen und Schüler bereits nach der 4.Klasse in drei Untergruppen geteilt. Das finde ich deutlich zu früh.
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Re: BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon befana am Freitag 1. August 2008, 20:57

Der Link zu smallwords Zitat:
Schulerfolg darf nicht von Noten abhängen

smallworld hat geschrieben:Ich weiss gerade nicht wie es in Deutschland ist, aber in der Schweiz werden die Schülerinnen und Schüler bereits nach der 4.Klasse in drei Untergruppen geteilt. Das finde ich deutlich zu früh.

Auch in Deutschland wird in den meisten Bundesländern nach der vierten Klasse unterteilt.
Dazu gibt es aber seit einiger Zeit etliche Diskussionen, über die wir auch schon hier im Forum ausgetauscht haben.
Wenn du mehr darüber wissen möchtest, findest du es im Thread "Studie spricht sich gegen längere, gemeinsame Schulzeit aus"
Lieben Gruss
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Re: BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon smallworld am Sonntag 3. August 2008, 11:15

Ich sehe gerade, dass ich mich vertan habe. Bei uns wird nach der 6.Klasse geteilt (zumindest in Bern).
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Re: BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon befana am Sonntag 3. August 2008, 14:46

smallworld hat geschrieben:Ich sehe gerade, dass ich mich vertan habe. Bei uns wird nach der 6.Klasse geteilt (zumindest in Bern).

Bedeutet das, es ist bei euch auch nicht einheitlich?
Lieben Gruss
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Re: BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon smallworld am Montag 4. August 2008, 10:13

befana hat geschrieben:Bedeutet das, es ist bei euch auch nicht einheitlich?


Nein, überhaupt nicht. Bei uns entscheiden hauptsächlich die einzelnen Kantone.

educa.ch hat geschrieben:In 20 Kantonen dauert die Primarschule sechs Jahre, in den übrigen Kantonen vier oder fünf Jahre.

http://www.educa.ch/dyn/43944.asp
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Re: BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon befana am Montag 4. August 2008, 12:29

Also ist es bei euch auch nicht anders als bei uns.
Wie viele Kantone gibt es?
Lieben Gruss
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Re: BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon smallworld am Montag 4. August 2008, 13:15

befana hat geschrieben:Wie viele Kantone gibt es?


26 Stück. Die Ausnahmen mit der kürzeren Primarschule machen also sechs Kantone:
4 Jahre: Basel-Stadt und Waadt
5 Jahre: Tessin, Neuenburg, Basel-Land und Aargau

http://www.edudoc.ch/static/strukturdaten/pdf_rohdaten/033.pdf

Jetzt läuft aber momentan ein Projekt zur Harmonisierung in der der zweijährige Kindergarten obligatorisch wird, sowie der Übertritt in allen Kantonen nach 6 Jahren Primarschule erfolgt. Obwohl, wie ich gerade sehe, auch hier wiederum eine Ausnahme für einen Kanton (Tessin nur 5 Jahre) geplant ist. Ausserdem bekommen die Deutschschweizer Kantone wahrscheinlich bald (ca. 2012) einen einheitlichen Lehrplan.

Ich nehme an bei euch sind die Lehrpläne auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich?
"Eine gestufte Einführung des Schriftmaterials [...], und die Beschränkung von Lese- und Schreibaktivitäten auf dieses Material ist weder notwendig noch produktiv. Vereinfachung sollte den Lernenden überlassen bleiben (als Zulässigkeit von fehlerhaften Zwischenlösungen), nicht durch ein ein Programm oder die Lehrerin vorgegeben werden."
Hans Brügelmann (1994): "Wie wir recht schreiben lernen", S.246.
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Re: BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon befana am Montag 4. August 2008, 13:21

In deinem Link habe ich gerade gelesen, dass eure Lehrpläne vereinheitlicht werden sollen.
Aber bezog sich das nicht nur auf die Sprache?
Hier kocht auch jedes Bundesland sein eigenes Süppchen.
Das fängt schon mit der Einschulung an.
Soweit ich weiß, sind die Lehrpläne nicht einheitlich.
Sei einiger Zeit gibt es das Zentralabitur, aber momentan gibt es noch viele Probleme damit.
Lieben Gruss
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Re: BLLV kritisiert Schulnoten

Beitragvon smallworld am Montag 4. August 2008, 14:00

befana hat geschrieben:In deinem Link habe ich gerade gelesen, dass eure Lehrpläne vereinheitlicht werden sollen.
Aber bezog sich das nicht nur auf die Sprache?


Es bezieht sich auf den gesamten Lehrplan. Aber nur in den Deutschschweizer Kantonen und soweit ich die Schweiz kenne, wahrscheinlich wiederum mit einigen Ausnahmen. Bis 2012 ist es ja noch weit.

befana hat geschrieben:Hier kocht auch jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. Das fängt schon mit der Einschulung an.
Soweit ich weiß, sind die Lehrpläne nicht einheitlich.
Ja, bei uns gibt es sogar einen Spruch dafür. Den sogenannten "Katönligeist". Je länger ich jedoch darüber nachdenken, desto mehr kann ich es akzeptieren. Es macht die Orientierung zwar nicht einfach, erhält aber die Vielfalt und gerade im Pädagogischen braucht es Vielfalt, denn es gibt keine richtige pädagogische Lösung.

Hinter der Idee der Vereinheitlich der Lehrpläne kann ich jedoch ganz gut stehen, solange sie die pädagogische Vielfalt nicht zu sehr einschränken.

befana hat geschrieben:Sei einiger Zeit gibt es das Zentralabitur, aber momentan gibt es noch viele Probleme damit.
Was ist das genau?
"Eine gestufte Einführung des Schriftmaterials [...], und die Beschränkung von Lese- und Schreibaktivitäten auf dieses Material ist weder notwendig noch produktiv. Vereinfachung sollte den Lernenden überlassen bleiben (als Zulässigkeit von fehlerhaften Zwischenlösungen), nicht durch ein ein Programm oder die Lehrerin vorgegeben werden."
Hans Brügelmann (1994): "Wie wir recht schreiben lernen", S.246.
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