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Kinderkrippe -> Transition

Beitragvon Claudia am Samstag 19. Mai 2007, 23:32

Ich habe soeben einen schönen Beitrag zum Thema Transition (Übergang) von dem Elternhaus in die Krippe gelesen.

Kein Fachartikel, aber durchaus sehr lesenswert! :D

:arrow: So früh schon in den Kindergarten? Eltern, Kinder und Erzieher/innen im Spannungsfeld von Unsicherheit und Angst
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Beitragvon befana am Sonntag 20. Mai 2007, 00:35

@Claudia
Ich hab den Artikel grad gelesen.
Er beschreibt gut den Zwiespalt der Eltern und die verschiedenen Phasen nach der Eingewöhnung.
Oft erlebe ich, dass die Eltern (meistens Müttern) erstmal in ein Loch fallen, weil sie es nicht gewohnt sind über ihre Zeit frei zu verfügen.
Wenn sie sich daran gewöhnt haben, geniessen sie es, haben aber gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, schliesslich könnte jemand denken, sie mögen ihr Kind nicht.
Ich stelle immer wieder fest, dass die Beziehungsarbeit mit den Eltern fast wichtiger ist, als mit den Kindern.
Solange die Eltern sich nicht angenommen fühlen, fällt es den Kindern schwer, sich wohl zu fühlen.
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Beitragvon Andrea am Sonntag 20. Mai 2007, 07:43

Hallo,

ein schöner Text, ABER mir fehlt der deutliche Hinweis auf eine Eingewöhnungsphase.

Das Thema "Eltern" habe ich natürlich auch in den Kursen zur Kindertagespflege. Es ist ganz interessant sich mal bewusst zu machen welche Gefühle Eltern haben könnten, wenn sie ihr Kind in die Krippe/ zur Tagesmutter bringen ...
Liebe Grüße
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Beitragvon befana am Sonntag 20. Mai 2007, 09:51

Andrea hat geschrieben:ein schöner Text, ABER mir fehlt der deutliche Hinweis auf eine Eingewöhnungsphase.

Du hast Recht. :)
Daran kann man wieder sehen, dass jeder das liest, was er lesen möchte.
Ich las diesen Artikel u.a. als Notwendigkeit einer guten Eingewöhnung. :roll:
Vielleicht, weil es für mich selbstverständlich ist?
Lieben Gruss
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Beitragvon Claudia am Sonntag 20. Mai 2007, 10:06

befana hat geschrieben:
Andrea hat geschrieben:ein schöner Text, ABER mir fehlt der deutliche Hinweis auf eine Eingewöhnungsphase.

Du hast Recht. :)
Daran kann man wieder sehen, dass jeder das liest, was er lesen möchte.
Ich las diesen Artikel u.a. als Notwendigkeit einer guten Eingewöhnung. :roll:
Vielleicht, weil es für mich selbstverständlich ist?


Jepp, ging mir auch so Bianca.

Außerdem hatte der Text nicht den Anspruch auf eine vollkommene Darstellung. Er bezog sich vor allem auf Beobachtungen nach Hospitationen (siehe ganz unten).

Fand ihn halt gut, weil die Sicht der Eltern aus meiner Wahrnehmung heraus oft zu kurz kommt.
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Beitragvon Sophina am Montag 21. Mai 2007, 14:14

Nur mal so, ohne den Artikel gelesen zu haben...

Mütter haben FREIZEIT, wenn ihre Kinder in der Krippe sind oder im KiGa, die sie zwar genießen, aber wegen der sie ein schlechtes Gewissen haben??

Habt ihr das Gefühl, dass das die Regel ist in Euren Kindergärten? Also, ich hab' ne Woche, bevor Louisa in den KiGa kam angefangen, wieder 30 Std. pro Woche zu arbeiten und Freizeit ist seit da noch rarer als vorher schon.

Und wenn einem dann einerseits die Arbeit im Genick sitzt, bei der man natürlich nur sehr, sehr begrenzt fehlen kann, man aber andererseits wegen Sommerferien keine vernünftige Eingewöhnung machen konnte, dann ist das ein ganz wunderschönes klassisches Dilemma, bei dem schlechtes Gewissen vorprogrammiert ist.

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Beitragvon befana am Montag 21. Mai 2007, 18:18

Mütter haben FREIZEIT, wenn ihre Kinder in der Krippe sind oder im KiGa, die sie zwar genießen, aber wegen der sie ein schlechtes Gewissen haben??

Oh Sophina, du hast natürlich Recht...
Auch unsere Eltern gehen arbeiten und haben für ein schlechtes Gewissen kaum Zeit.
Meine Aussage bezog sich auf bisherige Verhältnisse.

Die Eltern benötigen, um ihr Kind in die Einrichtung zu geben einen Bescheid vom Bezirksamt.
Dieser Bescheid wurde bisher so ausgegeben, dass die Eingewöhnungszeit berücksichtigt wurde.
Die Kinder wurden häufig schon aufgenommen, bevor die Eltern arbeiten mussten.
Dadurch hatten sie die Möglichkeit, ihr Kind in Ruhe einzugewöhnen, also angefangen mit einer Stunde Kitabesuch langsam steigernd.
Das ganze dauerte ca. 3 Wochen.
So hatten die Eltern natürlich "Freizeit", mit der sie anfangs garnicht umgehen konnten.

Was die Zeit nun bringt und wie es mit den Eingewöhnungskonzepten weitergeht ist fraglich, da die Bescheide mittlerweile so ausgestellt werden, dass der erste Arbeitstag oft auch der erste Kitatag sein wird.

Aber auch Eltern, die arbeiten gehen, haben häufig ein schlechtes Gewissen oder müssen sich in der Gesellschaft rechtfertigen, warum sie arbeiten gehen, statt sich selbst um ihr Kind zu kümmern.

Dass solch ein Kitaeinstieg für Eltern und Kinder nicht gut ist, wirst du vermutlich aus eigener Erfahrung bestätigen können.
Ich stelle immer wieder fest, dass die Beziehungsarbeit mit den Eltern fast wichtiger ist, als mit den Kindern.
Solange die Eltern sich nicht angenommen fühlen, fällt es den Kindern schwer, sich wohl zu fühlen.

Und gerade unter diesen Bedingungen (mangelnde Eingewöhnung, Eltern müssen ihr Leben durch Erwerbseinstieg neu organisieren...) fällt es Eltern und Erzieherinnen häufig schwer, diese Beziehungsarbeit zu leisten.
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Beitragvon Sophina am Montag 21. Mai 2007, 18:48

OK, wenn man die Freizeit nur auf die Eingewöhnungszeit bezieht, dann kann ich es nachvollziehen.

Aber auch Eltern, die arbeiten gehen, haben häufig ein schlechtes Gewissen oder müssen sich in der Gesellschaft rechtfertigen, warum sie arbeiten gehen, statt sich selbst um ihr Kind zu kümmern.


Das höre ich auch öfter. Eine Freundin von mir bekommt regelmäßig die Hölle heiß gemacht, weil sie und ihr Mann beide in Vollzeit arbeiten, obwohl es gar nicht "nötig" wäre... Sicher hat sie andauernd ein schlechtes Gewissen dabei, aber als sie eineinhalb Jahre lang versuchte, "Familienmanagerin" zu sein, wurde sie richtiggehend depressiv und die ganze Familie wäre beinahe daran zerbrochen. Außerdem kommt ihre Tochter - mittlerweile 9 Jahre alt - super im Hort zurecht und meine Freundin meint, wenn sie dauerhaft schon Mittags zu Hause wäre, würde sie sich wahrscheinlich zu Tode langweilen.

Schön, dass es mittlerweile mehrere gangbare Wege zum persönlichen Glück gibt, schade, dass man sich nach wie vor dafür rechtfertigen muss, warum man welchen Weg gegangen ist.
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