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Berufsschullehramt für Sozialpädagogik

Beitragvon Simon81 am Dienstag 16. Juni 2009, 18:39

Hallo allerseits,

ich habe den Wunsch Berufsschullehrer für Sozialpädagogik zu werden.

Ich bin bereits Dipl.-Soz.Päd (BA) und habe ein wenig Berufserfahrung.

Was für Möglichkeiten habe ich denn um relativ schnell unterrichten zu können, was und wo könnt ihr mir empfehlen?
soweit ich weiß, gibt es für mich folgende denkbare Varianten:

- Staatsexamen (Sozpäd + Nebenfach) 10 Semester + Ref.
- Master of Education 4 Semester + Ref
- Master of Arts Erziehungswissenschaft (früher Dipl.-Päd.) 4 Semester + Ref.

Ist ein Nebenfach unbedingt empfehlenswert? wie sind die Berufsaussichten und der Wechsel in ein anderes Land?

Danke für eure Antworten!

Grüße
Simon
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Re: Berufsschullehramt für Sozialpädagogik

Beitragvon Claudia am Dienstag 16. Juni 2009, 18:54

Hallo!

Das kommt - wie so oft bei Bildungsangelegenheit - ganz auf das Bundesland an.
Eigentlich muss man dafür "Lehramt für Sozialpädagogik" studieren, aber es gibt auch diverse Quereinstiegsmöglich, die aber, wie schon erwähnt, vom Wohn- bzw. Arbeitsort abhängig sind.


(Weitere Threads im Forum:
Quereinstieg ins Lehramt
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Re: Berufsschullehramt für Sozialpädagogik

Beitragvon Simon81 am Dienstag 16. Juni 2009, 21:33

Hallo Claudia,

vielen Dank für Deine rasche Antwort!

Also ich würde sehr gerne in Tübingen studieren. Dort gibt es einen ganz neu eingerichteten Studiengang (Soz.päd. Staatsexamen plus Nebenfach):
http://www.erziehungswissenschaft.uni-t ... index.html
Dieser grundständige Studiengang umfasst aber ganze 10 Semester! Das ist mir doch etwas zu lang.

An der Uni in Dortmund hingegen gibt es z.B. einen "gestuften Studiengang in der Lehrerbildung" mit dem Abschluss Master of Education. Ebenfalls mit Nebenfach.
http://www.tu-dortmund.de/bml/html/faec ... d_fwp.html
So wäre ich evtl. "nur" für Berufskollegs und Fachschulen lehrberechtigt, könnte aber in 4 Semestern fertig sein, falls mein Bachelor oder mein Diplom anerkannt wird. Das wäre attraktiv!

Daneben gibt es bald noch folgenden Studiengang in Lüneburg:
http://www.leuphana.de/graduate-school/ ... zpaed.html

Ebenfalls gibt es Möglichkeiten in Bamberg:
http://www.uni-bamberg.de/studium/studi ... rufschule/

und in Dresden:
http://tu-dresden.de/studium/beratung/z ... chelor.pdf

Ich bin momentan ziemlich verunsichert, da ja auch bald Bewerbungsschluss an den Unis ist.
Wo ich studier ist mir eigentlich relativ egal. Arbeiten würde ich wahrscheinlich am liebsten in Baden-Württemberg. Ist es nicht möglich nach dem Studium in Ba-Wü einfach das Referendariat zu machen oder nach dem Referendariat zu wechseln?

Kannst Du mir sagen wie im Moment die Berufsaussichten als Berufsschullehrer und als Master (Erziehungswissenschaften) aussehen?

Vielleicht kannst Du mir ja einen Tipp geben! Wäre Dir sehr dankbar!

Viele Grüße
Simon
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Re: Berufsschullehramt für Sozialpädagogik

Beitragvon Claudia am Mittwoch 17. Juni 2009, 23:05

Hallo Simon!

Ich kann dir nicht sooo ganz helfen, sondern nur im Rahmen meiner eigenen Recherchen. Da ich mir die Arbeit auch selbst vorstellen kann, hatte ich mich vor einigen Monaten etwas eingelesen.
Als BA-Absolvent hast du ja auch schon während des Studiums Arbeitsleben geschnuppert. Das schadet sicher nicht. ;-) Ob es ausreicht, wird wohl wieder jede Uni/jedes Bundesland/...usw. entsprechend individuell entscheiden. An deiner Stelle würde ich aber nicht wieder "bei Null anfangen". Dein Abschluss ist ja eigentlich fast die perfekte Voraussetzung. Nun fehlt dir natürlich noch - laut Lehrordnung - ausreichendes Wissen über Methodik und Didaktik, sowie Übung in der Umsetzung. Ich hab mir die von dir verlinkten Masterstudiengänge etwas angeschaut. Also sofern du direkt einsteigen könntest, wäre es bestimmt die beste Wahl (aus meiner bescheidenen Sicht). Nur ist man bei den möglichen Arbeitsplätzen, wie du schon selbst geschrieben hast, damit doch etwas eingeschränkt. Deshalb weiß ich nicht ob die Zeit sinnvoll investiert wäre. Solltest du dir sicher sein, dass dies der einzig richtige und endgültige Weg für dich sein könnte, dann mach es. Aber ich würde irgendwie noch mehr zum Quereinstieg tendieren, sofern ein Platz zu ergattern wäre. Denn das Ref. steht dann auch noch an! Auch nicht zu unterschätzen (zeitlich und finanziell)!

Simon81 hat geschrieben:Ist es nicht möglich nach dem Studium in Ba-Wü einfach das Referendariat zu machen oder nach dem Referendariat zu wechseln?

Also leichter als an den Grund- und weiterführenden Schulen sicher. Aber ob es immer machbar ist!? :k.A.: Kann ich dir auch nicht sagen. Könntest dich aber ja mal an entsprechende Ministerien wenden. Vielleicht bekommst du eine vernünftige Auskunft.

Ein zweites Fach wird eigentlich überall verlangt, ja. Hab ich zumindest bisher nie anders in Anzeigen gesehen.


Wichtig ist vielleicht auch noch, dass Fachschulen für Sozialpädagogik evtl. keine Zukunft haben. In ein paar Jahren, vielleicht auch erst in 20-30 Jahren, wird die Erzieherausbildung an den Fachhochschulen/Universitäten verlagert sein. Ob Zweitkräfte weiter an Fachschulen ausgebildet werden, kann dir heute auch niemand sagen. Wobei dir dann evtl. auch noch der Fortbildungsbereich bleibt und zum Beispiel ggf. eine Tagespflegepersonenausbildung. Irgendwie ist es aber wohl erst mal ein unsicherer Zweig.

Ich hoffe ich habe dich nun nicht vollkommen verunsichert, sondern auch etwas geholfen.
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Re: Berufsschullehramt für Sozialpädagogik

Beitragvon Anni630 am Samstag 13. Februar 2010, 20:53

Die Leuphana Universität ist (meiner Meinung nach) übrigens nicht zu empfehlen...^^
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Re: Berufsschullehramt für Sozialpädagogik

Beitragvon Tarumir am Dienstag 1. November 2011, 17:29

Ich grab' das mal aus, weil ich Claudias Kommentar ueber die Zukunft der Fachschulen interessant finde.

Kannst du dazu auch eine Quelle angeben?

Lg,

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Re: Berufsschullehramt für Sozialpädagogik

Beitragvon Claudia am Dienstag 1. November 2011, 17:49

Nein. Keine Quelle, sondern nur der subjektive Eindruck bei der Beobachtung der Hochschul- und Fachschullandschaft.
Allerdings muss ich meine Zeilen von 2009 wieder etwas relativieren. Ich glaube mittlerweile, dass es auch zukünftig doch noch Fachschulen - gerade für Kita-Zweitkräfte und TPPs - geben könnte.
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Re: Berufsschullehramt für Sozialpädagogik

Beitragvon Timothy007 am Mittwoch 9. November 2011, 14:59

Der Trend weg von der Berufsausbildung an beruflichen Schulen hin zur Ausbildung an (Fach)Hochschulen ist ja in vielen Bereichen zu beobachten (auch der klassische Bankkaufmann, der Einzelhandelskaufmann usw. bekommen Konkurrenz von den FHs - wenn auch bisher nur langsam).

Ich denke auch, dass die Erzieherausbildung mittelfristig an den Fachhochschulen verlagert wird und die klassische Fachschule somit aussterben wird. Dagegen spricht zwar das für Akademikerverhältnisse sehr geringe Gehalt - aber wenn ich so manch anderen FH-Absolventen (auch SozialpädagogInnen) sehe, ist es nicht viel weniger und es werden sich genug Leute finden, die sich für (bzw. trotz) diese(r) geringe(n) Entlohnung ein Studium antun.

Ich denke aber auch, dass weiterhin Zweit- und Ergänzungskräfte an beruflichen Schulen ausgebildet werden. Auch bleiben dem Pädagogiklehrer ja noch diverse andere Bildungsgänge (z.B. die Fachoberschulen und beruflichen Gymnasien). Auch der Bereich der Fortbildung wird in Zukunft sicher einen höheren Stellenwert an beruflichen Schulen einnehmen.

Inwieweit nach "Abschaffung" von Kinderpflege-, Sozialhelfer/assistenten- und Erzieherausbildung Bedarf an weiteren Lehrkräften in diesem Bereich besteht, bleibt abzuwarten.
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