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rousseau

Beitragvon pleuchen00 am Sonntag 11. Februar 2007, 21:24

hey ihr lieben :lol:
ich habe grad gesehen das ihr hier eifrig am überlegen seid ich dachte da könnte ich meine frage mal mit ein werfen!!! :oops:

ich setzt mich gerade mit rousseau auseinander:
der sagt "das es keinen mittelweg in der erziehung gäbe. das kind gibt befehle, oder es empfängt sie......... bevor es noch sprechen kann , befiehlt es. ehe es handeln kann, gehorcht es.

ich verstehe das zwar aber was hat das mit mitelweg zutun ich meine gibt es nach rousseau nur ein empfangen und senden innerhalb der erziehung?
weiß jemand was über rousseau???

lieben dank :roll:
pleuchen00
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Beitragvon Claudia am Sonntag 11. Februar 2007, 22:08

Ich zitiere mal. :lol:

Rousseau möchte nun jedoch bei beiden Geschlechtern, dass Kinder eine negative, beziehungsweise indirekte Erziehung erhalten, was so viel heißt, wie dass der Erzieher nichts tun soll und verhindern soll, dass etwas getan wird. Man soll also das Kind möglichst von der Gesellschaft fernhalten, da die Gesellschaft etwas tun könnte, was das Kind schlecht erzieht.
Wenn man das Kind nun aber von der Gesellschaft fern hält und somit verhindert, dass etwas getan wird, so kann das Kind lernen, ein Mensch zu sein, ohne jede Unterscheidung der verschiedenen Klassen jemals zu erfahren, denn Rousseau ist der Meinung, dass die Berufung jedes Menschen zuallererst einmal ist, Mensch zu sein und nicht Anwalt, Soldat oder Priester. Jeder, der als Mensch erzogen wurde, kann laut Rousseau jeden Beruf gut erfüllen und muss also nicht auf einen bestimmten Beruf hin erzogen werden.
Negative Erziehung heißt nun, dass man das Kind wissen lassen soll, dass es materiell von seinem Erzieher abhängig ist, es aber nicht unter diesem Wissen leiden soll. Das Kind soll niemals lernen, was es heißt, gehorsam zu sein, oder zu befehlen. Es soll nie zu etwas gezwungen werden. Wenn es um etwas bittet, dann soll der Erzieher seinen Wünschen nur nachgeben, weil das Kind dessen bedarf, um das es bittet, und nicht weil es danach verlangt. Unvernünftige Wünsche sollen dabei auf ein eisernes Nein oder natürliche Widerstände und Bestrafungen treffen, an die sich das Kind bei wiederkehrender Gelegenheit immer wieder erinnert. Dabei sollte man aber beachten, dass das Kind nichts böses tun kann, da es direkt vom Schöpfer kommt und somit gut ist. Um also zu verhindern, dass doch etwas schlechtes geschieht, muss man auf das Kind acht geben, und alle Dinge entfernen, an oder mit denen es etwas tun könnte, was man nicht will, dass es tut. So soll man also das, was das Kind nicht tun soll nicht verbieten, sondern ohne Erklärungen verhindern und das, was erlaubt ist, dem Kind ohne es ihm aufzudrängen, es zu bitten oder Bedingungen zu stellen, geben. Damit wird die Kraft des Kindes so ergänzt, dass das Kind frei ist, aber nicht herrscht. So kann das Kind aus den Erfahrungen lernen, die es mit der Zeit macht, lernt aber gleichzeitig nicht, was es heißt, Autorität auszuüben, oder einer Autorität unterstellt zu sein. Gleichzeitig übernehmen Erfahrung oder Unvermögen des Kindes dann die Stelle des Gesetzes, welches es weder kennt noch kennen lernen soll. Dies ist laut Rousseau die beste Möglichkeit, das Kind auf das Leben vorzubereiten und ihm beizubringen, wie es die Freuden und Leiden des Lebens am besten meistert, welches das Ziel jeder Erziehung ist.
Liebe Grüße!
Claudia
:hack:

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Zusatzqualifikationen: Sexualpädagogin (gsp), Entwicklungspsychologische Beraterin für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern (EPB), StarkeEltern-StarkeKinder-Elternkursleitung beim DKSB, PEKiP®-Gruppenleiterin

Beitragvon pleuchen00 am Sonntag 11. Februar 2007, 23:17

hey lieben dank claudia!!
hast mir geholfen darf ich fragen wo du das zitat her hast??? sichere quelle?
pleuchen00
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Beitragvon Claudia am Sonntag 11. Februar 2007, 23:23

Gymnasium-Quelle. :wink:


Schön, wenn es dir geholfen hat. :D


Die Quelle hatte ich ganz vergessen. Tut mir leid.

Quelle

Evtl. kannst du ja sogar noch mehr gebrauchen.
Liebe Grüße!
Claudia
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Beitragvon pleuchen00 am Montag 12. Februar 2007, 01:32

huhu claudia :lol:

du ich habe da doch nch mal eine frage....
:?:


inwiefern ist denn ist denn emile ( roausseaus fiktiver zögling) repräsentant als kritische gegenfigr zur höfischen gesellschaft???

weißt du das vielleicht?? :idea:

:shock:

lieben dank :D
pleuchen00
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Beitragvon Claudia am Sonntag 18. Februar 2007, 15:17

Tut mir leid.

:(

Weiß ich nicht.

Aber falls du zu einer Antwort kommst: Ich würde mich sehr freuen, wenn du es hier postest!
Danke! :)
Liebe Grüße!
Claudia
:hack:

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Beitragvon delphi84 am Dienstag 5. Juni 2007, 07:58

Das "Lustige" bei Rousseau ist, dass sein "Emile" damals ein anerkanntes Werk war und er durchaus auch Pädagoge genannt wurde.
Seine eigenen 8 (?) Kinder hat er aber ins Heim gegeben, weil er sich nicht mit ihnen auseinandersetzen wollte :roll:
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Beitragvon Isabel am Montag 12. November 2007, 20:30

inwiefern ist denn ist denn emile ( roausseaus fiktiver zögling) repräsentant als kritische gegenfigr zur höfischen gesellschaft???



Auch wenn es spät kommt:

Ich würde es nicht als Gegenfigur zur explizit höfischen Gesellschaft bezeichnen. Vielmehr geht Rousseau davon aus, dass das Kind nur dann "gut" erzogen werden kann, wenn es fern von der Gesellschaft erzogen wird. Die Natur steht deshalb bei ihm auch im Vordergrund: Die Gesellschaft habe einen schlechten Einfluss auf das Kind und korrumpiert es sogar. Nur fern ab aller gesellschaftlichen (und politischen?) Einflüsse kann das Kind sich entfalten.
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Beitragvon Kerstin am Samstag 17. November 2007, 19:12

delphi84 hat geschrieben:Das "Lustige" bei Rousseau ist, dass sein "Emile" damals ein anerkanntes Werk war und er durchaus auch Pädagoge genannt wurde.
Seine eigenen 8 (?) Kinder hat er aber ins Heim gegeben, weil er sich nicht mit ihnen auseinandersetzen wollte :roll:


Ich finde, diese Aussage kann ich für mich nicht so stehen lassen, denn eigentlich sind Rousseaus Motive diskutiert aber nie endgültig geklärt worden.
Kerstin :-D
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