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Wahrnehmung von Mobbing

Beitragvon engelein10 am Dienstag 18. November 2008, 23:03

Hallo!

Ich habe da mal eine Frage.
ab Wann nehmen Kinder MOBBING bewusst war?

Und zwar habe ich ein Kind in der Gruppe, dass mit gerade zwei Jahren in den Kindergarten gekommen ist.
Die Mutter hat uns erzählt, dass das Kind sein Verhalten geändert hat, seit dem es von einem anderen Kind stark gemobbt wurde. Das heißt, dass diese Situation passiert ist, als das Kind 1;6 Jahre alt war.
Die Eltern gehören den Zeugen Jehovas an.
Der Junge fällt uns in dem Sinne auf, dass er den ganzen Tag nicht spielt. Kontakt nimmt er über Schubsen, kneifen, hauen, beißen, etc. auf. Er spricht nicht viel. Meist nur mit den Kindern und das auch sehr undeutlich! Aber er hat den ganzen Tag alle Situationen in der Gruppe im Blick! Es stört ihn, wenn etwas schmutzig ist, oder nicht gerade (z.B. haben wir Bilderrahmen aus Stöcken selber gebastelt. diese zerbricht er, weil die nicht schön und gerade sind. das sagt er dann auch)Auch die Bilder in diesen Rahmen sind seiner Meinung nach nicht schön (Murmelbilder).

Wer hat mit sowas schon Erfahrung? Bitte helft mir!
Gruß Vanny

--------------------
Spiel ist gewissermaßen der Hauptberuf eines jeden Kindes, das dabei ist, die Welt um sich herum, sich selbst, Geschehnisse und Erlebnisse im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.
- Armin Krenz -

Nichts ist höher zu schätzen als der Wert des Tages!
- Goethe -

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Re: Wahrnehmung von Mobbing

Beitragvon Franka am Mittwoch 19. November 2008, 19:47

Hm ... ich würde da weniger an Mobbing denken. Vor allem wenns ein einmaliger Vorfall war, der zu dieser Verhaltensänderung geführt hat - und das muß aber wirklich extrem gewesen sein.
Helfen kann ich Dir leider nicht. Ich würde mir fachlichen Beistand holen und den Eltern professionelle Beratung ans Herz legen. In einer Erziehungsberatungs- oder Frühförderstelle.


Franka
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Re: Wahrnehmung von Mobbing

Beitragvon engelein10 am Donnerstag 20. November 2008, 07:05

Hallo Franka!

Wir sind uns zur Zeit nicht sicher, ob wir es auf diese Sache zurück führen sollen.
Wir schreiben zur Zeit, min. einmal die Woche ein Beobachtungsprotokoll und versuchen jeden Tag kurz zu dokumentieren, womit das Kind sich am Tag beschäftigt.
Anfang Januar stehen bei uns sowieso Elterngespräche an und bis dahin, wollen wir uns ein Bild machen.

Da wir Familienzentrum werden, haben wir das Glück, dass wir ab nächstes Jahr, sowieso eine Erziehungsberatung ins Haus bekommen. Mit der würden wir dann vorher auch noch mal Rücksprache halten.
Gruß Vanny

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Re: Wahrnehmung von Mobbing

Beitragvon Christine am Samstag 29. November 2008, 20:40

Hallo, Vanessa,-
ich versuche mal, Dir meine Empfindungen beim Lesen Deiner Frage als mögliche Antwort zu übermitteln.
Ohne jetzt eine "Ferndiagnose" stellen zu wollen, erinnert mich dieses Verhalten von dem Du schreibst, an Kinder mit Wahrnehmungsstörungen - ein bischen auch an Autismus, der ja mit etwa 30 Lebensmonaten erst zu Tage tritt. Ist in dieser Richtung schon mal gedacht worden? Gibt es innerfamiliäre Stresssituationen? Grunderkrankungen?
Bitte nicht gleich alle Pferde scheu machen, es ist mein erster Gedanke beim Lesen Deiner Sätze - nicht mehr. Ich kenne die Situation nicht.
Von Mobbing würde ich erst mal nicht reden, ich glaube nicht, dass man mit 1,6 Jahren schon in solche Situationen geraten kann. Natürlich merken auch kleine Kinder, wenn man ihnen nicht wohlgesonnen ist - aber "Mobbing" ist ein klar definierter Begrff, den ich hier nicht ansetzen möchte. Ich denke, ein Beobachtungsbogen ist ein guter Weg dem ein ernsthaftes Gespräch mit den Eltern folgen sollte. (zu zweit + ggfs. vorher Supervision nehmen um evt. Schwierigkeiten gegenüber gewappnet zu sein). Vielleicht hilft Dir meine Antwort ein bischen weiter, viel Erfolg . . . :|
„Wer immer nur dass erwartet,
was er bereits kennt,
darf sich nicht wundern,
wenn er nur noch dass bekommt,
was er immer schon hatte, . . . !“
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Christine
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Tätigkeit: Dipl. Päd. Sprachheilpädagogin, Dozentin und Fortbildungsreferentin
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Schulabschluss: Abitur
Berufsabschlüsse: Diplom Pädagogin, Sprachheilpädagogin, Gestalttherapeutin, Kinderpflegerin

Berufserfahrungen in Kdg., Sondereinrichtungen, Autismusambulanz, Psychiatrie, Frühförderung und Klinik, derzeit tätig in eigener Praxis, Fortbildungsreferentin, Lehrbeauftragte am Fachseminar für Altenpflege für das Fach Logopädie


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