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Eingewöhnung

Beitragvon Claudia am Sonntag 7. Januar 2007, 19:19

An alle, welche in einer KITA (Kiga, Krabbelgruppe, ..) arbeiten! :)

Und natürlich auch an alle Eltern, welche schon Erfahrungen mit der Eingewöhnung von Kindern in KITAs gemacht haben! :)

Wie wird/wurde die Eingewöhnung gestaltet?
Gibt/Gab es eine wissenschaftliche Grundlage oder wurde (nur) auf bisherigen Erfahrungen hin begründet und gehandelt?
Wie haben es die Kinder verkraftet?
Was wurde/wird noch verbessert?

Ich bin mir sicher, dass es wohl unterschiedliche Erfahrungen geben wird!

:)
Liebe Grüße!
Claudia
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Beitragvon Waia am Dienstag 16. Januar 2007, 19:47

Hallo Claudia,

wir gestalten die Eingewöhnung ganz individuell. Dabei achten wir sowohl auf die Bedürfnisse des Kindes, als auch auf die Bedürfnisse der Eltern. Je nach dem beginnen wir mit einem Stufenweisen Einstieg. Das bedeutet, dass die Betreuungszeit wenn nötig ganz weit herabgesetzt werden kann. Wir haben sogar schon mal bei einem Kind mit 30 Minuten angefangen, allerdings hatte da die Mutter die größeren Trennungsprobleme! Die Zeit wurde dann immer weiter gesteigert, dies wurde dann auch mit den Eltern abgesprochen. Da unsere Gruupe 5 Std. Betreuungszeit bietet, kann sich dann so eine Eingewöhnung schon etwas hinziehen.
Wenn die Kinder dann länger bleiben, versichern wir den Eltern, dass wir bei ihnen anrufen, wenn das Kind nicht mehr kann und bieten den Eltern auch an, bei uns anzurufen, wenn sie dies brauchen. Bislang sind wir damit sehr gut zurecht gekommen! Ob das nun wissenschaftlich belegt ist, weiß ich nicht, wir machen es so, auf Grund der guten Erfahrungen, die wir damit gesammelt haben.

Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass man das entsprechende Kind, sowie die Eltern dazu im Blick hat, wie es ihnen mit der neuen Situation geht.

Ich bin gespannt, wie der Einstieg bei anderen gestaltet wird oder auch, wie diese Zeit von Eltern erlebt wird.

Viele Grüße Waia
Waia
 

Beitragvon andyhandy am Dienstag 16. Januar 2007, 20:05

Hallo ich musst graed echt lachen, passender hätte des Thema nicht sein können. Hab heut in der Schule eine dreiviertel Studne ein Referat über die EIngewöhnung in Kinderkrippen gehalten anhand vom BEP. Wenns interessiert dem kann ich per PN schikcen. WEnn ich mal länger zeit hab stell ich hier auch kurz was rein ok?
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Muttererfahrung :-D

Beitragvon Sophina am Dienstag 16. Januar 2007, 20:06

Huhu zusammen,

also bei Louisa lief es so ab, dass ich dreimal einen Vormittag (also von 9-11:30 Uhr) mit ihr zusammen da war. Da konnte sie schonmal die Räume kennen lernen, merken wo Toilette ist, wo welches Zimmer und so weiter. Und ihren Haken samt Zeichen hat sie sich da auch schon aussuchen dürfen. Das lief insgesamt über einen Monat so ab.

Die eigentliche Eingewöhnug lief dann so (ganz mutig, aber es musste, weil ich wieder arbeiten musste), dass ich sie morgens um halb acht hingebracht habe, als die KiTa geöffnet hat und sie über den Zeitraum einer Woche langsam steigernd bis viertel nach zwölf geblieben ist. Der Freitag war dann das Highlight, weil sie da zum ersten Mal zum Stuhlkreis bleiben konnte, der ging damals noch von 11:30 bis 12:15 Uhr. Meine Eltern haben sie in dieser Woche dann eben entsprechend früher abgeholt.

Wochen 2-4 liefen perfekt, um halb acht gebracht, um halb drei geholt, Mittagessen und so weiter, alles kein Thema.

Die drei Wochen danach waren allerdings ziemlich hart, weil es Ihr da wohl gedämmert hat, dass Kindergarten keine vorübergehende Aktion ist, sondern sie tatsächlich bis zum Sanktnimmerleinstag da jetzt täglich hin gehen muss. Es gab' schon das übliche Weinen, dass man von den Kids ja kennt, aber zum Glück hatten sich ganz schnell zwei "Lieblingserzieherinnen" gefunden (die es bis heute geblieben sind), die sie dann immer ganz lieb und so lange wie nötig getröstet haben.

Seit diese drei Wochen vorbei sind, ist nie wieder ein Tränchen geflossen beim abgeben, eher beim holen, weil das spielen doch gerade so schön war. Wie oft wurde ich um halb drei wieder nach Hause geschickt von Louisalein, weil sie gerne noch bis halb fünf bleiben wollte. Ist ok, wenn man nur zwei Fußminuten entfernt wohnt und sonst nichts wichtiges vor hat.

Letzte Stufe der "Eingewöhnung", man könnte auch sagen der Übersiedelung, war dann die Teilnahme am "Kinderhotel", also eine Nacht im Kindergarten mit zwei Erzieherinnen, 20 Kindern und jeder Menge Spaß und Programm. Hat ihr riesigen Spaß gemacht und ich musste sie gleich vormerken für's nächste Mal.

Wieder Mal danke an "unsere" KiTa, die beste, wo gibt :-D... Scheint so einiges richtig gelaufen zu sein!

Grüßle, Sophina
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Beitragvon Claudia am Dienstag 16. Januar 2007, 21:08

andyhandy hat geschrieben:Hallo ich musst graed echt lachen, passender hätte des Thema nicht sein können. Hab heut in der Schule eine dreiviertel Studne ein Referat über die EIngewöhnung in Kinderkrippen gehalten anhand vom BEP. Wenns interessiert dem kann ich per PN schikcen. WEnn ich mal länger zeit hab stell ich hier auch kurz was rein ok?


Wäre nett, wenn du es direkt ins Forum schreibst. Vielen Dank.

:)
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Beitragvon Waia am Freitag 19. Januar 2007, 16:58

Hallo zusammen,

ich habe doch prompt noch was vergessen: Es gibt bei uns auch den sog. Schnuppertag. Das ist ein Tag, an dem die neuen Kinder in den Kindergarten kommen und einfach mal testen. Das ist aber nur eine einmalige Aktion und deshalb schauen wir eben ganz genau, wie es da wohl geht, bzw. fragen die Eltern schon mal im Vorfeld, wie sie es einschätzen!

Waia
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Beitragvon andyhandy am Samstag 20. Januar 2007, 17:45

so hier nun endlich was von meinem REferat. Hab mich entschlossen nur mein Praxisbeispiel rein zu stellen, denn alles andere is vom BEP und kann man da dann auch nachlesen. Also hier:

6. Praxisbeispiel (aus der Kinderkrippe in der ich gearbeitet habe):
Vorbereiten der Eingewöhnung:
- Anamnesegespräch mit den Eltern (etwa 2 Wochen vor der Eingewöhnung)
- Einen Wechselwäschebeutel für das Kind mit seinem Zeichen anmalen
- Einen Platz für die Windeln und dem Zahnputzbecher zuweisen mit seinem Zeichen
- Einen Garderobenplatz mit seinem Namen und Zeichnen kennzeichnen
- Die andern Kinder darauf vorbereiten, dass ein neues Kind kommt und ihnen schon mal den Namen sagen
Durchführung der Eingewöhnung:
Die Eingewöhnung dauerte bei uns je nach Mitarbeit des Kindes circa zwei Wochen. Bei Bedarf ging die Eingewöhnungsphase auch länger. Aber zwei Wochen mussten sich alle Eltern Zeit nehmen
1.Tag: Kind und Begleitperson 1 Stunde mit der Bezugsperson in der Gruppe. Ersts Kennenlernen
2.Tag: Wieder 1 Stunde, Begleitperson zieht sich langsam zurück bleibt aber noch im Raum. Bezugsperson wird aktiver, z.B spielt mit dem Kind oder trägt es durch den Raum
3.Tag: Wieder 1 Stunde, mit eventueller kurzer Trennung (circa 5 Minuten) Begleitperson geht derweil in den Teamraum ist also jederzeit erreichbar
4.,5. und 6. Tag: Trennung wird länger gemacht und es werden eventuell schon Kinder dazugenommen. Der Tag nach dem Wochenende läuft genauso ab wie der Tag vorher um den Kind Sicherheit zu geben
7. Tag: Kind ist alleine schon da und schaut mit der Begleitperson dann schon der Wickelsitution zu
8.Tag: Das Kind ist alleine da mit anderen Kinder und auch schon beim Wicklen dabei und schaut sich dann das Mittagessen mit der Bezugsperson an
9.Tag: Kind ist beim Mittagessen schon mit dabei und schaut sich die Schlafenssituation mit an.
10Tag: Das Kind ist beim kompletten Tagesablauf schon dabei.
Das ist der Ablauf einer idealen Eingewöhnung. Natürlich ist das Alter des Kindes auch von Bedeutung. Bei einem 8 Wochen altem Säugling dauert die Eingewöhnung meist nicht so lange. Wichtig bei der Eingewöhnung ist, dass sich die Eltern immer von ihrem Kind verabschieden und ihm erklären, dass sie jetzt zum Beispiel arbeiten gehen und später kommen um es abzuholen. Wenn das Kind merkt, dass es stimmt bekommt es dadurch eine große Sicherheit und gewöhnt sich somit auch leichter an, denn es weiß ja: „Ich werde wieder abgeholt“
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Beitragvon andyhandy am Samstag 20. Januar 2007, 17:47

oder soll ich den REst auch noch reinstellen?
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Beitragvon Claudia am Samstag 20. Januar 2007, 17:48

Vielen Dank!

andyhandy hat geschrieben:Das ist der Ablauf einer idealen Eingewöhnung.


Hm.. hast du das selbst erarbeitet? Woher weißt du, dass es die ideale Eingewöhnung ist?

Ich bin neugierig. :wink:
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Beitragvon Claudia am Samstag 20. Januar 2007, 18:13

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