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Ein Urteil zum Knabbern...

Beitragvon Muchai am Donnerstag 30. Oktober 2008, 00:01

Nabend,

Götz George hat einmal gegen Ende seiner ersten Schimanski-Periode über die schlechter werden Drehbücher gesagt, daß er sie gerne verstehen würde.
So geht es mir mit einem Urteil vom Familiengericht, mit dem wir und vor allem der betroffene Jugendliche arbeiten muss, auch.

Vorgeschichte
Der Jugendliche kam vor 9 Monaten zu uns auf die Gruppe, weil er mit Hilfe der Polizie aus der mütterlichen Wohnung geholt wurde, weil sie (zum wiederholten Male) nicht in der Lage war, für ihren Sohn zu sorgen. Neben Alkoholismus vermuten wir noch andere massive (psychische) Probleme.

Nach neun langen Monaten ist nun vom Familiengericht ein Beschluss gefasst worden, der uns nur mit dem Kopf schütteln lässt. Der Jugendliche bekommt einen Vormund für das Aufenthaltsbestimmungsrecht, die medizinische Sorge und <ist noch zu ergänzen>. Seine Mutter behält das Umgangsrecht, das Sorgerecht für behördliche Angelegenheiten (u.a. Beschulung) und die Vermögenssorge.
In einem anderen Urteil vom Sozialgericht wurde für ihre Vermögensverwaltung wiederum ein gesetzlicher Betreuer eingesetzt...

Unsere Hoffnung, für ihn eine Klarheit zu bekommen, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Jetzt ist die Angelegenheit noch schwammiger, als sie es in den vergangenen Monaten ohnehin schon war. Dank dieser Urteile und der damit verbundenen Schweigepflicht, haben der Jugendliche und wir mit noch mehr Personen zu tun, die über ihn zu befinden haben. Die Schweigepflicht, die die gesetzlichen Betreuer untereinander haben, bedingt, daß die Mutter ganz gut geschützt ist, was sie wohl vor Veilchen an den Augen nicht schützen wird (der Vater ist untergetaucht und schon seit vgeraumer Zeit nicht mehr in Deutschland).

Um auf die Einleitung zurückzukommen: Ich würde dieses Urteil so gerne verstehen!
Mit pädagogischem Gruß
Muchai :kaffee:
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