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Beruflicher Einstieg

Beitragvon Rubina am Samstag 7. April 2007, 19:32

Hallo Tosca,

schau mal hier, da hab ich schon mal was zu meiner jetzigen (besch...) Situation geschrieben: http://www.paedagogik-klick.de/forum/viewtopic.php?t=190

Ich bin seit dem Ende meines Studiums auf Stellensuche, aber war noch nie als Diplom - Pädagogin eingestellt! In meiner Not hab ich mich selbständig gemacht als PEKiP - Gruppenleiterin, aber finanziell ist das ein Witz! Daher bin ich immer noch auf Stellensuche, in der Hoffnung, dass ich nun, mit Zusatzausbildung (PEKiP bedeutet ja auch eine Ausbildung in Gruppenpädagoik) und selbständiger Berufstätigkeit, bessere Chancen hab auf ne Stelle, da ich ja nun Berufserfahrung sammle. Leider hat es sehr wenig Stellen, auf die ich mich bewerben kann, da ich auf keinen Fall mit Jugendlichen arbeiten möchte und wenn Stellen frei sind, sind sie in der offenen Jugendarbeit.... Echt traurig.... ich muss gestehen, ich hab es schon oft verflucht, Erziehungswissenschaften studiert zu haben!

Ich hab Hunderte von Bewerbungen geschrieben, deutschlandweit (als ich noch keine Tochter hatte) und hatte lediglich 5 Vorstellungsgespräche, eines davon bei einer Sekte (ganz klasse) eines scheiterte daran, weil sie einen Mann bevorzugten (haben sie mir im Vorstellungsgespräch schon erklärt, dass sie eigentlich nen Mann wollen aber sich halt nur einer beworben hätt und wenn der gleich qualifiziert sei wie ich, würde er bevorzugt werden...), eines scheiterte an meiner mangelnden Berufserfahrung und eines - na, da hat es von beiden Seiten mit der Chemie einfach nicht gestimmt, war von der Begrüßung an zu merken. Und das 5. (als Vertreterin für didaktische Materialien für Kindergärten, Heime usw.) scheiterte an meinen "hohen" Gehaltsforderungen....


Was sind denn deine Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt?

[von Vorstellungen abgetrennt und verschoben Mod:befana]
Liebe Grüße, Rubina
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Beitragvon Lanie am Freitag 4. Mai 2007, 00:06

Hallo Rubina,

habe gerade in einem anderen Thread von Dir gelesen und habe mich dann mal ganz neugierig zu Deinem Profil durchgeklickt und nun Deine Vorstellung gefunden. Scheint, wir sind in ähnlichen beruflichen Situationen, was mich auch etwas beruhigt, weil ich schon dachte, ich bin einfach unfähig, das Richtige für mich als Diplom-Pädagogin zu finden oder mich in Bewerbungen gut genug zu "produzieren" - habe nämlich nach dem Studium auch 2 Jahre erfolglos probiert, eine Stelle zu finden. 3 Vorstellungsgespräche, "tausende" Blindbewerbungen, denn explizit Diplom-Pädagoginnen werden ja nirgends gesucht, (habe aber auch fast nur hier in der Stadt gesucht) und - nichts. Zudem geht es mir wie Dir, dass ich keinesfalls mit Jugendlichen arbeiten möchte (habe sowieso Studienrichtung Kleinkindpädagogik studiert - welche hattest Du?).
Nun interessiert mich erstmal die PEKIP-Sache, denn das wäre auch was für mich, ich gehe gleich mal Deinen Beitrag darüber lesen.

Viele Grüße,
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Beitragvon Rubina am Samstag 5. Mai 2007, 11:25

Hallo Lanie,

ja, ich find das auch immer ganz tröstlich, dass man nicht ganz allein da steht. Mit meinen Komilitonen hab ich leider keinen Kontakt, so dass ich auch niemanden zum Austausch hab bzw. auch nicht mitverfolgen konnte, was die nach dem Studium gemacht haben.

ja, ich hab es schon soooo oft bereut, Dip. Pädagogin geworden zu sein. Damals, in der Beratung auf dem Arbeitsamt sagten sie mir, man könne auch zur Not, falls man als Dipl. Pädagogin nix bekommt, in Kindergärten als Erzieherin (halt mit dem demenstprechen niedrigen Gehalt) arbeiten. Daher hatte ich mich immer auch als Erzieherin beworben.
Jetzt hab ich neulich bei der Stadtverwaltung angerufen, da sie mehrere Stellen für "sozialpädagogische Fachkräfte" ausgeschrieben hätten und habe nachgefragt, was sie darunter verstehen: nur Erzieherinnen. Ich hab ihnen dann erzählt, was ich beruflich bin bzw. schon gemacht habe - da meinten sie: keine Chance, ich bräuchte mich gar nicht zu bewerben. Ich sei überqualifiziert. Na, echt suuuuper.
Inzwischen bin ich so weit, dass ich mir sage: wenigstens einen Job, und wenn es mit Jugendlichen sein muss, dann halt auch das - obwohl ich weiß, dass es mir gar nicht liegt.
Denn mit dem PEKiP - das sollte für mich eigentlich die Chance sein, einen Fuß ins Berufleben zu bekommen. Ich möchte das ehrlich gesagt nicht für immer machen! Man verdient sehr wenig dabei, muss entweder schauen, dass man nicht über die Grenze von 350 Euro kommt, sonst fliegt man aus der Familienkrankenversicherung oder richtig viel verdienen, damit es sich lohnt. Und: zumindest hier hab ich echt zu kämpfen, um meine Kurse voll zu bekommen. Und alle 10 Wochen wieder das Zittern: hab ich in Zukunft noch nen Kurs oder nicht? Z.B. endet in 2 Wochen wieder ein Kurs und ich weiß noch immer nicht, ob ich die Mindestteilnehmerzahl von 4 erreichen werde, da sich erst eine Mutter verbindlich weiterangemeldet hat!
Gerade wenn man auf das Gehalt angewiesen ist, ist es echt schwer mit so Kursen! Als Nebenverdienst, z.B. bei einem Teilzeitjob - ok, aber als einziger Verdienst: fast unmöglich!

Ich hatte als Studienschwerpunkte "Erziehung in früher Kindheit" und "Sozialpädagogik".

Mein Traum wäre im beraterischen Bereich zu arbeiten, entweder in der Schuldnerberatung (aber die Preise der Ausbildung..... muss ich noch ne Weile drauf sparen) oder in der Arbeitsvermittlung / Arbeitsberatung. Das fänd ich richtig klasse.
Liebe Grüße, Rubina
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Beitragvon Lanie am Samstag 5. Mai 2007, 12:42

Hallo Rubina,

viele Kontakte aus dem Studium habe ich auch nicht mehr, aber eine Freundin arbeitet z.B. in einer Tagesgruppe für (Klein)-Kinder von suchtkranken Müttern, die in der Einrichtung leben - und hat dort auch "nur" eine Erzieherstelle inne. Allerdings arbeitet sie sich langsam hoch, so dass sie momentan die Leitungsvertretung macht und evtl. sogar Leiterin werden kann - natürlich mit passendem Gehalt dann. So kann es also auch laufen.
Aber wieso kriegt man als Dipl.-Päd., der sich um eine Erzieherstelle bewirbt, gesagt, man sei überqualifiziert, wenn sie einem doch sowieso nur das Erziehergehalt zahlen würden? Dann spielt doch die sogenannte Überqualifikation gar keine Rolle mehr. Und überhaupt, im Vergleich zu Erzieherinnen fühle ich mich in Kindergärten, wo ich auch schon mitgearbeitet habe, immer eher unter-qualifiziert, weil diese doch viel mehr praktisches Wissen im Umgang mit den Kindern, Gruppenarbeit und vor allem Beschäftigungsideen etc. haben! Da müsste ich noch eine Menge dazulernen, wenn ich dort dauerhaft arbeiten wollte!
Tja, das mit PEKiP ist ja ziemlich schade. Wohnst Du denn in einer kleinen Stadt? Ich kenne es eigentlich so, dass fast jedes (einigermaßen gebildete) Elternpaar genau so einen Kurs machen möchte. Aber es gibt natürlich andererseits (hier) ein riesiges Angebot....
Beim Arbeitsamt hat mir mal einer gesagt, zur Not soll ich mich beim Arbeitsamt als Vermittler/Berater bewerben, da würde es oft klappen. Der war z.B. Jurist. Aber das ist überhaupt nix für mich!
Ich würde gerne in der Elternberatung arbeiten, besonders Eltern-Säuglings-Beratungen ("Schreibabyambulanzen"), aber diese Einrichtungen haben meist so begrenzte Mitarbeiterzahlen, dass die natürlich schon rein finanziell nicht einfach jemanden einstellen können, auch wenn der gut ausgebildet und reinzupassen scheint. Ich werde mich jetzt trotzdem in die Richtung weiterbilden (Fortbildungen für Elternberatung/-bildung und Gesprächstechniken oder sowas), und vielleicht kann man sich auch damit irgendwann mal selbständig machen. Sind keine Nischen da für Dipl.-Päds, muss man sich eben selbst welche schaffen :P !

Viele Grüße,
Lanie
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Beitragvon Rubina am Samstag 5. Mai 2007, 13:13

Hallo Lanie,

was das PEKiP angeht: zum einen gibt es hier mehrere Anbieter (inzwischen sind halt schon viele Pädagogen auf die Idee gekommen), so dass inzwischen der Markt einfach gesättigt ist, zum anderen gibt es hier in der Familienbildungsstätte PEKiP billiger, so dass die eine sehr lange Warteliste haben - aber die sind halt auch subverntioniert, das kann ich mir nicht leisten, die Kurse so billig anzubieten. Und: die Familienbildungssstätten hier in der Gegend bieten immer häufiger Lefino - kurse an - die sind billiger und anscheinend orientieren sie sich sehr am PEKiP - Konzept. Ich hör immer häufiger von Müttern, dass sie aus finanziellen Gründen lieber einen Lefino Kurs machen.

Was die Erzieherinnen angeht: genauso denke ich auch! Mir fehlt ja auch jegliches praktische Erziehungswissen, da die Uni halt wirklich sehr theoretisch war.... aber die Frau am Telefon war da sehr entschieden - sie suchen "nur" Erzieherinnen - Sozialpädagogen und erst recht Dipl Pädagogen werden nur für Leitungspositionen genommen.

Was das Arbeitsamt angeht: die sind doch gerade dabei, wieder ganz viele Arbeitsvermittler zu entlassen bzw. die befristeten Verträge nimmer zu verlängern. Ich guck immer wieder auf deren Homepage aber für die hiesige Gegend jedenfalls sind keine Stellen ausgeschrieben....

Sag mal, wie machst du das finanziell, die vielen Weiterbildungen? Ehrlich gesagt, die Ausbildung zur PEKiP - GL hat uns finanziell echt ganz schön geschröpft, davon müssen wir uns erst mal erholen! Für die nächsten Jahre wird für uns wohl keine Fortbildung/ Weiterbildung mehr drin sein....
Liebe Grüße, Rubina
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Beitragvon Lanie am Samstag 5. Mai 2007, 13:26

Hallo Rubina,

bisher mache ich das mit den Weiterbildungen noch gar nicht :wink: Ich habe gerade erst angefangen mit meiner Promotionsphase, die mir eben zumindest zeitlich erlaubt, Fortbildungen zu machen. Ich habe mich etwas umgesehen, aber PEKiP wäre für mich wohl auch zu teuer. Jetzt im Juni findet hier eine statt, für die ich mich interessiere, aber die scheinen voll zu sein (habe das zu spät mitbekommen), denn sie melden sich nicht wieder. Das sollte über 2 Tage gehen und 250 Euro kosten. Im Oktober ist was Ähnliches über 4 Tage und 400 Euro, finde ich schon heftig, aber ohne wird es als "Nur"-Pädagogin sicher wirklich eng bei der Stellensuche. Wird halt etwas gespart, und entsprechend dauert es dann, bis ich mir die nächste leisten kann :( Blödes System, das Studium ist wirklich viel zu wenig praxisorientiert, und selbst von den praktischen Techniken, die man dort mitbekommt, nehmen doch Arbeitgeber gar keine Notiz, wenn man nicht ein gesondertes Zertifikat darüber hat, weil das Studium ja auch schon mit dem (Vor-)Urteil der fehlenden Praxisorientierung behaftet ist - nicht ganz zu unrecht.
Also suchst Du jetzt eine Stelle in der Jugendarbeit?

Viele Grüße,
Lanie
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Beitragvon Rubina am Sonntag 6. Mai 2007, 08:13

Hallo Lanie,
nein, eigentlich suche ich keine Stelle in der Jugendarbeit, aber es gibt hier halt nichts anderes :cry: Ich fände es ehrlich gesagt furchtbar, mit Jugendlichen arbeiten zu müssen - war schon auf dem Campingplatz so gar nicht mein Ding. Aber irgendwie muss es halt beruflich für mich auch weitergehen.... zumal irgendwo halt auch das Geld herkommen muss....

Was für Weiterbildungen sind das denn, für die du dich interessierst? Wie bist du zu denen gekommen? Mit der KURS Seite vom Arbeitsamt komm ich irgendwie gar nicht klar....
Liebe Grüße, Rubina
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Beitragvon Lanie am Sonntag 6. Mai 2007, 11:41

Hallo Rubina,

mit KURS ging mir das damals genauso.... aber da werde ich wohl trotzdm demnächst mal wieder reinschauen müssen :?
Die zwei erwähnten Fortbildungen befassen sich mit der Förderung der frühen Eltern-Kind-Beziehung. Wenn man die Fortbildungen macht, kann man Elternkurse zu dem Thema leiten. Die Programme sind auch wissenschaftlich untersucht und für effektiv befunden :wink: , und passen genau zu meinem Diss-Thema und zu meinem Berufswunsch. Hier mal die Links:
http://www.ezi-berlin.de/programm2007/p ... tungwf.htm
musst nach SAFE suchen, ist weiter unten

Und das andere, das wohl für mich nun nix mehr wird:
http://www.focus-familie.de/Deutsch/heb ... rtbil.html
Da steht jetzt noch, dass es hauptsächlich für Hebammen sei, aber das ist inzwischen etwas anders.
Hier noch ein Link zu den Inhalten und Sinn und Zweck des ganzen:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_ ... _1690.html

Ich kannte die beiden Fortbildungen einfach vom Namen und Konzept her aus meinen Literaturrecherchen für die Diplomarbeit damals. Aber der Anbieter von SAFE hat ja offenbar noch mehr interessante Fortbildungen, da schau ich demnächst mal genauer rein. Aber die Seite nützt Dir ja nichts, denn Du kommst nicht aus Berlin, oder?

Viele Grüße,
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Beitragvon befana am Sonntag 6. Mai 2007, 12:37

Hallo Lanie,
hier muss ich mich mal kurz in eurer Gespräch mischen.:oops:
Ich kenne jemandem, dem die Seiten sehr nützen (mich).
Die Arbeit war also nicht umsonst.
Danke dir ganz doll, und werd mich mal durch deine Links graben. :lol:
Lieben Gruss
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Beitragvon Lanie am Sonntag 6. Mai 2007, 18:06

Na umso besser! Und von Einmischen kann doch keine Rede sein, wir wollen uns doch alle austauschen und keine Grüppchen bilden :lol:
Interessiert Dich der Themenbereich der genannten Fortbildungen auch, oder was suchst Du?

Viele Grüße,
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