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Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon befana am Mittwoch 10. September 2008, 20:59

Die außerschulische Förderung spielt bei Eltern eine große Rolle: 24% der befragten Eltern fördern ihre Kinder in sportlicher Hinsicht, 22% im musischen Bereich, 12,5% unterstützen beim Erlernen einer Fremdsprache und 11,3% wollen durch Förderung dazu beitragen, dass ihre Kinder in einer Gruppe besser zurecht kommen. Diese Förderungen werden von den Eltern eher längerfristig unterstützt: 56% fördern länger als drei Jahre und geben dafür eine Menge Geld aus: In der Woche sind das im Durchschnitt 27 Euro. Die Eltern opfern auch viel Zeit für Ihre Kinder, im Durchschnitt etwas mehr als drei Stunden.

"Es muss allerdings die Frage gestellt werden, ob die hier investierte Zeit nicht bisweilen besser in schulische Förderung investiert würde, vor allem angesichts der Unzufriedenheit der Eltern mit den Ergebnissen der außerschulischen Förderung", erklärt Prof. Dr. Reinhold S. Jäger, Leiter des Zentrums für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau. Diese außerschulische Förderung werde nämlich im Vergleich zur Nachhilfe nicht so gut bewertet.


:arrow: Bildungsklick

Kann mir das bitte jemand erklären?
Ich habe den Artikel nun 3x gelesen.
Ist hier wirklich die Rede davon, die außerschulischen Angebote zugunsten der schulspezifischen Förderung weg zu lassen?
Oder anders ausgedrückt, die Schule ist nicht in der Lage, dem Bildungsauftrag nach zu kommen und die Eltern sollten das Geld besser in Nachhilfe investieren, statt z.B. in musikalische Angebote oder Sportvereine?
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Re: Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon Sophina am Mittwoch 10. September 2008, 21:09

befana hat geschrieben:Kann mir das bitte jemand erklären?

Also ich habe es so gelesen, dass musische, sportliche, sonstige außerschulische Förderungen nicht den von den Eltern erhofften Erfolg bringen (also ICH will eigentlich nur, dass Louisa nach der Schule Spaß hat und den Erfolg können wir leicht erreichen, allerdings muss ich geschilderten finanziellen und zeitlichen Aufwand bestätigen) und die Eltern deshalb, WENN sie denn unbedingt außerhalb der Schulzeit fördern wollen, auf schulnahe Förderung (also Nachhilfe) setzen sollen, da die scheinbar eher erfüllen kann, was man sich erhofft.

Ehrlich: Wenn mein Kind schlecht in Mathe ist, nutzt kein Schwimmkurs ihm etwas, sondern Mathenachhilfe, auch wenn 1000 Menschen jetzt wieder von allgemeiner Gehirnvernetzung und so weiter anfangen...
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Re: Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon befana am Mittwoch 10. September 2008, 21:13

Aber ist es wirklich so, dass Eltern ihre Kinder in den Sportverein oder zur Musik anmelden, um sie zu fördern, wenn sie in der Schule schlecht sind?
ich sehe es eher als Ausgleich für die Schule an.
Dann käme für mich zusätzliche Nachhilfe noch eher in Frage.
Oder würdest du Louisa aus den Vereinen abmelden, wenn sie in der Schule nicht mitkommt?
Wenn das Kind sich dort wohlfühlt und seine Freude hat, käme dies für mich einer doppelten Bestrafung gleich.
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Re: Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon Sophina am Mittwoch 10. September 2008, 21:19

befana hat geschrieben:Aber ist es wirklich so, dass Eltern ihre Kinder in den Sportverein oder zur Musik anmelden, um sie zu fördern, wenn sie in der Schule schlecht sind?

So impliziert es tatsächlich der Artikel.

befana hat geschrieben:Oder würdest du Louisa aus den Vereinen abmelden, wenn sie in der Schule nicht mitkommt?

Das käme auf das "nicht mitkommen" an... Wenn ich mir sicher wäre, dass es nicht Unvermögen, sondern Faulheit ist, würde ich sie abmelden, dann hat sie einerseits einiges an Zeit gewonnen, sich mit dem Schulstoff auseinanderzusetzen und andererseits kann sie das dann auch als (vorübergehende) Bestrafung ansehen, dass sie ihren Job nicht erledigt - wir müssen alle unseren Job machen, oder?

Klingt hart, aber ich finde das nur fair.
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Re: Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon befana am Mittwoch 10. September 2008, 21:21

Ich finde, es wird oft viel zu schnell Faulheit vermutet, auch von Seiten der Lehrer.
Wenn ein Kind den Stoff nicht versteht, kann es tausende von Gründen haben.
Ich denke, von Faulheit kann man erst in den höheren Klassen sprechen.
Lieben Gruss
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Re: Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon Sophina am Mittwoch 10. September 2008, 21:25

Naja, ich würde die Faulheit testen, indem ich mich über eine Zeit lang hinsetze und ihr wirklich erkläre und mich beschäftige.

Ich hab' ein paar Jahre lang Mathenachhilfe gegeben, ich hatte etliche Schüler, bei denen war es wirklich hoffnungslos, die konnten es einfach nicht verstehen, aber einer hat immer dann, wenn wir intensiv gelernt hatten (manchmal vier Stunden in der Woche) sogar Dreien geschrieben. Ich denke, ich würde erkennen, ob faul oder doof :-P.
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Re: Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon befana am Mittwoch 10. September 2008, 21:32

Es bedeutet ja nicht unbedingt, dass sie doof sind, oder es nicht verstehen.
Manche Kinder sind in der Schule so unter Druck, dass sie einfach Probleme haben.
Mein Sohn hat in der 5.Klasse heftige Probleme gehabt, obwohl er vorher immer gut war.
Es dauerte lange, bis wir dahinter kamen, dass er Angst hatte, die Gymnasialempfehlung nicht zu bekommen.
Das änderte sich erst, als wir ihm erklärten, dann könnte er später, wenn er Erwachsen ist, immer noch das Abitur nachholen.
Ab da war der Kopf wieder frei.
Wenn ich mir vorstelle, ich hätte ihn damals vom Sport abgemeldet. wäre es genau in die falsche Richtung gegangen.
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Re: Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon Sophina am Mittwoch 10. September 2008, 21:36

Ich glaube Louisa hat es schwer in der Schule mit mir als Mutter... Mir ist alles immer nur so zugeflogen und ich hatte nie Angst, Druck oder sonstwas. Naja, ich hoffe, dass sie weiterhin keine Probleme bekommt und wenn, dass ich es dann schaffe, mich im Zaum zu halten.

Abgesehen davon hat sie sowieso zuuuu viele Kurse, da könnte es nicht schaden, sie bei einem oder zweien abzumelden :roargh:
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Re: Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon befana am Mittwoch 10. September 2008, 21:41

Sophina hat geschrieben:Abgesehen davon hat sie sowieso zuuuu viele Kurse, da könnte es nicht schaden, sie bei einem oder zweien abzumelden :roargh:

Genau, und wenn sie dann zufällig gerade schlecht in der Schule ist, hast du sogar eine Begründung. :floet:
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Re: Förderung muss zielgerichtet sein

Beitragvon Sophina am Donnerstag 11. September 2008, 05:14

befana hat geschrieben:Genau, und wenn sie dann zufällig gerade schlecht in der Schule ist, hast du sogar eine Begründung. :floet:

Befana, ich sehe schon, Du verstehst mich :-D
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