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Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon Tabea am Sonntag 25. Oktober 2009, 20:12

Hallo :winke: !

Übe mich seit Juni in der Leitung eines Kitateams in NRW :aetsch:
Ich möchte gerne in meiner Kita (monatliche) Rahmenpläne einführen, evtl. auch in Form einer Kindergartenzeitung. Mein Team möchte das eher nicht, weil es sich nicht festlegen will, was wann gemacht wird. Die Eltern haben aber in einer Umfrage rückgemeldet, dass zu wenig Angebote sowohl morgens als auch besonders nachmittags stattfinden. :?
Gibt es irgendwo im Netz oder Fachliteratur etwas zu Vor- und Nachteilen von Rahmenplänen bzw. der Vereinbarkeit mit dem situationsorientierten Ansatz?

Ich würde gerne die Kinder miteinbeziehen bei der Auswahl der Themen. Wie kann man Kinderkonferenzen da mit reinbringen? Hat da schon jemand Erfahrungen mit? :kopfkratz:

Vielen Dank für Eure Hilfe,

Tabea
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Re: Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon befana am Sonntag 25. Oktober 2009, 21:14

Hallo Tabea,
wenn ich das so lese, laufen bei mir ganze Filme ab.
Ich hoffe, ich darf ganz ehrlich schreiben, ohne dir zu Nahe zu treten. :cool:
Wie ich zu Rahmenplänen stehe, werd ich später erläutern.
Erstmal ist es mir wichtig, auf dich als Leiterin zu reagieren.
Du bist relativ neu in der Einrichtung und nimmst gleich einschneidende Veränderungen vor, von denen du weißt, dass das Team Probleme damit hat?
Oh je, das kann ins Auge gehen.
Tabea hat geschrieben: Die Eltern haben aber in einer Umfrage rückgemeldet, dass zu wenig Angebote sowohl morgens als auch besonders nachmittags stattfinden. :?

Wenn die Eltern Kritik äußern, wäre es besser, eine Vermittlerrolle einzunehmen.
Ich denke zwar, wir sind Dienstleister, aber es sollte meines Erachtens nicht so laufen, dass die Eltern vorgeben, was gemacht wird.
ist es nicht einfacher, die Kolleginnen einzubeziehen und eine Sammlung von Ideen zu erstellen, wie beide Seiten zufrieden gestellt werden können, statt vorzugeben, wie dem Wunsch der Eltern nachgegeben werden kann?
Oft haben die Eltern den Eindruck, es wird zu wenig gemacht, weil die Transparenz nicht ausreichend ist.
Wie sieht es damit bei euch aus?
Eine Kitazeitung finde ich schon mal einen guten Anfang.
Des Weiteren würde ich mit dm Team überlegen, welche Möglichkeiten es noch gibt, die Eltern über eure Arbeit zu informieren (Fotoaushänge, Beobachtungen, die ausgehängt werden etc.).

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, die Eltern zu schulen, wann und wie die Kinder lernen. Das freie Spiel hat dabei einen zentralen Stellenwert. Die Aufgabe der Erzieherin ist es, dies genau zu beobachten und entsprechende Impulse (Material, entsprechende Angebote etc.) zu setzen, die das Kind in seiner Entwicklung fördern.
Dazu könntet ihr Elternabende zum Thema abhalten,

Hast du auch das Gefühl, es wird zu wenig gemacht, oder ist es überwiegend der Gedanke, du müsstest dem Wunsch der Eltern nachkommen??

Nun zu meinem Gedanken, die Rahmenpläne betreffend:
Die Vereinbarkeit von Rahmenplänen und dem situationsorientierten Ansatz kann ich nur als Widerspruch ansehen.
Ich habe zwar keinen Link darüber, aber wenn man die Fachliteratur aufmerksam liest, stellt man schnell fest, dass Rahmenpläne nur behindern würden.
Viel wichtiger wäre es, Beobachtungen auszuwerten, bzw. wie du schreibst, (zusätzlich) über Kinderkonferenzen etwas über die Interessen der Kinder zu erfahren und entsprechende Angebote zu machen.
Erstellt ihr Rahmenpläne, ist die Gefahr groß, sich starr danach zu richten, so dass die Interessen der Kinder auf der Strecke bleiben, oder der Frust aller Beteiligten (Kinder, Eltern, Kolleginnen) ist groß, weil der Rahmenplan zwar steht, aber kein Raum da ist, ihn auch abzuarbeiten.
Lieben Gruss
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Re: Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon Tabea am Sonntag 25. Oktober 2009, 22:23

Hallo befana!

Du trittst mir nicht zu nahe... Bin ja selber ständig am Überlegen wie wir als Team arbeiten können und trotzdem ein Mindeststandard erfüllt wird, der meiner Meinung nach noch nicht erfüllt ist. Ich muss also den Eltern leider recht geben, obwohl ich mich grundsätzlich lieber vor das Team stellen würde.

Ich habe das Thema im Team schon einmal angesprochen mit dem Hinweis, dass Eltern nicht nur unsere Feinde sind, sondern wir mit ihnen zusammenarbeiten müssen. Man kann durch Transparenz darüber, warum und was man tut, meiner Meinung nach vielen Unmut schon vermeiden. Dass man auch bei Elternwünschen irgendwo einen Punkt setzen muss, ist mir klar und das habe ich auch dem Team zu verstehen gegeben. Ich sehe mich also schon, wie Du vorgeschlagen hast, als Vermittlerin.

Mein Hauptproblem ist, dass ich selber sehe, dass in den Gruppen mehr passieren muss, ich meine Mitarbeiterinnen aber nicht vor den Kopf stoßen will. Mein Chef erwartet, "dass ich hart durchgreife" aufgrund der vielen Elternbeschwerden.

Ich dachte, ein roter Faden wie bei einem Rahmenplan würde das Team motivieren, eigenverantwortlich in der (neu von mir eingeführten) Verfügungszeit Angebote zu dem jeweiligen Thema zu erarbeiten ohne von mir alles vordiktiert zu bekommen. Das widerspricht aber -wie ich auch schon gelesen hatte- dem situationsorientierten Ansatz.
Im Moment wird sich aber auf dem situationsorientierten Ansatz "ausgeruht" und gar nichts gemacht. Habe leider Mitarbeiterinnen, die wirklich am liebsten nur "Kaffee trinken und tratschen".
Als ich im Juni angefangen habe, war gerade spielzeugfreie Zeit und die Kinder schlugen mit Pappröhren aufeinander, während die Erzieherinnen in der Ecke saßen und "beobachtet" haben.

Jetzt war eben meine Idee, wirklich bei den Interessen der Kinder zu schauen und daraus "Projekte" zu entwickeln. Dabei bin ich auf die "Kinderkonferenz" gestoßen....

Nun sind wir mit zwei weiteren Kitas unserer Kirchengemeinde seit dem 01.08. auch noch in der Qualifizierungsphase zum Familienzentrum: Unsere wöchentlichen Teamsitzungen werden eingeschränkt durch die Treffen der Kleingruppen aus den drei Einrichtungen, die dann einzelne Gütekriterienpunkte abarbeiten.

Ist wohl alles ganz spannend aber für mich als Leitungsfrischling schon eine Herausforderung! Bin also für Ideen und Anregungen dankbar!

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Re: Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon Franka am Montag 2. November 2009, 15:40

Ohje - ich finde es schwierig wenn Du schon so
Im Moment wird sich aber auf dem situationsorientierten Ansatz "ausgeruht" und gar nichts gemacht. Habe leider Mitarbeiterinnen, die wirklich am liebsten nur "Kaffee trinken und tratschen".
über Deine Mitarbeiterinnen denkst.

Vielleicht sind sie gar nicht so, wie Du sie wahrnimmst? Vielleicht haben sie aber auch irgendwann vor den Anforderungen/Ansprüchen der Eltern/der bisherigen Leitung resigniert und machen nur noch Dienst nach Vorschrift?
Wenn man es sowieso niemandem recht machen kann ... falls Du verstehst, was ich meine.
Ich würde Dir empfehlen, nicht nur auf die Eltern und Deine Vorgesetzten zu hören sondern auch mal mit den Kolleginnen zu
sprechen. Viele der Dinge, die wir leisten, sind nicht auf den ersten Blick erkennbar.

In unserem Kindergarten waren vor ein paar Monaten noch Wochenpläne üblich. Spätestens am Montag hatte ein Wochenplan auszuhängen, auf dem die Planung für die ganze Woche nachzulesen war. Wir waren nicht wirklich glücklich nit dieser Lösung. Irgendwann fingen wir an, mit den Kindern unserer Gruppe in Projekten zu arbeiten und erstellten eine Projektplanung. Damit waren einige Eltern unzufrieden (nicht alle und schon gar nicht die Mehrheit).
Unsere Lösung: wir schreiben weiterhin einen Wochenplan - aber rückwirkend ;-) Also jeden Tag schreiben wir mittags auf, was wir mit den Kindern gemacht haben. Als kleine Zugabe noch die Kürzel für die Bildungsbereiche, damit die Eltern auch sehen können, daß wir im Idealfall tatsächlich alle Bildungsbereiche in der Woche berücksichtigt haben.

Wir für uns haben einen "Projektfahrplan" im Kopf, den wir regelmäßig besprechen - aber es kann halt sein, daß uns die Kinder in eine ganz andere Richtung "treiben" als wir uns vorgenommen hatten.

Ich wünschte mir, wir hätten mehr Zeit für die Vor- und Nachbereitung unserer Angebote. Vieles machen wir in unserer Freizeit und momentan bin ich ziemlich traurig. Ich habe es bisher einfach nicht geschafft, unser wundervolles Ritterprojekt auch gebührend nachzubereiten. Also Projektbericht schreiben, verwendete Materialien, Lieder, Geschichten, Gedichte und insbesondere die Beiträge/Arbeiten der Kinder dokumentieren, Fotos sortieren und einkleben. Auf Arbeit komme ich nicht dazu weil es bei uns keine angemessene Vorbereitungszeit gibt. Und in meiner Freizeit - tut mir leid - mag und kann ich momentan nicht.

Wenn wir Dinge zu besprechen haben,fehlt uns der Raum und die Zeit dazu - was also machen wir? Wir stehen im Garten und besprechen unsere Planungen, die nötigen Vorbereitungen und und und. Wie mag das wohl auf Außenstehende wirken? Möglicherweise werden wir auch als tratschende Kita-erzieherinnen wahrgenommen?

Sprich mit Deinen Kolleginnen über die Anforderungen, die an Euch gestellt werden, findet gemeinsam Lösungen und Kompromisse. Und vielleicht stellst Du sogar fest, daß Deine Mitarbeiterinnen weit besser sind als ihr Ruf.



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Re: Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon Tabea am Mittwoch 4. November 2009, 06:15

Hallo Franka!

Ich möchte mich hier nicht als Mitarbeiter verachtende Chefin gesehen wissen! :(

Jede meiner Mitarbeiterinnen hat für sich ihre Qualitäten- ich frage mich nur, warum sie das so wenig zeigen! Wir können doch nach außen zeigen, was wir können und haben... Ich habe mit allen noch einmal gesprochen, was - wie Du richtig gesagt hast- auch oft viel zu kurz kommt (besonders jetzt, wo wir mal eben nebenbei noch die Anforderungen eines Familienzentrums erfüllen müssen!)

Ich denke nur, dass Freiheiten, die schwer erkämpft sind wie z.B. dass jetzt jede Mitarbeiterin eine Stunde Vorbereitungszeit hat, auch genutzt werden sollten

Wenn ich dann so Aussagen höre wie "Um elf Uhr möchte ich keine Vorbereitungszeit, da bin ich nicht mehr aufnahmefähig!" oder "ich möchte keine regelmäßige Projektgruppe" (wohlgemerkt soll das Thema nicht aufoktroyiert sondern in einer Kinderkonferenz gefunden werden!) und auf die Frage, wo das Problem liegt "bei mir, ich hab´da keinen Bock drauf!" zu hören kriege, fällt es mir doch sehr schwer, das alles noch positiv zu sehen, denn das geht schon in Richtung Arbeitsverweigerung und irgendwann bringt die allseits beliebte Diskutiererei auch kein Ergebnis!

Ich hoffe, dass sich vielleicht auch mal einer in meine Position versetzt....

Viele Grüße,

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Re: Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon Franka am Mittwoch 4. November 2009, 14:14

Nur ganz kurz - später vielleicht mehr.

Kurz nach elf ist bei uns der Vormittag gelaufen. Es gibt Mittagessen für die Kinder, danach die Vorbereitung auf die Mittagsruhe. Und wenn sie dann endlich alle liegen, dann bin ich heilfroh und garantiert auch nicht mehr aufnahmefähig.


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Re: Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon Tabea am Donnerstag 5. November 2009, 05:58

Hallo Franka!

Bei 3 Mitarbeitern in der U3-Gruppe (mich eingeschlossen- und ich muss häufig raus) macht es ja wohl kaum Sinn, Vorbereitungszeit von 8 bis 9 Uhr oder 9 bis 10 Uhr zu gewähren, weil dann ein Mitarbeiter alleine in der Gruppe wäre.... also, wenn Du noch einen besseren Vorschlag hast, nur her damit! Die betreffende Kollegin ist teilzeitbeschäftigt und nachmittags nicht da.
Außerdem sind wir nicht bei "Wünsch Dir was" und ich muss auch um kurz nach fünf aufstehen, um dann um 7 Uhr auf der Arbeit zu sein, von 14 bis 17 Uhr an einem Familienzentrumscoaching teilzunehmen, dann regulär bis 16 Uhr 30 zu arbeiten und von 19 Uhr 30 bis 21 Uhr 30 die Elternversammlung mit Wahl des Elternbeirates zu leiten, um dann todmüde um 22.30 zu Hause anzukommen - am nächsten Morgen dann wieder um 5.15 Uhr aufstehen!!!
Da kann ich auch nicht sagen, ich habe heute keinen Bock, habe kaum geschlafen und bin nicht aufnahmefähig! So Tage gibt es eben!

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Re: Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon Muchai am Donnerstag 5. November 2009, 20:54

Heieiei, das hört sich nach sehr eingefahrenenen Strukturen an. Da hast Du einen langen Weg vor Dir. Ob der über Kinderkonferenzen in der Anfangszeit der richtige ist, bezweifle ich indes, weil bei Deinen Mitarbeiterinnen sehr schnell der Eindruck der Manipulation durch / über die Kinder entstehen kann.

Veränderungen brauchen Zeit. Mein Eindruck ist, daß Du, wenn Du die Änderungen peu a peu durchführen wilsst, intensive Teamentwicklung machen musst, um zum Erfolg zu kommen. Ausschließlich mit Direktiven wirst Du das nicht erreichen, Du wirst viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.
Mit pädagogischem Gruß
Muchai :kaffee:
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Re: Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon Catja am Donnerstag 5. November 2009, 22:43

Hallo Tabea,

Muchai schrieb es ja - dem mag ich nur beipflichten - so wie du die Situation beschreibst, scheint es derzeit nur langsam gehen können. Ich habe von KiTas/ KiGas keine Ahnung - aber mir geht es auch gerade ums Team.
Ich habe das Bild vor Augen, dass du derzeit in deiner Einrichtung rumprischt wie ein galoppierendes Pferd und alle anderen nach kurzer Zeit aufgegeben haben, dir hinterherzurennen.

Du klingst sehr barsch, in Teilbereichen auch nicht sehr wohlwollend deinem Team gegenüber. Du schriebst in einem Nebensatz, dass dein Chef, unbedingt Veränderungen möchte, du sie durchsetzen soll. Aber vergiss nicht, dass du dich auf dein Team verlassen musst.

Gibt es eventuell ein paar €uros, die ihr in Teamsupervisionen investieren könnt (wenn ihr sie noch nicht habt?). Auch zu Zielfindung, Perspektiven entwickeln, Wünsche formulieren.

Wünsche dir alles Gute
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Re: Rahmenpläne und Kinderkonferenz

Beitragvon Tabea am Freitag 6. November 2009, 06:15

Hallo!

Ja, ich klinge barsch, weil ich extrem genervt bin von der Arbeitsmoral die bei uns herrscht. Alles "Unangenehme" soll ich machen... es gab bis vor kurzem keinerlei Angebote (weder nachmittags noch vormittags). Ich frage mich einfach so langsam aber sicher, wie sich meine Mitarbeiterinnen ihren Job vorstellen.

Mag sein, dass ich zu schnell Veränderungen möchte, nur wenn ich schon so darum kämpfen muss, dass an zwei Nachmittagen ein Angebot stattfindet, frage ich mich wirklich, wie lange ich noch die Energie habe, zu versuchen etwas zu bewegen!

Teamsupervision haben wir gerade beendet- ich habe noch die letzten drei Sitzungen mitbekommen. Ich habe mich beim Chef und beim Kirchenvorstand dafür eingesetzt, dass sie weiterläuft, der Chef versteht aber den Sinn nicht :?

Soviel erst mal für jetzt,

Tabea
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