Hort, Heim, ....
(Für alle User offen.)

Moderatoren: Muchai, Ne55i

Forumsregeln
Willkommen im Unterforum Außerschulische Jugendarbeit!
Bitte unsere Nutzungsbedingungen, die Datenschutzrichtlinie und das Impressum beachten.
Hinweise zur Bedienung sind bei der BBCode-Anleitung und den häufig gestellten Fragen zu finden.
Bei weiteren Fragen bitte an einen Admin wenden.

Flexible ambulante Jugendhilfe

Beitragvon Darka am Montag 12. Januar 2009, 10:07

Hallo zusammen!
Ich arbeite seit September in der flexiblen ambulanten Jugendhilfe, und suche Menschen,die Lust haben, sich darüber mit mir auszutauschen.

Wie in der Vorstellung schon gesagt, bin ich derzeit im BP zur Erzieherin, und stehe mit meinem Berufsfeld sehr allein da, da alle anderen, die mit mir die Ausbildung absolviert haben, im KiGa, im Jugendzentrum oder im Kinderheim arbeiten. Mich würde es sehr freuen, wenn ich den oder die einen oder anderen fände, der in einer ähnlichen Situation steckt, da meine Mitarbeiterinnen einfach schon lange Berufserfahrung haben, und es niemanden gibt, der in der Ausbildung diesen Weg einschlägt.
Problematisch finde ich derzeit, dass die meisten meiner Kollegen systemisch arbeiten, oder ähnliche Beraterfortbildungen gemacht haben,während ich methodisch oft in der Luft hänge, und Dinge aus dem Bauch heraus entscheide. Während der zwei Jahre Schule hat mich wenig bis gar nichts auf die Settings, die ich jetzt vorfinde, vorbereitet, was naturgemäß eben so ist, da wir primär für den Elementarbereich ausgebildet wurden. Derzeit betreue ich z.B. ein Mädchen, welches verschiedenste psychische Diagnosen gestellt bekommen hat (Depressionen, Borderline, etc.) und aus mehreren Schutzstellen geflogen ist. Ich bin bemüht, mi ihr ihren Weg zu gehen, und ihr bei der Verselbständigung zu helfen, aber ich sehe auch, dass ich von meiner Qualifikation her eigentlich nicht befähigt bin, diese Dinge zu leisten. Es ist einfach ein schmaler Grad, zwischen dem Wunsch diesen Job gut zu machen, der Begeisterung für die Arbeit und meinen eigenen, persönlichen Grenzen. Am liebsten würde ich at hoc 83948932849824 Milliarden Fortbildungen machen, was natürlich nicht geht. Dazu kommt, dass meine Schule vielfache und umfangreiche Verschriftlichungen im BP verlangt, wobei ich mich schwer tue, diese zu leisten, da die hergebrachten Planungen, die man im KiGa oder im Hort gut schreiben und druchführen kann, hier schlecht greifen, da die Dinge sich oft derartig schnelllebig verändern, dass vieles nur schlecht planbar ist. *seufz. Sorry fürs zutexten, aber mir fehlt da mittlerweile ein wenig die Lobby.

Bis später,
Darka.
Darka
Forenmitglied
 
Beiträge: 7
Registriert: 12.01.2009
Wohnort: Duisburg
Alter: 40
Tätigkeit: "Supernanny"
Geschlecht: weiblich
Land: Deutschland
Schulabschluss: Fachgeb. Abitur
Berufsabschlüsse: staatlich geprüfte Erzieherin


Re: Flexible ambulante Jugendhilfe

Beitragvon befana am Montag 12. Januar 2009, 14:33

Hallo Darka,
da hast du dir aber viel vorgenommen.
Ich denke, wenn man lange genug im Beruf ist, lernt man, kleine Brötchen zu backen und sich mit wenig zufrieden zu geben.
Außerdem bin ich mir sicher, dass sich vieles erst im Laufe der Erfahrungen einspielt.
Deshalb würden dir 83948932849824 Milliarden Fortbildungen vermutlich nur bedingt etwas nützen.
Dass du in der Erzieherausbildung nicht annähernd darauf vorbereitet wurdest, weil der Schwerpunkt in anderen Aufgabenbereichen liegt, ist sicher zusätzlich ein Problem.
Allerdings wüsste ich nicht, wie auch der Bereich genügend in die Erzieherausbildung einfließen kann, da sie meiner Meinung nach schon sehr gerafft ist.
Aber ich wünsche dir ganz doll, dass du hier den Austausch findest, den du suchst.
Lieben Gruss
befana

1. Hilf mir, es selbst zu tun (Maria Montessori)

2. Ich suche das Kind in mir (von mir)
Benutzeravatar
befana
*** Admin ***
 
Beiträge: 12525
Registriert: 19.01.2007
Wohnort: Berlin
Alter: 60
Tätigkeit: Erzieherin
Geschlecht: weiblich
Land: Deutschland
Berufsabschlüsse: staatl. anerk. Erzieherin
Vorklassenleiterin
Zusatzqualifikationen: Montessori

Re: Flexible ambulante Jugendhilfe

Beitragvon Ne55i am Dienstag 13. Januar 2009, 10:17

Hallo Darka,

ich kenne deine Lage sehr gut. Man ist super euphorisch und möchte alles und sofort richtig machen, weiß aber nicht, wie man auch nur ansatzweise in der kurzen Zeitspanne die Kompetenzen erlangen soll, die man sich selbst zum Ziel setzt.Der Druck, den man sich selbst setzt ist anfangs ein riesen Ansporn. Wie steht es denn mit dem Austausch in der Einrichtung?
Werden deine Kontakte zu den Klienten begleitet, schließlich bist du ja noch im Praktikum?

Ich kenne den Bereich der flexiblen ambulanten Jugendhilfe nur oberflächlich. Ich selbst arbeite mit 9 Jugendlichen im Alter von 13-18 Jahren in einer Jugendwohngruppe. Somit haben wir zumindest das gleiche Klientel ;)
-------------------------------------------------------
Liebe Grüße,
Ne55i
***************************************
"Sag es mir, und ich werde es vergessen.
Zeig es mir, und ich werde mich dran erinnern.
Beteilige mich, und ich werde es verstehen."
*Konfuzius*
***************************************
Ne55i
*** Moderatorin ***
 
Beiträge: 901
Registriert: 08.05.2007
Wohnort: Limburg
Alter: 34
Geschlecht: weiblich
Land: Deutschland
Berufsabschlüsse: Diplom Pädagogin
Betreuerin in einer Jugendhilfeeinrichtung


Zurück zu Außerschulische Jugendarbeit

  • BESUCHER

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste