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Mehrgenerationenhäuser

Beitragvon Andrea am Freitag 12. Januar 2007, 20:47

Hallo,

fand ich ganz interessant:
Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend hat geschrieben:Was sind Mehrgenerationenhäuser?

Mehrgenerationenhäuser sind offene Tagestreffpunkte, in denen sich die Generationen wieder selbstverständlich begegnen und sich gegenseitig helfen - ganz wie in der früheren Großfamilie. Denn wo unsere familialen Netzwerke kleiner werden, sollen Mehrgenerationenhäuser Orte sein, wo die gegenseitige Unterstützung von Jung und Alt neu be- und gelebt wird.
Damit wird nicht nur ein Mehrwert für den Einzelnen geschaffen, sondern unsere gesamte Gesellschaft zukunftsfähiger gestaltet. Denn die Mehrgenerationenhäuser überwinden die Isolation der verschiedenen Altersgruppen und unterstützen Toleranz und Verständnis füreinander. Dazu helfen Mehrgenerationenhäuser, Kinder zu fördern, Familien zu beraten, bürgerschaftliches Engagement zu aktivieren, alten Menschen eine Aufgabe zu geben und familiennahe und generationenübergreifende Dienstleistungen zu entwickeln und zu vermitteln.


Hier der ganze Bericht
Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend Mehrgenerationenhäuser
Liebe Grüße
Andrea :elefant:
----------
    Wenn ich nur darf,
    wenn ich soll,
    aber nie kann, wenn ich will,
    dann kann ich auch nicht,
    wenn ich muss.
    Wenn ich aber darf,
    wenn ich will,
    dann kann ich auch,
    wenn ich muss.
    Denn merke:
    die können sollen,
    müssen auch wollen dürfen.


    Johannes Conrad, Philosoph
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Beitragvon Claudia am Freitag 12. Januar 2007, 20:55

Hm..
Ich habe den ganzen Bericht noch nicht gelesen.

Deshalb nur kurz:

Als erstes kam mir "Künstliche Großfamilien?" und dann "Kleinstädte in Kleinstädte?" in den Sinn.

Ich finde die grundsätzliche Idee wirklich toll, grübel aber gerade an der Umsetzung, der Text impliziert ja quasi, dass es die perfekte Lösung gibt. Wieso leben wir dann so nicht (mehr)?




Was ist eure Meinung?
Liebe Grüße!
Claudia
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Beitragvon Claudia am Sonntag 13. Mai 2007, 13:08

Was meint ihr, hat dieses Projekt Zukunft?
Brauchen die Menschen mehr Vernetzung insgesamt, oder eben in so einem Rahmen?
Welche Möglichkeiten, Chancen und/oder Nachteile hat (eurer Meinung nach) so ein Konzept?

:D
Liebe Grüße!
Claudia
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spontane Gedanken zu Mehrgenerationenhäusern

Beitragvon JJEWB am Samstag 18. August 2007, 18:35

Hallo,
Die ganz große Chance sehe ich bei den Mehrgenerationenhäusern darin, dass die Menschen "freiwillig" kommen und den Kontakt bzw. die Vernetzung mit unterschiedlichen Generationen suchen. Gerade für ältere Menschen, die eher isoliert leben, vielleicht keine Enkelkinder haben bzw. deren eigenen Kinder nicht in der Nähe wohnen, sind Mehrgenerationenhäuser eine tolle Sache. Und natürlich profitieren auch Kinder von Ersatzgroßeltern. Die Häuser ermöglichen sinnvolle Beschäftigung plus Freizeitgestaltung und Vernetzung. In wie weit Generationenhäuser schon genutzt werden, oder ob das Konzept sich durchsetzt wäre interessant zu wissen.

Dass wir nicht mehr so leben, wie es in dem o.a. Text als Ideallösung beschrieben wird, hat meiner Meinung nach verschiedene Gründe:
- einerseits berufliche Möglichkeiten
- andererseits berufliche Notwendigkeiten, die es ermöglichen oder eben notwendig machen, den Wohnort zu wechseln und sich so von der älteren Generation zu entfernen
- aus eigener Erfahrung kann ich außerdem sagen, dass es viele Schwierigkeiten geben kann, wenn Familien unter einem Dach leben. Hat man sich dafür entschieden, muss man miteinander auskommen, Kontakt haben, sich helfen... In Mehrgenerationenhäusern fällt dieser Zwang weg und jeder kann sich zurück ziehen und seiner Wege gehen, was bestimmt dazu beiträgt, dass dieses Konzept funktionieren kann.
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Beitragvon Claudia am Samstag 18. August 2007, 18:40

Hallo und herzlich Willkommen im Forum, JJEWB! :D

Deinen Beitrag habe ich sehr interessiert gelesen. Auf einen weiteren Austausch freue ich mich jetzt schon..

- andererseits berufliche Notwendigkeiten, die es ermöglichen oder eben notwendig machen, den Wohnort zu wechseln und sich so von der älteren Generation zu entfernen

Ich glaube das ist ein ganz großer Faktor!
Sieht man ja in der Auflösung der kleinen Mehrfamilienhäuser ebenso.
Heutzutage muss man flexibel sein, um in der Berufswelt eine Chance zu haben.. Da bleibt man sehr selten an seinem Geburtsort.
Liebe Grüße!
Claudia
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Beitragvon tobias am Samstag 10. Mai 2008, 23:27

hi!
ich hatte kürzlich ein gepräch mit der leitung des mehrgenerationenhauses in meinem stadtteil. in augsburg gibts inzwischen ja 12 stück... allerdings ist bei denen auch alles erst im entstehen und eine richtige verzahnung der peer-groups ist noch nicht im entferntesten zu erkennen.

im oktober solls dann ein stadtteilfest geben an dem sich möglichst viele soziale einrichtungen beteiligen sollen um das mgh zu etablieren..

wir als waldkindergarten können zudem das mgh nutzen um unsere werbung zu verbreiten (bisher noch keine erfahrungen obs darauf dann ne resonanz gibt) und im zweifelsfall können wir als waldkindergarten bei sturmwarnung oder ähnlichem spontan anfragen ob sie für uns einen raum frei haben...

ich denke eine gewisse verzahnung wird mit der zeit sicher noch stattfinden. diese ist denke ich auch wichtig, da alle generationen davon garantieren können wenn der eigene einsatz freiwillig ist und bleibt...

lg
tobi
Liebe Grüße von
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Tobias Schießer
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