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Geschlechtsspezifische Unterrichtsgestaltung - Koedukation -

Beitragvon Patrick am Donnerstag 9. Juli 2009, 15:55

Hallo liebes Forum,

zur Zeit befasse ich (Lehramtsstudent) mich mit dem Thema "Koedukation/ Monoedukation und Geschlechterverhältnissen" in der Schule. Bald steht dazu eine Examensprüfung an. Beim Lernen haben sich nun 2 Fragen ergeben, auf die ich persönlich keine Antwort finden kann. Vielleicht kann mir ja die eine oder der andere helfen...?

Darum dreht es sich:

Nationale und internationale Studien (TIMSS, PISA, LAU) haben ergeben, dass es in Grundschulen und weiterführenden Schulen geschlechtspezifische Leistungsunterschiede gibt. In vielen (nicht allen) Ländern sind Jungen (z.T.) signifikant besser in den Fächern Mathe und Physik, Mädchen zeigen besser bis deutlich bessere Leistungen vor allem im Schrift-Spracherwerb (Rechtschreibung, Lesekompetenz). Nix neues...

Im Zuge dieser Ergebnisse wird über Maßnahmen nachgedacht, die diese Differenzen ein wenig beheben können. Dazu zählt zum Beispiel monoedukativer Matheunterricht in den Klassen 7,8,9 an Gesamtschulen. In diesem Modellversuch haben sich die Leistungen der Mädchen deutlich gebessert/ die der Jungen überstiegen. Zudem zeigen Jungen nun im koedukativen Unterricht in der 10.Klasse nach anfänglichen Schwierigkeiten ein deutlich verbessertes Sozialverhalten.

Das hört sich ja gut an! Meine Frage dazu wäre: Ist diese Geschlechtszuweisung vereinbar mit einer freien Wahl des gender Geschlechtes? Zwingt man so nicht Schülerinnen und Schüler die sich in einem "falschen Körper" empfinden oder "ihr" soziales Geschlecht noch nciht gefunden haben, so in ein ungewolltes Geschlecht/ Geschlechterumfeld?? Kennt jemand dazu fachwissenschaftliche Auseinandersetzungen?

2. Eine weitere Methode die Leistungsdifferenzen zu verringern besteht darin Unterrichtsinhalte mehr an den Geschlechtern zu orientieren. Z.B. im Physikunterricht mehr aus der Tierwelt oder dem menschlichen Bewegungsapparat (für ein gehobenes Interesse der Mädchen) oder im Schrift-Sprach-Erwerb in den Grundschulen mehr Wörter aus Themengebieten, die Jungen mehr interessieren (Dazu gibt es eine Studie, die zu dem ERgebnis kommt, dass Fibeln in erster Linie eine Kinderwelt darstellen, die eine "Mädchenwelt" ist. Es werden also zuwenige Wörter aus Themenfeldern, die von Jungs bevorzugt werden, eingebracht.) Diese "geschlechtsspezifischen" Unterrichtsinhalte/-themen führen zu einem größeren Lernerfolg.

Meine Frage dazu: Werden so nicht stereotype Geschlechterrollen reproduziert/manifestiert? Zwar mögen sich die Leistungen von Jungen und Mädchen angleichen, aber trägt dies bei zu einer (vor allem beruflichen) Gleichstelung von Frau und Mann?


ich bedanke mich sehr für Antworten,
Patrick
Patrick
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